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Gault&Millau 2025

Pizzeria Alba in Zürich in "Pop des Jahres"

Schweiz, Guide, Gault&Millau

Greta Burzywoda als Jungsommelière des Jahres ausgezeichnet

Pop des Jahres: Pizzeria Alba in Zürich

(25. Juni 2024) - Sauerteig-Pizza, Cocktails & Weine: Das «Alba» ist GaultMillaus «POP des Jahres 2025». Ein moderner Ansatz hat die Jury begeistert. Die Pizzeria hinterfragt althergebrachte Sitten, ohne das traditionelle Handwerk zu vergessen – und macht dabei alles goldrichtig.

GaultMillau POP – so heisst die Lifestyle-Liste des Restaurantführers für Gourmets. Wir überprüfen und aktualisieren sie mehrmals im Jahr. Beizen, Bistros, Brasserien, Bars und Cafés, die zwar
nicht im GaultMillau punkten, aber mit jungen, unkomplizierten Konzepten sowie viel Leidenschaft und hoher Qualität begeistern. Titelsponsor ist American Express. Guido Müller, CEO von Swisscard: «Die Gastroszene in der Schweiz ist geprägt von jungen und ambitionierten Nachwuchstalenten. Wir sind stolz darauf, diesen Talenten im Rahmen unserer Partnerschaft eine Plattform zu bieten». 50 besonders attraktive Adressen stellen wir in unserem POP-Booklet vor.

Zürichs erste Sauerteig-Pizzeria

Die Pizzeria Alba hat Zürich im Sturm erobert: Für ihren Teig verzichtet sie auf Hefe oder herkömmliches Pizzamehl, setzt stattdessen auf Sauerteig und eine eigene Mehlmischung aus sechs verschiedenen Weizensorten. Das aktuelle Teigrezept wird alle drei Wochen gegen ein neues verglichen, der pH-Wert gar dokumentiert, um nichts dem Zufall zu überlassen. Auch für die Pizza-Toppings scheut die «Alba»-Crew weder Kosten noch Mühe: Aus zig degustierten Tomatensorten machte am Schluss eine von Hand gepflückte Siccagno-Variante aus Sizilien das Rennen. Zudem entsteht der «Alba»-Mozzarella in Zusammenarbeit mit einer Zürcher Manufaktur, keine halbe Autostunde vom Lokal an der Bremgartnerstrasse entfernt.

Tradition trifft auf Moderne

Natürlich spielt das traditionelle Handwerk eine wichtige Rolle: Die lange Teigführung macht den Pizzateig aussergewöhnlich leicht, der Sauerteig verleiht ihm das gewisse Extra an Geschmack. Gleichzeitig hat er eine elastische Textur und den luftigen Rand mit Leopardenmuster, das als Qualitätsmerkmal für solche Pizzen gilt. Vier Klassiker stehen immer auf der Karte: Marinara, Margherita, Diavola sowie «Prosciutto e funghi 2.0» mit geräuchertem Schinken und Miso-Champignons. Dazu die wechselnden Specials, die sich mit saisonalen, teils abenteuerlichen Topping-Kombinationen den starren Konventionen Italiens bewusst widersetzen möchten: «Sicilian summer» mit marinierter Aubergine, Knoblauch-Béchamel und Olivenpulver oder «Smoking the garden of Eden» mit geräucherter Schweizer Forelle, frittierter Zucchini, Zitronensauce und Pesto.

Mehr als Pizza

Die Pizzeria in Zürich Wiedikon unterscheidet sich in weiteren Punkten von ihrer Konkurrenz, die den Abend im «Alba» zum vollwertigen Restaurantbesuch machen: simple, raffinierte Vorspeisen und Desserts, die nicht bloss Nebensache sind. Zeitgemässe Cocktails, Mocktails sowie eine Weinkarte, die für jeden Geschmack etwas auf Lager hat. Und die modern-gemütliche Einrichtung samt Sommerterrasse, die ein urbanes Dolcefarniente versprüht. Dahinter steckt ein junges, ambitioniertes Team: Meagan Cederbaum und Simon Bernhard sind die treibenden Kräfte, haben beide die Hotelfachschule Lausanne absolviert. Ihre Pizzaioli arbeiteten in den besten Pizzerien Italiens und Köchin Ira Vateva zuvor im «Barranco».

