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ALTES FORUM
Marco Polo, Wilhemshaven
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Nachricht |
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Verfasst am: 03. 11. 09 [15:55]
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zeitblom
Themenersteller
Dabei seit: 05.12.2006
Beiträge: 136
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Vielleicht war es ja ein Fehler, die Internetseite vorher zu lesen:
"Starkoch André Stolle freut sich schon darauf, Sie kulinarisch zu verwöhnen. Mit seiner „neuen, norddeutschen Küche légère“ hat er sich zum Ziel gesetzt, das Marco Polo auf der kulinarischen Landkarte als eine der modernsten und innovativsten Küchen in ganz Norddeutschland zu etablieren – und Sie zu begeistern."
http://www.columbia-hotels.com/de/gourmetrestaurant
Um es kurz zu machen: wenn ich bei meinem nächsten Besuch an der Nordseeküste Lust auf moderne Küche habe, leiste ich mir ein Zugticket nach Bad Zwischenahn (Apicius) oder gar nach Osnabrück (La Vie) - das Business-Lunch dort ist inklusive Zugticket und Getränken preiswerter als das Essen in Wilhemshaven und um viele Klassen besser. Forumsteilnehmern mit einem grösseren Buget für Essen gehen als ich empfehle ich einen Besuch im Marco Polo im Sommer um in den Pausen den Ausblick zu geniessen und hoffe, dass sich Anspruch und Wirklichkeit einander annähern.
Im Marco Polo zahlt man für ein 5-Gänge Menue 75 Euro für 7 Gänge knapp 100. Ob die Weinbegleitung (zu 2/3 des Menue-Preises) zum Essen passt kann ich leider nicht beurteilen, da dee Weissweine viel zu kalt serviert wurde.
Vielleicht war die Qualität des Essens ein Ausrutscher - aber zu Preisen aus der gehobenen Gastronomie mittlere Bistroqualität serviert zu bekommen war doch ein Enttäuschung. Beim Lamm muss man nicht einmal bis Bad Zwischenahn fahren, um bessere Gerichte zu bekommen - das einzig positive war, dass das Fleisch nicht zäh war und dass auf die in Deutschland oft obligatorische Stärkebeilage verzichtet wurde. Leider war es noch der beste Gang. Die Makrele (die in Restaurants wie dem la Vie zu meinen Lieblingsfischen zählt) war langweilig.
Die Gänseleber war sicher kreativ - die creme von der Gänseleber schmeckte allerdings fast ausschliesslich nach Schlagsahne und bei dem Papier von der ...beere hoffe, ich dass sich diese Idee nicht durchsetzt. Richtiges Papier lässt sich genauso gut mit Messer und Gabel schneiden und was das Kaugefühl angeht ... (so weit ging mein Test mit dem richtigen Papier dann doch nicht. Aber wundern würde es mich nicht, wenn das Kaugefühl bei richtigem Papier vergleichbar wäre).
Zeitblom
[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 03.11.2009 um 16:42.]
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Verfasst am: 03. 11. 09 [19:00]
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morchel
Dabei seit: 16.11.2007
Beiträge: 0
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Zeitblom schrieb:
und bei dem Papier von der ...beere hoffe, ich dass sich diese Idee nicht durchsetzt. Richtiges Papier lässt sich genauso gut mit Messer und Gabel schneiden und was das Kaugefühl angeht ... (so weit ging mein Test mit dem richtigen Papier dann doch nicht. Aber wundern würde es mich nicht, wenn das Kaugefühl bei richtigem Papier vergleichbar wäre).
Das erinnert mich an meine Kindheit, lieber Zeitblom. Da gab es "Esspapier". "Papier von der Beere" klingt nachgerade lachhaft. Ich glaube, mancher Küchenchef bräuchte jemanden, der ihn ein wenig von seinem Kreativitätsflug auf den Boden zurückholt.
Und was den Ausblick angeht: Ich geh in ein Restaurant nicht in erster Linie wegen des Ausblicks ... egal, welches Budget ich im Moment zur Verfügung habe. Ein Erlebnis, wie Sie es hatten, klingt auf jeden Fall ärgerlich.
Danke für Ihren Bericht!
Morchel
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