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"Pro meritis scientiae et litterarum" an Eckart Witzigmann verliehen

Bayerischer Wissenschafts- und Kunstminister Spaenle: „Kreativität des Künstlers und Wissensdrang des Forschers in einer Persönlichkeit vereint“

MÜNCHEN. Der Bayerischer Wissenschafts- und Kunstminister Ludwig Spaenle (CSU) hat heute Eckart Witzigmann die Auszeichnung „Pro meritis scientiae et litterarum“ in München verliehen. Der Minister betonte in seiner Laudatio: „Ein wirklich großer Koch braucht die Kreativität und Fantasie eines Künstlers. Darüber hinaus erfordert große Küche auch die Neugier und den Wissensdrang eines Forschers. All dies besitzt Eckart Witzigmann in hohem Maße. Ich freue mich daher sehr, mit Ihnen eine Persönlichkeit auszeichnen zu dürfen, die Kunst und Wissenschaft in sich vereint.“ Spaenle ergänzte: „Sie haben die Kochkunst nach Deutschland und speziell nach Bayern gebracht.“ Eckart Witzigmann, gebürtiger Österreicher, erlernte das Kochen u. a. bei renommierten französischen Köchen wie Paul Bocuse, den Brüdern Troisgros und Paul Haeberlin. Er erweiterte seinen Erfahrungsschatz in internationalen Küchen, beispielsweise in Stockholm, London, Brüssel und Washington. Seit 1971 bereicherte er als Küchenchef des Tantris in München die deutsche Gastronomieszene. 1978 eröffnete er das Restaurant Aubergine. „Schon ein Jahr nach der Eröffnung erhielten Sie als einer der ersten deutschen Köche drei Michelin-Sterne für Ihr Restaurant“, hob Minister Spaenle in seiner Würdigung hervor. „Bis zur Schließung des Restaurants 1993 wurden Sie jedes Jahr wieder mit den Michelin-Sternen ausgezeichnet“, ergänzte der Minister. „Auch der Titel ‚Koch des Jahrhunderts‘ wurde Ihnen als erster deutscher Koch vom französischen Restaurantführer Gault&Millau verliehen.“ Darüber hinaus habe sich Witzigmann Verdienste durch sein Engagement für Nachwuchsköche erworben: „Mit großem Erfolg haben Sie Ihr Wissen an zahlreiche junge Köche weitergegeben. Aus Ihren Schülern sind oftmals selbst Sterne-Köche geworden.“ Zudem zähle Witzigmann zu den erfolgreichsten Kochbuchautoren der vergangenen dreißig Jahre. Seit 2007 ist der Sterne-Koch Professor und Ehrendoktor der schwedischen Universität Örebro. Der Staatsminister für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst verleiht für besondere Verdienste um Wissenschaft und Kunst seit dem Jahr 2000 die Auszeichnung "Pro meritis scientiae et litterarum". Zielrichtung dieser Ehrung ist es, neben der Würdigung verdienter Persönlichkeiten Kultur als Einheit von Wissenschaft und Kunst zu verstehen. Für ihre Verdienste um Wissenschaft und Kunst in Bayern können mit der Auszeichnung neben Wissenschaftlern und Künstlern auch Sponsoren, Wissenschafts- und Kunstmanager sowie sonstige verdiente Persönlichkeiten geehrt werden. Die selten verliehene Auszeichnung präsentiert sich seit 2008 in einer neuen Form: Der bayerische Künstler Joseph Michael Neustifter hat die in der Auszeichnung zum Ausdruck kommende Verbindung von Kunst und Wissenschaft künstlerisch umgesetzt und beide auf einer Bronzeplatte vereint.

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