Das Who’s who der «POP»-Szene

Die bisherigen «POP des Jahres»: Marlene Halter («Metzg», Zürich, 2020). Markus Arnold («Easy Lunch», «Steinhalle», Bern, 2021). Martin Hurschler, Mario Waldispühl, Sylvan Müller und Rahel Heller («Jazzkantine», Luzern, 2022). Armin Azadpour, Claudio Sacchi und Patrick Schindler («Lupo», Zürich, 2023). Christian Gujan und Leo Tobler («Glou Glou», Luzern, 2024).

POP in the City, POP in den Bergen

Die POP-Community von GaultMillau und American Express wächst stetig und umfasst aktuell 262 Adressen. Die Empfehlungen für Foodies kennen keine Grenzen: Auch eine besonders gute Gelateria, eine Pizzeria, ein Foodtruck, ein Sandwich-Take-away und ein Döner schaffen es auf die Liste. Unsere Scouts sind vor allem in den Städten Zürich, Basel, Bern, Lausanne, Genf, Neuenburg und Freiburg unterwegs. Zusätzlich listen wir aber auch die dynamischsten Wintersportstationen:
St. Moritz, Gstaad und Zermatt. In Zürich, Bern und Basel unterstützen erstklassige und erfolgreiche Blogger den GaultMillau bei der «Fahndung». Die komplette Liste gibt es auf www.gaultmillau.ch/pop

GaultMillaus «Rookies 2025»: Vier junge Schweizer Winzer begeisterten die Jury

(25. Juni 2024) - Die GaultMillau-Weinjury fahndet jedes Jahr nach den 150 besten Winzern der Schweiz. Und nach den grössten Talenten. Pierre-Élie Carron, Fabio Schmid, Silas Weiss und das Duo Kevin Studer /Denis Koch sind die «Rookies 2025»..

Die Schweizer Weinszene hat grosse Jahre hinter sich: Die Qualität ist gestiegen. Und die Anerkennung auch. Kaum ein ambitioniertes Restaurant, das nicht auch ausgewählte Schweizer Weine auf seiner Karte listet. Die Zukunft scheint gesichert: Junge Winzer engagieren sich mit grosser Leidenschaft in Keller und Weinberg. Vier von ihnen zeichnet die GaultMillau-Jury nach harter Blinddegustation als «Rookie des Jahres» aus: Pierre-Élie Carron aus Fully / St-Pierre-de-Clages VS, Fabio Schmid, Basadingen TG, Silas Weiss, Riehen BS, und Kevin Studer / Denis Koch, Kastanienbaum LU.

Die vier «Rookies» und die «Jungsommelière» im Kurzporträt

Cave Pierre-Élie Carron, Pierre-Élie Carron  Fully VS: Der 32-jährige Pierre-Élie Carron ist mit den elterlichen Reben aufgewachsen. Während Vater und Grossvater die Trauben jeweils verkauften, beschloss Pierre-Élie Carron 2016, eine eigene Weinlinie aufzubauen. Das Rüstzeug dazu holte er sich nach der Winzerlehre und einem Önologiestudium mit Stages bei Christian Hermann in Fläsch GR und in Südafrika. Heute bearbeitet er insgesamt acht Hektaren Reben, vorwiegend bei seinem Wohnort Fully; der Keller befindet sich (noch) in St-Pierre-de-Clages. Die terrassierten Hänge werden von Hand bearbeitet, zum grossen Teil nach Bio-Richtlinien, aber ohne Zertifikat. Sein Ziel ist, das ganze Rebgut bis in fünf Jahren Bio-zertifizieren zu können. Wie so oft im Wallis produziert Pierre-Élie Carron (Nickname Pec) mit 19 verschiedenen Weinen eine sehr grosse Palette, die von einem Schaumwein über Fendant, Viognier, Cornalin bis Syrah reicht. «Ich möchte möglichst alle Parzellen separat vinifizieren», sagt GaultMillaus «Rookie des Jahres».
www.pec-vins.ch

