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Neueröffnung

Berlin bekommt einen Weinlobbyisten

Berlin

Sommelier Serhat Aktas eröffnet Der Weinlobbyist – Bistro&Weinbar

Serhat AktasSerhat Aktas
Serhat Aktas

BERLIN. Lange hat der Berliner Sommelier Serhat Aktas nach einer geeigneten Location für seine erste Selbstständigkeit gesucht. Zwei Jahre, um genau zu sein. „Im ersten Jahr war ich eher semi-aktiv, mit einem geschlossenen Auge habe ich den Berliner Immobilienmarkt abgecheckt und kennengelernt. Aber die letzten 12 Monate habe ich sehr intensiv und entschlossen nach einer geeigneten Örtlichkeit gesucht“ sagt Aktas. Nun hat er seine kleine Oase gefunden. Im Berliner Stadtteil Schöneberg wurde er fündig und eröffnete vor kurzem seine erste Bistro&Weinbar, „der Weinlobbyist“. Aktas ist ein IHK-geprüfter Sommelier und studiert aktuell den Weinakademiker als Fernstudium in Geisenheim. Zu seinen vergangenen Adressen gehören unter anderem das Restaurant Savu, Hotel Zoo Berlin und Theodor Tucher am Brandenburger Tor. Außerdem organisiert Aktas zwei Mal im Jahr den Berliner Weinwettbewerb LagenCup mit ausschließlich Lagenweinen.

Der Gastraum des Bistros bietet Sitzplätze für bis zu 40 Personen. Für die warmen Sommertage finden sich, in dem sehr idyllischen Hofgarten, 35 Sitzplätze. Für Veranstaltungen und Events ist der separate „Salon“ für bis zu 30 Personen, vorgesehen. Dort sollen in der Zukunft viele Weinveranstaltungen stattfinden. Anfangs wollte er sein Lokal „der Weinbotschafter“ nennen. Das Wort Botschafter war ihm aber zu geläufig. Durch etwas Überlegen und Rumspinnen kam er von Botschafter auf Interessenvertreter und dann auf den Lobbyisten. Mit etwas Humor und Eigeninterpretation dachte er: „der Sommelier ist doch der Interessenvertreter der Winzer gegenüber dem Gast“ und als er dann anschließend bemerkte, dass sich sogar im Umkreis von 100m von seiner Weinbar die Bürgerbüros der vier großen Parteien CDU, SPD, Linke und den Grünen befinden, hat er sich endgültig für „Weinlobbyist“ entschieden. „Ein wenig Humor muss eben sein“ sagt Aktas.

Das Speisenkonzept basiert sich auf Häppchen „Tapas“. Neben, für eine Weinbar klassische Speisen wie Käse und Schinken, werden selbst zubereitete Speisen wie Flammkuchen, Rindertatar, Tomaten-Brot-Salat, Garnelen und Lachs, sowie weitere Speisen angeboten. Gewünscht ist, dass die Speisen wie beim Spanier in die Mitte bestellt und geteilt werden. Die Weinkarte konzentriert sich komplett auf Deutschland und Österreich. „Ich bin selber ein großer Fan und überzeugter Trinker der deutsch-österreichischen Weine und Schaumweine, daher verkaufe ich auch diese Produkte selber mit Herz und Blut in meiner eigenen Weinbar“, so der Aktas. Besonders viel Wert wird auf die gereiften Tröpfchen gelegt. „Die meisten Winzer haben natürlich kaum von ihren gereiften Sachen im Keller, geschweige denn im Verkauf. Da nutze ich meine guten und persönlichen Verhältnisse mit den Winzern direkt und bitte sie mir ein paar ihrer gereiften Weine aus der Schatzkammer abzugeben. Bis jetzt funktioniert das ganz gut“. Aktuell findet man gereifte Weine bis zurück ins Jahr 1994.  Auch wenn die Sektkarte noch recht klein ist, will Aktas eine angenehm große Winzersekt-Karte aufbauen.

Aktas übernahm sein Lokal Anfang Februar. Zu der Zeit war in Deutschland noch keine Rede von Corona. Mit viel Energie und Leidenschaft machte er sich an die Arbeit, um bis Ende März fertig zu werden. Relativ schnell funkte Corona dazwischen und dann ging alles schief, was schief gehen konnte. „Anfangs war das natürlich sehr frustrierend, gleich zu Beginn mit so einem großen Problem konfrontiert zu werden. Selbst die Ämter haben nicht mehr gearbeitet, wodurch es sehr lange gedauert hat, alle Genehmigungen zu holen! Es war auch erstmal gar nicht abschätzbar, wann der Lockdown beendet wird! Aber Aufgeben kam für mich nicht in Frage!“ sagt Aktas. Mit etwas Verspätung hat er, Coronabedingt mit einer etwas längeren Eröffnungsphase, vor einigen Wochen seine Bistro&Weinbar eröffnet. „Bevor ich die Türen aufmachte, habe ich ein paar Winzer meines Vertrauens angerufen, ca. 15 Weine bestellt, dazu etwas Käse, Schinken und Oliven gekauft und mein Geschäft so gestartet.“ Starten wollte Aktas gleich mit einer großen Weinkarte mit 300 Positionen. „Heute, zur Coronazeit, wäre das ein reiner Selbstmord. Daher habe ich mich entschieden, abzuwägen und alles Stück für Stück aufzubauen.“ Heute findet man 100 Positionen auf seiner Weinkarte. Auf die 300 Weinpositionen will Aktas aber in jedem Fall seine Weinkarte erhöhen.

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