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Restaurant Rincklake´s gibt Sterne-Ambitionen auf

Umbau zum Event-Haus

Patrick Speck
MARIENFELD. Das Hotel-Residence Klosterpforte gibt seine Sterne-Ambitionen mit dem Restaurant Rincklake´s auf. Küchenchef Patrick Speck hatte in den vergangenen beiden Jahren dort einen Stern erkocht, bis zum vergangenen Dezember wirkte zudem Henri Bach als Küchendirektor im Haus. Es rechne sich einfach wirtschaftlich nicht, teilte Inhaber Reinhold Frie mit. Daher verzichtet er freiwillig auf die Auszeichnungen. „Das System ist zu abgehoben und nur wenig rentabel“, sagt Frie. Weiter heißt es in seiner Mitteilung, das Rincklake´s sei nicht das erste und werde wohl auch nicht das letzte Restaurant in Deutschland, das sich aus der Sternegastronomie verabschiede. „Wir haben keine Lust mehr darauf, dass unsere Küche vor allem nur einer kleinen Gruppe zu gefallen hat, nämlich den Testern der Gourmet-Führer“, erklärt Reinhold Frie. Der 53-jährige Hotelier bemängelt besonders die Auslastung seines 65 Plätze großen Gourmet-Tempels: „Wir hatten tolle Gäste und mit Patrick Speck einen Sterne-Koch der Spitzenklasse. Doch das allein reicht eben nicht mehr aus, um Geld zu verdienen. Innerhalb der Woche hat unser Haupthaus täglich mehr als 250 Essen herausgegeben, im Rincklake’s manchmal nur zwei, und das an drei Tagen. Das ist einfach nicht zufrieden stellend.“ Seit dem über dem Rincklake´s ein Stern steht, habe sich einiges in diesem Restaurant verändert. Frie: „Statt des Steinbutts aus der Zucht kam fortan nun der Wildfang auf den Tisch.“ Der Aufwand sei enorm. Das ganze „Drumherum“, wie es Reinhold Frie nennt, macht es teuer. „All die kleinen Häppchen, die gar nicht auf der Karte stehen, zur Begrüßung und zwischen den Gängen, die Pralinen am Ende, das besonders hochwertige Geschirr oder Silberbesteck.“ Gerade im Service brauchten Spitzenrestaurants viel Personal, die Kosten zehrten 50 bis 60 Prozent des Umsatzes auf. „Der Markt verlangt nicht mehr danach. Da fragt man sich dann eines Tages, ob es das alles wert ist?“ Dieser Schritt, sich mit allen daraus folgenden Konsequenzen aus der Sterne-Küche zurück zu ziehen, falle ihm schwer. „Wir haben das zwei Jahre lang ausprobiert, doch als vernünftig denkender Kaufmann muss ich so handeln. Nachdem ich Anfang des Jahres diese Entscheidung getroffen habe, fühle ich mich direkt erleichtert, denn mit dem Verschwinden des Sterne-Anspruchs fällt auch gleichzeitig ein großer Druck.“ Ohne Stern koche es sich eben leichter. Das Rincklake´s wird nun zu einem Event-Haus, in dem Festlichkeiten und Küchenpartys stattfinden sollen. „Die Nachfrage ist riesig“, meint Frie. Das dortige Standesamtzimmer bleibt bestehen. Außerdem gibt es bald in der Hotel-Residence Klosterpforte eine Erweiterung der Zentralküche mit fünf Kühlhäusern, einer neuen Wäscherei und einer Erweiterung des Terrassengeschäfts. „Wir konzentrieren uns auf eine ehrliche Küche", so Frie weiter.

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