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ALTES FORUM
The Sportsman, Seasalter
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Verfasst am: 11. 06. 09 [20:18]
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felixhirsch
Themenersteller
Dabei seit: 02.02.2009
Beiträge: 83
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Liebe Leute,
Dies ist ein einmaliges Juwel. Ein kleines Pub (1* Michelin) direkt an der kentischen Kueste, welches die beste Kueche in ganz Grossbritannien serviert. Der Chef, Stephen Harris, ist ein wahrer Produktfanatiker und macht keine Kompromisse: Salz, Butter, roher Schinken, Brot wird alles von ihm gemacht, Gemuese neben dem Pub angebaut und Schweine, Laemmer und neuerdings auch Gefluegel und Kaelber von einer Farm, die gerademal 1km entfernt ist gezuechtet.
Aus diesen fantastischen Produkten kocht er dann einfache, technisch perfekte Gerichte, die einen einfach weghauen.
Ich kann kein Restaurant in England nennen, das eine Reise waert waere, ausser diesem, was einen wirklich von den Socken haut. Dazu kommt eine ueberaus freundlich berechnete Weinkarte, welche Preise hat, die selbst in Europa nicht so billig zu finden sind. Das Menu, welches wier hatten ist nur Wochentags zu haben, auf Vorbestellung und wird mit laecherlichen £55 berechnet.
Kurz, die Reise lohnt sich, jeder der mal nach London kommt, soll sich gefaelligst in den Zug setzen und eines der angenehmsten, interessantesten, besten Essen seines Lebens geniessen.
http://felixhirsch.wordpress.com/2009/06/11/the-sportsman-seasalter/
Fuer Photos und ne ganze Menge mehr Details
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Verfasst am: 11. 06. 09 [22:43]
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schlaraffenland
Dabei seit: 21.01.2007
Beiträge: 282
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Lieber Herr Hirsch,
obwohl ich noch nicht auf auf Ihre Extraseite gehüpft bin, finde ich Ihren Bericht sehr animierend. Da mein UK-Besuchszyklus eher im Bereich "ten years after" liegt, wir aber - siehe London 09 - erst vor kurzem auf der Insel waren, hab' ich sofort meine Tochter gefragt, wann sie wieder rübermache, sie müsse unbedingt eine Wirtschaft besuchen und mir berichten.
MfG
s.
PS: die Rückmeldungen auf Ihre Berichte sind ja recht schmal; vielleicht liegt's daran, dass Ihre Beteiligung , ausser Ihren Berichten, eher knapp ausfällt. No return to sender.
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Verfasst am: 11. 06. 09 [22:56]
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felixhirsch
Themenersteller
Dabei seit: 02.02.2009
Beiträge: 83
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Ich kann es nur empfehlen. Es gibt hier drueben echt wenige Restaurants, die auf solchem Niveau kochen, und keines das dabei solche Produkte benutzt.
Was die Antworten angeht, so kann es sein. Wenn man aber Examen hat, kann man sich nicht leisten auf 4 Foren immer top dabei zu sein. Ausserdem, war ich die letzten Monate wenig auf dem Kontinent, was meine Berechtigung ueber Restaurants zu sprechen etwas beschraenkt. In meinen Augen zumindest. Jetzt hab ich erst mal Ferien, da wird schon mehr gemacht.
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Verfasst am: 11. 06. 09 [23:02]
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glauer
Moderator
Dabei seit: 14.12.2006
Beiträge: 329
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Ihr grosses Lob habe ich erst vor zwei Wochen ebenso von meinen besten "Fressfreunden" erfahren. Sie waren hintereinander im Fat Duck und dann Sportsman. Letzteres war der eindeutige Favorit, fuer einen Bruchteil des Preises. Habe sie selten so begeistert erlebt.
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Verfasst am: 11. 06. 09 [23:18]
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felixhirsch
Themenersteller
Dabei seit: 02.02.2009
Beiträge: 83
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glauer schrieb:
Ihr grosses Lob habe ich erst vor zwei Wochen ebenso von meinen besten "Fressfreunden" erfahren. Sie waren hintereinander im Fat Duck und dann Sportsman. Letzteres war der eindeutige Favorit, fuer einen Bruchteil des Preises. Habe sie selten so begeistert erlebt.
Ich kann das nur bestaegigen. Das ist einfach ein Restaurant was so angenehm ist, locker, freundlich am Meer. Ferienstimmung in England!
Was ich auch toll finde, ist das man seine eigenen Weine mitbringen kann (£5 pro Flasche), was Sinn macht, da die dort weniger Auswahl haben als so manches 3* Restaurant. Das koennten einige Restaurants auch bei uns mal einfuehren, in England und den USA ist das ja mittlerweile Standard.
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Verfasst am: 12. 06. 09 [01:56]
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soriso
Dabei seit: 16.12.2008
Beiträge: 62
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felixhirsch schrieb:
Was ich auch toll finde, ist das man seine eigenen Weine mitbringen kann (£5 pro Flasche), was Sinn macht, da die dort weniger Auswahl haben als so manches 3* Restaurant. Das koennten einige Restaurants auch bei uns mal einfuehren, in England und den USA ist das ja mittlerweile Standard.
Ach ja?
Man fahre einen guten Wein, ev. alten Bordeaux zunächst mal stundenlang spazieren. Na wie toll.
Weißweine werden dann so richtig schön warm - lecker.
Dann werde ich mal in den nächsten Monaten den Korkgeld-Versuch bei HW, Lumpp oder bei Wissler starten....
Wasser nehme ich ebenfalls mit. Kostet dann nur 50 Cent?
Richtig?
