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Christian Jürgens, Überfahrt Tegernsee

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Verfasst am: 14. 08. 08 [02:21]
sphérico
Themenersteller
Dabei seit: 04.12.2006
Beiträge: 481
Christian Jürgens - neu am Tegernsee 8/2008
(Zusammenfassung für Lesemüde siehe unten)

Es gab mal wieder einen besonderen Anlaß für ein besonderes Essen. In der Zusammenschau der vielen Berichte oder sollte ich sagen, Hymnen (insbesondere von Morchel) und der uns bekannten und nicht allzufernen Örtlichkeiten entschieden wir uns rasch für das nun von der Althoff-Gruppe geführte Seehotel Überfahrt am Tegernsee mit dem Küchen-Coup Jürgens.
Und wenn wir schon vor Ort waren, nahmen wir noch gerne das gerühmte Spa mit in Anspruch. Dies stellte sich als ausgesprochen hübsch, wenn auch recht unspektakulär mit jedoch etwas überzogenen Preisen für externe Gäste heraus, da diese eine Nutzungsgebühr von 39 Euro und zusätzlich eine Anwendung zu buchen haben. So kommt man zu zweit schnell auf die Kosten einer Übernachtung mit Frühstück im Doppelzimmer, so daß wir nächstes Mal den Spabereich aus"sparen" würden.
Nach dem Um- bzw. Ankleiden begaben wir uns nun gegen acht Uhr abends in den relativ leeren Restaurantbereich. Man gelangte über den Eingangsbereich des Hotelrestaurants `Egerner Bucht` zu einem von diesem nachträglich separierten kleineren und etwas modern-eleganteren Bereich (nun ja, die Gattin ist kein Anhänger schwarzer Wolkenbilder und Kronleuchter), dem Restaurant Überfahrt von Herrn Jürgens.
Es folgte ein freundlicher, zurückhaltender Empfang durch die junge Brigade. Es sollte sich im Menueverlauf herausstellen, daß es wohl nicht an Sympathie fehlte. Vielmehr war der Sprech- oder besser Schweigestil des arg servilen Service an unserem Tisch sehr zurückhaltend. Die Bestandteile unserer Gänge wurden letztlich nur teilweise announciert, daß heißt, es wurde jeweils mit der Beschreibung begonnen, nach der Hälfte wurde die Stimme so leise, das man wenigstens von ein zwei Elementen garnichts mehr erfuhr. So entstand irgendwie eine albern-sakrale Stimmung, in der wir entweder zu profan waren oder einfach nur schwerhörig.
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Wir gaben unsere Wasserbestellung auf, ich bestellte auf Empfehlung der Sommelière einen sehr günstigen, frischen und ordentlichen Riesling Kabinett aus dem Rheingau.
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Wir wählten das Sommermenue. Die aktuellen Menues sind der Homepage zu entnehmen. Wegen Vorlieben und Abneigungen wurden einzelne Gerichte ausgetauscht. Ich nahm "Entenleber/Apfel" statt "Aal/Salsa verde" und die "Kartoffelkiste" statt "Froschkönig"(Merke: selbst die Krönung auf der Speisekarte rettet nicht vor der Bratpfanne). Die Gattin entschied sich Thunfisch statt Aal. Bitte bedenken Sie auch bei der folgenden Lektüre, daß das Restaurant nun erst seit zehn Tagen geöffnet ist.
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Snacks und Amuse
Zunächst wurde auf einem Drahtgestell ein kleines , zartknuspriges gefülltes Hörnchen gereicht (Gruß an Thomas Keller). Weiter unten auf dem Gestell fand sich eine sensationelle Komposition aus knusprigem Blättchen mit bester Tomate, Basilikum (Rukolapesto?) und (Manni?-)Öl., nur 2x2 cm, aber so intensiv gut im Geschmack, daß, pardon, einem die Ohren wegfliegen. Dabei von wunderbarer Textur.
Als eigentliches Amuse bouche bekam ich eine sehr schmackhafte Interpretation vom "Speckbrot", eine Scheibe Baguettebrot, mit Trüffelemulsion aromatisiert, darauf feine frittierte Streifen von ? (Speck oder Zwiebel), getoppt von einer intensiven Speckluft. Das war schonmal der innovativste Teil des Menues. Die Gattin erhielt einen ordentlichen vegetarischen Gruß.
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Thunfisch für die Gattin: 17
Tartar mti Soja und Avocado. Tadellose Zubereitung, intensiv feiner Geschmack, nicht ganz so perfekt wie der Thun des Lehrers Winkler. Allein, die Lupe wurde nicht gereicht. Das ganze Gericht war vielleicht 10 cm mal 1 cm groß.
