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ECKART 2013 verliehen

Gala für Joël Robuchon, Alex Atala und Kevin Fehling

MÜNCHEN. Die Köche Joël Robuchon, Alex Atala und Kevin Fehling sind im Rahmen einer feierlichen Gala mit dem ECKART 2013 ausgezeichnet worden. Die Schauspielerin Martina Gedeck erhielt den "ECKART für Lebenskultur". Der Preis wird in Partnerschaft mit der BMW Group von der Witzigmann Academy vergeben. Zu den überraschenden und hochkarätigen Gästen der feierlichen Gala-Veranstaltung zählte Jack Lang. Der frühere französische Kultur- und Bildungsminister reiste aus Paris an, um die Laudatio auf seinen berühmten Landsmann und „Koch des Jahrhunderts“, Joël Robuchon, zu halten. Den „ECKART 2013 für Innovation“ erhielt Kevin Fehlin, weil bei ihm Innovation in der Küche und auf dem Teller stattfindet, also dort, "wo es darauf ankommt“. Darüber hinaus urteilt die Witzigmann Academy :„Man muss ihm zuhören, wie er über die Komposition und monatelange Entwicklung eines Gangs wie „Auster und Aal-Unagi“ spricht. Ideen, so scheint es, fliegen ihm nur so zu, und bald darauf existieren auch die eindrucksvollsten Arbeiten nur noch in der Erinnerung derer, die sie erleben durften“. Kevin Fehling sieht seine Kreationen als vergängliche Kunstwerke und möchte seinen Gästen bisher nicht gekannte Geschmackserlebnisse bereiten. „Was wir machen, ist eben keine Kunst, die für zweihundert Jahre an den Wänden hängen kann, sondern es ist ein vergängliches Kunstwerk“, sagt Kevin Fehling. „Es ist mir eine große Ehre und Freude, dass mir der"ECKART 2013 für Innovation“ verliehen wird“,so Fehling zu der jüngsten und für ihn mitunter bedeutendsten Auszeichnung. Vor der Gala standen die Preisträger den Medienvertretern Rede und Antwort: Interview mit Alex Atala,  Gewinner des ECKART 2013 für kreative Verantwortung und GenussHerr Atala, der neu geschaffene ECKART für kreative Verantwortung ist von der BMW Group mit einem Förderpreis von 10.000 Euro dotiert worden. Haben Sie schon Pläne für die Verwendung des Geldes?Alex Atala: Wir möchten mit diesem Betrag etwas bewirken, deshalb unterstützen wir eine im April 2013 in Brasilien gegründete Non-Profit-Initiative mit dem Namen Associação Instituto Atá. Dieses von mir mitgegründete Institut, das bislang vom ehrenamtlichen Engagement seiner Gründer und Unterstützer getragen wird, hat eine einfach klingende, aber sehr anspruchsvolle Aufgabe: Die Beziehung zwischen Mensch und Lebensmitteln zu untersuchen.
Was bedeutet das konkret?Atala: Das Gründungsmanifest erklärt, dass wir mehr wissen müssen über die gesamte Schöpfungskette von der Natur, der Produktion und Verteilung von Nahrungsmitteln, bis zum Kochen und Essen. Es geht um die Stärkung der regionalen Vielfalt, biologisch, landwirtschaftlich und sozial, um gutes Essen für alle Menschen zu bekommen, das auch gut für die Umwelt ist. Das Atá-Institut soll Alternativen zu den herrschenden Ernährungsmodellen erkunden, die nicht auf Schuldgefühlen beruhen, sondern die Lust machen auf eine andere Ernährung.
Regionale Produkte sind ja auch ein Merkmal Ihrer berühmten Küche im Restaurant D.O.M. in Sao Paulo . . . Atala: Ja, die erstaunliche und zu wenig genutzte Vielfalt der brasilianischen Natur ist eine reiche Grundlage für meine Ideen und die des Atá-Instituts, sie kann aber auch ein Vorbild für die ganze Welt geben. Ein Beispiel: Atá arbeitet an der Klassifizierung und Möglichkeiten der Vermarktung für Honig von mehr als 200 einheimischen Bienenarten. Bisher stammt fast der gesamte Honig, der in der Welt verbraucht wird, nur von einer einzigen Art. Atá wird sich mit allen Aspekten von Essen und Gesellschaft befassen, wie Gesundheit, Ernährung, Transparenz, Gastronomie, Ausbildung, Verschwendung von Lebensmitteln. Wichtig ist uns, Ernährung nicht nur einfach als Versorgungskette zu sehen. Wir verstehen uns als Stakeholder, als Beteiligte in einem werteorientierten Prozess.
Welche Aufgaben stehen für Atá aktuell auf der Agenda?Atala: Im Moment ist die Herausforderung, den Beitrag unseres großen Netzwerks von Experten und Unterstützern in konkrete Projekte fließen zu lassen. Dafür muss ein kleiner administrativer Kern geschaffen werden, und genau dabei wird der ECKART Förderpreis helfen. Wir sind überzeugt, dass wir die Gäste des ECKART 2014 in einem Jahr schon mit praktischen Ergebnissen unserer Arbeit in diesen Tagen überzeugen können. Interview mit Kevin Fehling, Gewinner des ECKART 2013 für InnovationHerr Fehling, Sie werden für Ihre Innovationskraft gerühmt und ausgezeichnet. Wie schafft man etwas wirklich Neues in der Küche?Kevin Fehling: Unabhängig vom inneren Drang, immer wieder Neues schaffen zu wollen, sollte das Ziel sein, kopiert zu werden. Was verbindet Sie mit Eckart Witzigmann? Was bedeutet die Auszeichnung mit dem ECKART für Sie?Fehling: Die Verbindung ist im Grunde etwas sehr Interessantes, denn mit ihm hat alles in Deutschland angefangen und ich bin der Erste aus einer neuen Generation von Dreisterne-Köchen in Deutschland. Zudem weiß ich heute, nachdem ich ihn vor einiger Zeit kennenlernen durfte, warum Eckart Witzigmann „der Chef“ genannt wird. Für mich hat diese Auszeichnung nach meinen drei Sternen das größte Gewicht, und es ehrt mich ungemein, den Eckart Witzigmann Preis entgegennehmen zu dürfen.Bitte vervollständigen Sie diese Sätze:Sterne bedeuten für mich . . .                                   . . . beruflich gesehen fast alles, sie sind der Antrieb, weiter nach Perfektion zu greifen. Meine Mitarbeiter sind für mich . . .                          . . . unerlässlich, denn ohne die Aufopferung und Leidenschaft dieser Menschen könnte ich auf diesem Niveau nicht kochen. Köche haben Verantwortung, weil . . .                      . . . sie Meinungsgeber in den Medien sind und somit zur Nachhaltigkeit einen großen Beitrag leisten können, wie etwa durch den Verzicht auf Fleisch von vom Aussterben bedrohten Tieren. An der Küche von heute mag ich . . .                        . . . dass es scheinbar keine technischen Grenzen mehr gibt, aus dem besten Produkt den besten Geschmack und die kreativste Kreation herauszuholen. Wenn ich eine Frau verführen will, koche ich . . .     . . . als Amuse Bouche gäbe es eine Flasche Champagner, in der Vorspeise etwas mit rohem Fisch und im Hauptgang eine von Aromen strotzende Pasta – da wären die Italiener schon mein Vorbild. Quelle: BMW Group

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