Ach was - Kranwasser bestellen wie üblicherweise die Amis. Kostet gar nix.
Geiz ist geil.
[Dieser Beitrag wurde 2mal bearbeitet, zuletzt am 12.06.2009 um 02:03.]
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Verfasst am: 12. 06. 09 [02:09]
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felixhirsch
Themenersteller
Dabei seit: 02.02.2009
Beiträge: 83
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soriso schrieb:
felixhirsch schrieb:
Was ich auch toll finde, ist das man seine eigenen Weine mitbringen kann (£5 pro Flasche), was Sinn macht, da die dort weniger Auswahl haben als so manches 3* Restaurant. Das koennten einige Restaurants auch bei uns mal einfuehren, in England und den USA ist das ja mittlerweile Standard.
Ach ja?
Man fahre einen guten Wein, ev. alten Bordeaux zunächst mal stundenlang spazieren. Na wie toll.
Weißweine werden dann so richtig schön warm - lecker.
Dann werde ich mal in den nächsten Monaten den Korkgeld-Versuch bei HW, Lumpp oder bei Wissler starten....
Wasser nehme ich ebenfalls mit. Kostet dann nur 50 Cent?
Richtig?
Geiz ist geil.
Sagen wir es mal so. Wenn man in nem restaurant ein paar Flaschen kauft, aber auch einen schoenen alten Wein haben will, dann gibt es nichts anderes. Mit Geiz hat das reichlich wenig zu tun. Meiner Meinung nach zumindest. Schauen Sie sich doch bitte die Seite dieses Herren an. Ich glaube kaum, dass Sie ein Restaurant finden, in dem Sie solche Tropfen finden:
http://academiedesvinsanciens.org/
Ausserdem: Ein Restaurant, das keine verrueckten Preise verlangen will, kann es sich nicht leisten einen Weinkeller zu haben, der alles von Rang und Namen hat. Das kostet ja alles.
Drittens. Wenn Sie mal in den USA sind, bei Urasawa, Per Se oder der French Laundry, dann werden Sie dort einige, nicht unbedingt geizige Herren sehen, die mal nen 61 Petrus mitnehmen oder so. Das Restaurant verlangt dann 75$ corkage und hat fast keinen Aufwand, kein gebundenes Kapital und einen zufriedenen Gast.
Das geht weniger gut bei Pacaud oder anderen Institutionen (wobei man mit solchen Weinen da sicher nicht komisch angeguckt wird).
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Verfasst am: 12. 06. 09 [02:29]
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glauer
Moderator
Dabei seit: 14.12.2006
Beiträge: 329
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soriso schrieb:
Geiz ist geil.
Hat damit nun wirklich gar nichts zu tun.
Der "Hirsch" hat es ja eigentlich genau erklaert. Viele Restaurants koennen oder wollen heute keinen ausgedehnten Weinkeller unterhalten. Und manchmal hat man auch eine besondere Flasche, die man mitnehmen moechte. Geht bei den ach so doofen Amis meist ganz unkompliziert, und der Sommelier bzw der Chef trinken oft gerne einen Schluck mit.
Die Kosten etwas in Grenzen zu halten hilft es auch manchmal. Kann ich nichts ehrenruehriges dran finden und auch keine Geiz ist geil Mentalitaet, solange beide Seiten mit den Modalitaeten einverstanden sind.
Darauf einen Schluck Kranwasser (am liebsten 66er).
Uebrigens gesuender und oft wohlschmeckender als alles in der Flasche. Und kostet in den Staaten nicht einmal 50 Cents, sondern ist (wie ekelig) umsonst.
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Verfasst am: 12. 06. 09 [02:40]
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felixhirsch
Themenersteller
Dabei seit: 02.02.2009
Beiträge: 83
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Sehr geehrter Glauer,
So ist's. Man macht das natuerlich nicht im Alltag. Wenn ich in Paris bin und bei Alleno, Pacaud, Passard, Le Squer oder Moret essen gehe, dann lauf ich sicherlich nicht mit Kuehlbox und drei Flaschen durch die Stadt.
Das sind einfach Sachen, die tragen nur zur guten Stimmung bei. In unserem Konkreten Fall (dem Kistler z.B.) ist es wirklich nicht einfach den irgendwo zu kriegen. Vor allem, gibt man natuerlich ein grosses Glas an Sommelier, Chef ab, das die das auch probieren koennen. Keiner kann alles kennen und so koennen beide was neues erfahren.
In einem Londoner Restaurant hatte ich einen Champagner dabei, den es auf quasi keiner Karte gibt, habe dem Sommelier ein Glas gegeben. Darauf kommt dann in's gerede und er hat mir wiederum einen anderen Champagner zu probieren gegeben, denn er gerade entdeckt hat. Um Sie zu beruhigen: Wir haben feinstes MIneralwasser getrunken und einige Flaschen (aus dem Keller des Restaurants) gelehrt. Geschadet hat's keinem und der Abend war super.
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Verfasst am: 15. 06. 09 [12:32]
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fragolini
Dabei seit: 09.12.2006
Beiträge: 212
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Generell kann man sagen, dass die englische Küche sich massiv verbessert hat.
Waren jetzt 2 Wochen dort unterwegs und haben (auch wenn das sicher nicht im Focus stand) mehrfach doch ganz passabel gegessen.
Besonders die Lokale mit Bib haben einen guten Eindruck hinterlassen. Die 2 1*, die wir besucht haben waren auch gut. Eines davon (Neptune) war sogar am oberen Rand angesiedelt, das andere war nach meinen Maßstäben ehr knapp.
Generell auffallend ist das sehr gute Preis-/Leistungsverhältnis dank des jetzigen Umtauschkurses.
Gruß!
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