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Wettbewerb

Julia Orschiedt ist Patissière des Jahres


Sachsen-Anhalt, Wettbewerb

Souschefin des Pietsch in Wernigerode gewinnt vor Larissa Wehrli und Thomas Le Sueur

Show larger version for: Das Dessert-Menü der Gewinnerin Julia Orschiedt | Foto: Melanie Bauer Photodesign
Das Dessert-Menü der Gewinnerin Julia Orschiedt | Foto: Melanie Bauer Photodesign

ESSEN. In der Grand Hall Zollverein in Essen fand am 17. November 2025 das große Doppelfinale zur 10. Auflage des Live-Wettbewerbs „Koch des Jahres" statt. Die 10. Auflage war ein einmaliger, historischer Moment: Erstmals in der Geschichte kämpften die Finalisten von Patissier des Jahres und Koch des Jahres gleichzeitig Seite an Seite um die Krone der Kulinarik. Sieben aufstrebende Patissiers traten vor über 1200 Fachbesuchern und Pressevertretern an, um mit ihren kreativen Dessertkreationen die Jury von sich zu überzeugen. Den renommierten Titel Patissier des Jahres 2025 sicherte sich Julia Orschiedt, Souschefin des Restaurants Pietsch** in Wernigerode. Ihr folgten Larissa Wehrli und Thomas Le Sueur auf den Plätzen zwei und drei.

Der renommierte Live-Wettbewerb „Patissier des Jahres“ ging 2025 in seine sechste und prestigeträchtigste Auflage und gilt als wichtigste Bühne für kreative Dessertkunst im deutschsprachigen Raum. Der Wettbewerb hat in der Vergangenheit zahlreiche Talente hervorgebracht – zuletzt begeisterte Sophie Mussotter, die sich 2023 mit außergewöhnlicher Kreativität, Eleganz und technischem Feingefühl den Titel „Patissier des Jahres“ sicherte.

Dieses Jahr brachten sich sieben herausragende Patissiers aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in Stellung, die sich in einem digitalen Vorentscheid gegen über 200 Mitbewerber durchsetzen mussten. Im Finale standen die Finalisten vor einer spannungsgeladenen und anspruchsvollen Herausforderung: Sie hatten genau fünf Stunden Zeit, um drei unterschiedliche Desserts vorzubereiten. Die eigentliche Nervenprobe folgte im Anschluss: In der anschließenden Servicezeit von nur 20 Minuten mussten die finalen Teller angerichtet und der Jury präsentiert werden – ein Showdown, der neben Kreativität höchste Präzision und Nervenstärke erforderte.

 Das waren die drei Desserts, die Julia mit ihrem Assistenten Luis Hendricks, Küchenchef im Restaurant Pietsch** in Wernigerode, kreierte:

  • Freestyle-Dessert: Topinambur | Banane | Pak Choi | Pandan | Passionsfrucht
  • Dessert in 5 Konsistenzen: Haselnuss | Kokos | Kirsche | Miso | Sake | Shiso
  • Praline: Schwarzer Knoblauch | Sesam | Himbeere

 Die hochkarätige Jury bewertete die Arbeiten nach den strengen Kriterien Kreativität, Technik, Textur, Präsentation und Geschmack.

Weltmeister und Sterne-Elite

Die anspruchsvollen Kreationen wurden von einer hochkarätigen Jury aus Patissiers, Weltmeistern und Sterneköchen bewertet. Zum Gremium zählten die Patissier des Jahres Gewinner Sebastian Kraus (2019) und die amtierende Titelträgerin Sophie Mussotter (2023), der Konditor-Weltmeister Bernd Seifert sowie Stefan Leitner vom Restaurant Bareiss*** in Baiersbronn. Komplettiert wurde die Jury durch Larissa Metz (Restaurant Vendôme**), Gabi Taubenheim (Chang Restaurant), Heike Thalhofer (Storchen, Zürich) und Felix Vogel (Konditorei Vogel). Als technische Juroren fungierten Christopher Knippschild (The Dining Room*) und Christian Sturm-Willms (Yunico*).  „Julias Dessertkreation war handwerklich einfach wahnsinnig präzise, geschmacklich unglaublich vielschichtig, und ihre Produktauswahl war sehr interessant. Tatsächlich waren wir uns als ganze Jury einig, dass dies keiner von uns hätte besser machen können", kommentierte Sophie Mussotter, die Patissière des Jahres aus dem Jahr 2023, die dieses Jahr als Jurymitglied wieder mit dabei war.

 Auf Platz zwei folgte Larissa Wehrli, Chef-Patissière des LEV. Atelier by larissawehrli in Igis (Schweiz), und auf Platz drei schaffte es Thomas Le Sueur, Chef-Patissier des Restaurants Facil** in Berlin.

Die Kreationen der zweiten und dritten Plätze:

 2. Platz: Larissa Wehrli & Carolie Stettler

  • Freestyle-Dessert: Japan | Matcha | Sobacha | Shioyuzu | Mikan | Sudachi | Umeboshi
  • Dessert in 5 Konsistenzen: Peru | Maíz Morado | Quinoa | Guave | Lulo | Guanábana | Physalis peruviana
  • Praline: Türkei | Künefe | Wabenhonig | Pistazien | Pul Biber | Granatapfel

3. Platz: Thomas Le Sueur & Antonio Amer Baque

  • Freestyle-Dessert: Waldspaziergang | Artischocke | Madagaskar-Schokolade 72% Sambirano | Cranberry | Estragon
  • Dessert in 5 Konsistenzen: Zurück zum Bienenstock | Kaki | Honig | Zitrone | Ziegenkäse
  • Praline: Im Dienste der Königin | Gelee Royal | Basilikum | Limette | Blütenpollen

Die weiteren Finalist:innen des Patissier des Jahres 2025 waren:

  • Alessandro Befumo, Junior Souschef Patisserie, Restaurant Lakeside**, The Fontenay Hotel, Hamburg
  • Tim Langmack, Chef-Pâtissier, Restaurant Jellyfish*, Hamburg
  • Alexander Fink, Patissier, Château de Raymontpierre, Val Terbi (Schweiz)

Neben dem Titel „Patissier des Jahres“ wurden besondere Leistungen und Fähigkeiten der Finalisten durch mehrere Sonderpreise gewürdigt:

Nachhaltigkeitspreis by Walter Rau: Dieser Preis zeichnet die Patissière mit der nachhaltigsten und ressourcenschonendsten Arbeitsweise aus. Der Preis steht für klimafreundliche Patisserie unter Einsatz der veganen Butteralternative Eleplant. Die Gewinnerin erhielt ein exklusives Abendessen für zwei Personen im Restaurant Seven Swans* (Frankfurt) – Deutschlands einzigem rein veganen Sterne-Restaurant unter der Leitung von Ricky Saward.

Sonderpreis by FRXSH: FRXSH, bekannt für die Förderung innovativer Dessertkonzepte, vergab ebenso einen hochwertigen Preis im Wert von über 500 Euro an Julia Orschiedt.

Sonderpreis by Hendi: Die Siegerin des Wettbewerbs durfte sich zudem über einen leistungsstarken Planetenrührer Blackbolt PRO von Hendi freuen.

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