Weingut Schmid, Fabio Schmid, Schlattingen TG: Im kleinen Weindorf Basadingen zwischen Schaffhausen und Stein am Rhein leitet der 27-jährige Fabio Schmid seit drei Jahren in der dritten Generation das elterliche Weingut. «Im schönsten Teil des Kantons Thurgau» pflegt er auf 5,5 Hektaren seine Reben. Seine Überzeugung, Altbewährtes mit Neuem zu vereinen und aus jedem Teil das Beste herauszuholen, zeigt sich auch in der Wahl der angebauten Trauben: Traditionelles wie Chardonnay, Sauvignon, Pinot noir und Syrah wird ergänzt mit den widerstandsfähigen Neuzüchtungen Sauvignac, Muscaris oder Maréchal Foch. Mit manuellem Rütteln und viel Handarbeit stellt er seinen Schaumwein her, der Pinot noir und der Müller Thurgau aus dem Granit-Ei sind solide und gut vinifiziert. Der innovative junge «Rookie des Jahres» sammelte nach seinem Önologiestudium im deutschen Geisenheim praktische Erfahrungen in Oregon/USA, in Südtirol und in Südafrika. Er bildete sich auch bei Gialdi im Tessin und auf dem Bioweingut Lenz im Thurgau weiter. 
www.weingut-schmid.ch

Weingut Riehen, Silas Weiss, Riehen BS: Seit 2019 zeichnet der junge Betriebsleiter Silas Weiss verantwortlich für das Weingut Riehen auf städtischem Boden. Gegründet wurde es 2014 von Jost & Ziereisen, heute gehört es den Familien Ullrich und Ziereisen; Rookie Silas ist Mitbesitzer. Die Weine gruppieren sich in drei Linien: «Le Petit» mit Sauvignon, Pinot blanc und Pinot noir, «Le Grand» mit je einem hervorragenden Chardonnay und Pinot noir mit enormem Reifepotenzial. Dazu kommt Le Voisin Blaufränkisch. Für 2025 ist ein Schaumwein geplant.
www.weingutriehen.ch

Weingut Kastanienbaum, Kevin Studer, Denis Koch, Kastanienbaum LU: Kellermeister Kevin Studer und Rebmeister Denis Koch führen als junge Fachleute das eingesessene Luzerner Weingut Kastanienbaum in die Zukunft. Gemeinsam haben sie den Betrieb im Jahr 2022 übernommen. Auf 6,5 Hektaren bauen sie acht Traubensorten an und produzieren daraus frische, gradlinige und vielschichtige Weine. Im Keller wählen sie von Ton-Amphore über Beton-Ei bis Holz und Edelstahl die jeweils idealsten Bedingungen zur Reifung. Besonders gelungen: Sauvignon blanc Rosenau und Pinot noir Spissen.
www.weinbauottiger.ch

Jungsommelière des Jahres: Greta Burzywoda: Talente scouten gehört zur DNA des GaultMillaus. Gilt nicht nur für Köche und Winzer, gilt auch für besonders begabte Sommeliers. Die «Jungsommelière des Jahres» haben die Tester im 17-Punkte-Restaurant Magdalena in Rickenbach SZ entdeckt. Greta Burzywoda hat dort den Kellerschlüssel und begeistert die Gäste mit ihrer Arbeit: viel Fachwissen, auf angenehm entspannte Art eingesetzt. Bei der Weinbegleitung zu Dominik Hartmanns vegetarischer Küche präsentiert Greta zu jedem Gang zwei verschiedene Weine; der Gast hat Mitspracherecht. Die junge Sommelière hat einen Bachelor in Tourism and Hospitality Management und hat bereits bei berühmten deutschen Sterneköchen gearbeitet. Ihr Credo: «Ich will Wow-Momente kreieren!»
www.restaurant-magdalena.ch


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Seit 2021 ist Johannes Steingrüber zurück im Hotel Görtler, im Familienbetrieb seiner Eltern. Nach seiner Ausbildung zum Koch arbeitete er unter anderem bei namhaften Köchen wie Sarah Henke, Andre Münch und Anton Schmaus. (ADVERTORIAL)

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Frantzén bleibt die Nummer 1 in Schweden

Aira bestätigt den zweiten Platz

Magdalena

Rickenbachstr. 127
6432 Schwyz

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Greta Burzywoda

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Was?
Sommelière

Wo?
Magdalena in Schwyz

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