Entenleber Apfel für mich: 16-17
Parfait und Eis. Das Eis war aromatisch sehr gut, allerdings scheckte es etwas arg sahnig (!) oder der Pacojet war zu warm. Das getrüffelte und außenrum gelierte Parfait war großes Handwerk, klassisch, schlicht.
Seezunge und Gambas 17-18
mit Erbsen und Palourdes im Brathähnchenfond. Hier also mar-y-montana angedeutet, besser mar-y-tierra. Die (kleine) Seezunge war etwas fest, aber von guter Qualität ebenso wie die Gamba. Der Fond war nicht allzuintensiv, dafür nicht aufdringlich. Die Erbsen waren allerbeste Qualität in Produkt und Zubereitung, die eigentliche "Erdung" für den Fisch. Gerne hätte ich noch ein Schüsselchen von diesen Referenzerbsen gehabt. Die etwas zähen Muscheln hätten wir nicht sehr vermißt. Aromatisch eine wunderbare Fusion.
Kartoffel & Ei 17+
Gefüllte Kartoffelkiste mit Mousseline vom Sommertrüffel. Wenn man Morchels Ausführungen folgt, ein signature dish von Jürgens. Die Kiste war eher ein Würfel von 3cm Kantenlänge, mit Flächen aus feingeriebenen Kartoffeln, gefüllt mit Eigelb. Der Würfel saß in einer Trüffelmousseline. Die Zutaten sehr klassisch, verbanden sich zu einem bekannten Gesamtaroma mit neuer textureller Variante. Vielleicht sollte man nach einem Löffel Trüffelcreme den Würfel ganz in den Mund nehmen und das Eigelb dort auslaufen laßen, statt wie ich ihn auf dem Teller anzuschneiden.
Bresse Tabubenbrust 17
mit Artischocken-Kapern-Jusund zweierlei Wildkräutern. Der kleinste Gang meines Lebens, die Taube waren zwei Streifen von je maximal 8x1x0,6 cm, ein Esslöffel Sauce und ein paar aromatisch interessante Kräuter. Da waren meine Gattin und ich platt. Die Taube war geschmacklich tadellos, ohne an die von Amador heranzureichen. Etwas Textur kam mit einem länglichen (Parmesan?)Chip. Der Akkord war fein, aber das Gericht einfach lächerlich klein.
Für die Gattin gab es außerhalb der Karte eine gefüllte Paprikazweibel mit Sellerieschaum, 15-16.
Kirsche & Karamell 16
Wunderbare fast knackige marinierte Herzkirschen und ein frisches intensives Apfeleis. Dazu etwas weiche läutergezuckerte ofengetrocknete Apfelscheiben.Der Karamellcanellono war eher ein Schokoriegel mit Karamellboden, der recht fest ankam.
Beim Dessert meiner Gattin (Topfensoufflée, Himberen und Aprikosen) fragten wir einmal mehr nach einem Element auf dem Teller. Der Erste Herr des Service eröffnete uns: Eis. Ich: Was für ein Eis ? Servicedame: Vanilleeis ? Erster Herr: *nuschel*Eis. Ich zur Gattin: Ich denke,es ist ein Geheim-Eis. Nun erbarmte sich der Jüngste im Service: Es handelt sich um Topfen-Eis.
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Es folgte ein Kuchenwagen an unseren Tisch, der uns im positivsten Sinn an das Ikarus in Salzburg erinnerte. Es fanden sich darauf unzählige fantastische Kuchen, dies ein Highlight des Abends. Nun, wir hatten ja noch etwas Platz im Bauch und konnten den einen oder anderen probieren.
Nach einem Kaffee mußte ich erst fragen, der kam leider deutlich nachdem Servieren des Kuchens. Wir schlossen den Abend mit vier (4) ordentlichen Pralinen.
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Herr Jürgens wurde nicht gesehen, war aber auf Nachfrage anwesend.
Bitte, werte Leser, entschuldigen Sie, wenn ich im Menue immer wieder auf die Ganggrößen hinweise. Aber das Preisgefüge war so augenfällig selbstbewußt, das es erwähnenswert ist. Im Grunde genommen handelte es sich um ein fünfgängiges Amuse bouche Menue für 125 Euro. Jaja, in Frankreich und in xy ist das Abendmenue viel teurer. Ich habe aber in D in dieser Kategorie meist ein besseres PLV erlebt. Letztlich ißt man in dieser Portionierung auch gesünder, dann kann man aber auch das Preisgefüge anpassen. Vielleicht aber versteh ich´s einfach nur nicht.
Mein ganz persönlicher Wunsch: vernünftige Portionierung zumindest im Hauptgangbereich und bitte mehr Lockerheit im netten Service, der die Elemente (gerne alle) in den Gerichten auch gerne in -ganz wild- Zimmerlautstärke bennenen könnte.

Synopse:
Derzeit sehr klassisch,
perfekte Zubereitungen und intensive Aromen.
Essen **, Preise ***.
Lupe und Hörgerät sind selbst mitzubringen.
Aber nochmals: großes Gaumenkino !
To be revisited.


P.S. Gerade sehe ich, daß nun (auch) auf der Mittagskarte in der Terrine/München, meinem bisherigen Mittagsfavoriten, die Preise massiv angezogen haben icon_cry.gif Da nehmen sich die 10 Euro Mehrpreis in Langen bescheiden aus. Und wie kann es sein, daß es in der Terrine Samstagmittag teurer ist, als in der großen Schwester Tantris ? Habe ich irgendetwas verpaßt ?

[Dieser Beitrag wurde 4mal bearbeitet, zuletzt am 14.08.2008 um 09:02.]
Verfasst am: 14. 08. 08 [09:19]
morchel
Dabei seit: 16.11.2007
Beiträge: 0
Sphérico schrieb:

Bitte, werte Leser, entschuldigen Sie, wenn ich im Menue immer wieder auf die Ganggrößen hinweise. Aber das Preisgefüge war so augenfällig selbstbewußt, das es erwähnenswert ist. Im Grunde genommen handelte es sich um ein fünfgängiges Amuse bouche Menue für 125 Euro.


Hallo Sphérico,

dieser Minimalismus ist definitiv neu bei Jürgens. Ich schreibe das deshalb, weil wir auf der Burg bei ihm genau gegenteilige Erfahrungen gemacht haben. Gerade durch die Flut von Grüßen vorneweg (auch die scheint es so jetzt nicht mehr zu geben) war für mich ein 5gängiges Menü bei Jürgens kaum zu schaffen. Das was Sie beschreiben, kenne ich so nicht. Selbst die Kartoffelkiste scheint geradezu geschrumpft zu sein.

Nun, vielleicht werden diese vornehmen Portionen als Dooropener für 3 Sterne gesehen?

Lieben Gruß
Morchel

Verfasst am: 15. 08. 08 [15:02]
sphérico
Themenersteller
Dabei seit: 04.12.2006
Beiträge: 481
Es ist natürlich auch eine Frage des subjektiven Empfindens.
Meine Gattin sah es ähnlich wie ich, ihr kommen solche begrenzten Portionierungen, zumal im Menue, aber sehr entgegen.
Mir scheint aber, daß sich in der gehobenen deutschen Gastronomie insgesamt ein Preisanstieg vollzieht...

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Verfasst am: 15. 08. 08 [17:15]
Smörebröd
Dabei seit: 05.01.2007
Beiträge: 12
Hallo Spherico,

ich kann mich des Eindrucks von Morchel nur anschließen, bei Jürgens sind wir in Wernberg immer satt geworden - manchmal wars wirklich zuviel des Guten. Die Häppchenportionen waren (bisher) seine Sache nicht. Die ** stehen aber außer Frage.

Was wohl geblieben ist, ist die weihevolle, von Ihnen so schön geschilderte Atmosphäre im Lokal, die ich nie so recht mochte. Der Chef ist wohl doch sehr respekteinflößend. In Wernberg war er jedenfalls aus der Küche oft nicht zu überhören ...
Da ist mir die Terrine deutlich lieber, die wir allerdings in der Regel abends (Wochende) besuchen - trotz des mittlerweile recht mutigen Preisgefüges. Der Trend ist wohl eindeutig, es wird ja auch der eigene Einkauf nicht gerade billiger.


Viele Grüße

Smördebröd
Verfasst am: 15. 08. 08 [18:31]
brigante
Dabei seit: 04.12.2006
Beiträge: 856
Danke für den anschaulichen bericht, Spherico!

Ohne in bewertungsdebatten verfallen zu wollen, aber: Ihre beschreibungen sowie die punkte die sie je gericht vergeben (zumeist 16-17) klingen nach solidem 1*.

In der zusammenfassung hingegen geben sie dem essen bereits **.

Ihre vorherige beschreibung klingt wie gesagt nicht danach.
Ist das ein blick in die zukunft?

Zu den portionen: ich bin ein großer freund kleiner portionen.
Wie würden Sie denn die portionierungen z.b. mit denen bei Amador vergleichen? Denn dort ist es ja auch eher überschaubar - was mir gut gefällt. (Allerdings habe ich auch immer das volle programm gehabt - keine ahnung wie die portionierung/der verbleibende hunger bei 3-4 gängen aussieht. Wäre wohl auch bei Jürgens eine interessante frage...)
Verfasst am: 16. 08. 08 [22:05]
sphérico
Themenersteller
Dabei seit: 04.12.2006
Beiträge: 481
Nun, mir entsprechen 17GMP schon **. 18 sind für mich eine **(*) und 19 glatte ***. Wenn ich hier oder da an 16 denke, fehlte vielleicht etwas Pfiff, d.h. Leber und Dessert waren halt "nur" * für mich. Damit es keine Mißverständnisse gibt, die Zubereitungen waren tiptop. Und das Preis-Leistungs-Verhältnis wollte ich natürlich nicht in eine Bewertung einfließen lassen.
Mein ganz persönlicher Eindruck war "beste Klassik", wenn man auch zurückhaltendes mar-y-montana dazuzählen darf. Aber ich -wieder ganz persönlich natürlich- bin ein Freund innovativer Kreationen, für mich ist die Referenz momentan Amador (18+ bis 19+). Ich wäre auch begeistert bei Klein, Wissler, Elverfeld, was ich erfreulicherweise noch vor mir habe. Das heißt aber alles nicht, das wir kein tolles Geschmackserlebnis am Tegernsee hatten.
Die Portionen waren mit denen in Langen verglichen allenfalls gleichgroß. Vielleicht wäre der Eindruck anders, hätten wir das 8-gängige Degustationsmenue für 30€ mehr genommen. Wir vermissen aber ein zweites Dessert nicht und sind keine großen Käseesser, so daß es beim "Kleinen" blieb.
Um es zusammenzufassen: eine wunderschöne Ecke unseres Landes, sehr klassische Küche mit im Schnitt **/17 aus meiner Sicht, dabei aber sicher kein Schnäppchen. PLV bei den Klassikern HW in Tonbach und Aschau günstiger.
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P.S.:
1. Wir waren gerade einmal, am 10. Tag anch Eröffnung dort, was nicht repräsentativ ist. Am Besten, die werten Leser geben weitere neue Meinungen vom Tegernsee wieder, um etwas Licht und Obejktivität ins Dunkel zu bringen.
2. Günstig geht es Samstagmittag im Tantris (75€)
3. Frischer Wind auf */15P-Level gibts im BMW-Welt-Clubrestaurant.

[Dieser Beitrag wurde 2mal bearbeitet, zuletzt am 16.08.2008 um 22:18.]
Verfasst am: 16. 08. 08 [22:56]
ifs2008
Dabei seit: 17.04.2007
Beiträge: 659
Werter Spherico,

wir waren heute vor Ort und ich werde mich noch ausführlich äußern, aber ich muss sagen, dass mir Ihr Bericht die Vorfreude fast ein bisschen genommen hat... Aber ich hätte ihn ja nicht lesen müssen...

Die Küchenleistung war bei uns im Schnitt 18 mit Drang nach oben. Wenn sich das ein oder andere Gericht noch ausgefeilter darstellt, sind die *** möglich. Ganz groß der "Froschkönig", ein Sautè von Froschschenkeln in einer karamellisierten Zwiebel mit einer intensiven Sellerieluft - klare 19/***. Hervorragend auch die Ente in zwei Gängen klassisch und asiatisch inspiriert serviert. Insgesamt eine famose Leistung nach nur 14 Tagen nach Eröffnung mit einer teilweise neuen Mannschaft.

Die Portionsgröße war für die Damen mit kleinem Menü und für uns Herren mit großem Menü genau richtig! Wenn Sie die Bilder sehen, werden Sie mir zustimmen. Wenn ich da an Thieltges denke, wird mir angesichts der "Massen" fast nachträglich schlechticon_wink.gif

Das PLV ist gut, wenn auch an der Grenze, und wenn Sie die Preise als *** bezeichnen, darf ich darauf verweisen, dass JA 179, JW 185, CB 169 für ihre großen Menüs aufrufen. Klar Thieltges ist billiger, aber wie er das macht, weiss ich ökonomisch nicht - ich tippe auf Subvention durch das Hotel...

Welten besser als bei Winkler!!

Klassisch trifft die Handschrift von Herrn Jürgens unzutreffend, ich würde ihn moderner als Wohlfahrt, Winkler oder Thieltges einordnen, muss aber darüber noch reflektieren, wenn ich den ausführlichen Bericht schreibe.

Sehr guter, bereits eingeschwungener Service, klar auf ***-Niveau mit einer völlig neuen Brigade - Respekt. Von einer "weihevollen" Stimmung ist nichts zu verspüren, wir haben gelacht und gescherzt...

Insgesamt sicherlich die interessanteste Neueröffnung seit langer Zeit, von Minimalismus keine Spur und eine superbe Küchenleistung - wir kommen gerne bald wieder!

Details folgen in Kürze mit der Einzelkritik...

KG
IFS

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 16.08.2008 um 22:57.]
Verfasst am: 17. 08. 08 [12:16]
sphérico
Themenersteller
Dabei seit: 04.12.2006
Beiträge: 481
Sehen Sie, werte Leser, so unterschiedlich sind die Eindrücke !
Lieber IFS, die Vorfreude wollte ich Ihnen natürlich nicht nehmen, im Gegenteil. Na und so waren Sie ja positiv überrascht.
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Frosch und Ente gingen an uns ja leider vorüber, vielleicht sollte ich doch mal..., dann wäre möglicherweise ein ganz anderer Eindruck entstanden.
Interessant ihr Ansatz, selbst das größere Menue zunehmen und die Gattin das kleinere. So wäre bei uns wohl auch ein Schuh draus geworden.
Auch interessant ihr Vergleich mit dem Lehrer Winkler, da ich dort zuletzt vor zwei Jahren war und, wenn ich recht verstehe, vor einem Wiederbesuch in A. eher andere Häuser kennenlerne.
Vielleicht einigen wir uns bei Jürgens auf moderne Klassik oder klassische Moderne ? Modern-innovativ sehe ich halt zum Beispiel SE und JA.
Nur die "weihevolle", etwas verkrampft-stille Stimmung, die war bei unserem Besuch schon da. Vielleicht lag´s ja an uns, bin ja eher misanthrop und humorlos.
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Wie auch immer, es freut mich, das Sie einen tollen Abend hatten. Vielleicht lag´s bei uns am Sonntag, vielleicht hatte ich als Gast einen nicht so guten Tag. Nochmals: das, was wir auf den Tellern hatten, war große Kochkunst. Und wir freuen uns auf einen Wiederbesuch im Herbst oder an Silvester, so zumindest die Planung. Das wird sicher eine spannende Sache.
Und mein Bericht soll niemanden bremesen, sondern alle ermutigen, die Küche von CJ am schönen Tegernsee zu genießen.
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[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 17.08.2008 um 12:21.]
Verfasst am: 22. 08. 08 [17:41]
ifs2008
Dabei seit: 17.04.2007
Beiträge: 659
Endlich bin ich dazu gekommen, die Jürgens-Eindrücke zu verdichten, Bilder zu bearbeiten, etc. Den Bericht habe ich gerade in meinen Blog hochgeladen...

Viele Spaß bei der Lektüre!
IFS
Verfasst am: 22. 08. 08 [18:57]
sphérico
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Beiträge: 481
Werter IFS,

ein toller Bericht mit schönen Bildern.
Sie werden es glauben oder nicht, ich bin mir fast sicher, Ihre Portionierungen waren deutlich umfangreicher als in unserem Menue, allen voran der Thunfisch ?! Zumal einige (neue?) Gänge auf der Karte, insbesondere die Ente und Ihr Dessert, mich sehr interessiert hätten.
Nebenbei geht es mir retrospektiv wie bei Wohlfart, mit etwas zeitlichem Abstand sehe ich unser Menue viel, sagen wir mal, leuchtender, als es der Erstbericht vermuten läßt.
Ich bin einfach freudig gespannt auf unseren nächsten Besuch...
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P.S. Würde allein schon für den Antipasti-Cracker wiederkommen !
P.P.S. OT @ IFS: Gehören Sie zu den Passionierten, die ihre Liebe zum guten Essen gerne teilen wie ulterior epicure oder eher zu den Brückenbauern wie Sternefresser ? (nur so zur Info...)

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 22.08.2008 um 19:07.]