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Der Gastrosoph

Amber, Hongkong

Liebe Leserinnen und Leser,

Warum eigentlich Bewertungen von traditionellen Restaurantführern? Immer mal wieder werde ich gefragt, warum wir uns eigentlich auf die Bewertungen von beruflichen Restaurantkritikern verlassen, es gibt doch mitlerweile Bewertungsportale. Die Antwort ist eigentlich ganz einfach. Weil Restaurantkritiker dieses sehr subjektive Thema "Essen" noch am objektivsten beurteilen können. Ein Kritiker der jeden Tag die wichtigsten und besten Restaurants besucht, kann wesentlich besser Vergleiche anstellen und Messlatten setzen als z.B. ein Hobby-Kritiker, der seinen Lieblingsitaliener hochlobt.

Ich bin überzeugt davon, dass nur professionelle Kritiker auch wirklich ernst genommen werden und deshalb deren Bewertungen von Köchen und Gourmets jedes Jahr mit Spannung erwartet werden. Vorallem der Guide Michelin genießt hohes Ansehen. Frankreich 2020 ist ausgeliefert, der Guide für die Schweiz ist veröffentlicht und der Michelin 2020 für Deutschland erscheint Anfang März. Für die Ranglisten bedeutet dies den Startschuss, die Bewertungen zu aktualiseren und die Positionen neu zu berechnen. Die Ranglisten für Frankreich 2020 sind mit den neuesten Bewertungen bereits online. Die Schweizer Rangliste wird gerade überarbeitet und Mitte März ist dann auch die Rangliste für Deutschland auf dem neuesten Stand.
Noch ein Hinweis zu unserem Gourmet-Club. Sie finden das Club-Programm 2020 unter: www.restaurant-ranglisten.de/gourmet-club/der-gourmet-club oder als PDF zum Ausdrucken.

Viel Spaß und vielen Dank für Ihr konstruktives Feedback.

Mit kulinarischen Grüßen

Ihr Hannes Buchner

Herausgeber

Gourmet News

Sommer-Update: Berliner Rutz klettert weiter nach oben

Wolfsburger Aqua bleibt die Nummer 1 - Duisburger Küppersmühle ist der Aufsteiger der vergangenen Monate

Veröffentlicht am: 09.08.2020


ECKART 2020 wird in Südtirol verliehen

Der Internationale Eckart-Witzigmann-Preis setzt auf Präsenzevent

Veröffentlicht am: 09.08.2020


Das Harbour Restaurant & Bar am Schwielowsee wird wiedereröffnet

Nahöstliches Flair am Schwielowsee: Hinter dem Herd steht Celebrity Chef Ronen Dovrat Bloch

Veröffentlicht am: 08.08.2020


Berliner Chefdays werden digital

Präsenz-Event ist abgesagt

Veröffentlicht am: 08.08.2020


Bayerischer Hof: Garden Restaurant öffnet wieder

Veröffentlicht am: 07.08.2020


Die meistgeklickten News der vergangenen Wochen

Der Guide Michelin wird grün

Neuer Küchenchef im Lakeside

Marc Veyrat verliert gegen Michelin

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Die aktuelle Folge:

Folge 29: Interview mit Drei-Sterne-Koch Andreas Caminada, Schauenstein

Andreas Caminada hat das Schloss Schauenstein zu einer der attraktivsten Gourmet-Adressen der Welt gemacht. Inzwischen ist er eine Marke zu der mit der Casa Caminada und dem IGNIV weitere Restaurantkonzepte gehören. Wir haben ihn im Schloss Schauenstein getroffen.

Veröffentlicht am: 30.07.2020


Folge 28: Interview mit Sterneköchin Sarah Henke vom Restaurant Yoso

Ein kurzes Interview mit Sarah Henke über ihr Kochbuch "Korea - Sarah Henke. Korea: Meine kulinarische Reise ins Land der vielen Wunder"

Veröffentlicht am: 16.07.2020


Folge 27: Interview mit Ilona Scholl, Kellnerin und Selbstentlastungsassistentin

Sie ist Kellnerin und nennt sich Selbstentlastungsassistentin: Ilona Scholl vom Tulus Lotrek spricht in dieser Folge über Service mit Maske und verrärt, wie es mit der Aktion "Kochen für Helden" weitergeht.

Veröffentlicht am: 02.07.2020


Bisherige Folgen

Interviews mit Christian Bau, Stefan Beiter, Thomas Bühner, Benjamin Cordes (Kaisergranat.com), Alexander Dressel, Ivo Ebert, Sven ElverfeldStefan Fäth, Sebastian Frank, Hans Haas, Jan Hartwig, Sarah HenkeAlexander Huber, Thomas Kellermann, Julia Komp, Marco Müller, Maurizio Oster, Benjamin Peifer, Silvio Pfeufer, Boris Rommel, Christoph Rüffer, Ilona Scholl, Sascha Stemberg, Melanie Stumpf-Kröger, Andreas WidmannJoachim Wissler.

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Der Gourmet-Club

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Ob im Drei-Sterne-Restaurant, bei arrivierten Meistern oder bei jungen, talentierten Köchen - als Mitglied unseres Gourmet-Clubs haben Sie regelmäßig die Möglichkeit, besondere Menüs zu attraktiven Konditionen zu genießen. Bei unseren "Menüs des Monats" können Sie an dem "Club-Abend" mit uns speisen und so nicht nur spannende Restaurants, sondern auch Gleichgesinnte kennen lernen. Sie können diese Menüs aber auch den ganzen Monat über uns - je nach Verfügbarkeit und Angebot des Restaurants - buchen. Außerdem bieten wir Ihnen regelmäßig die Gelegenheit zur Teilnahme an unseren Gourmetouren, die Sie zu kulinarisch besonders reizvollen Zielen ins Ausland führen. 

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Das Club-Proramm 2020

August 2020: Ox & Klee ** in Köln

15. August 2020:OX & KLEE**, Daniel Gottschlich, Köln (NRW) - Überraschungsmenü für 250 Euro incl. Weinbegleitung - Reservierungen per Mail möglich.

Reise nach Valencia !!!Neuer Termin

Valencia by papagnoc pixabay

Vom 22.09.2020 bis 26.09.2020 sind folgende Restaurant-Besuche geplant: Quique Dacosta***, Denia: El Poblet**, Valencia: Ricard Camarena** - Angebot inclusive Flug, Transfer und Hotels.

Zum Angebot

September 2020: Eisvogel **

September 2020:  Eisvogel**, Hubert Obendorfer, Birkenhof, Neunburg vorm Wald (BY). Club-Treffen am Freitag den 11. September 2020, 19:00 Uhr. Zum Angebot

Oktober 2020: Yoso * und PURS **

Purs & Yoso

Oktober 2020: PURS**, Christian Eckardt, Andernach (RP) Club-Treffen am Wochenende vom 09. - 11. Oktober 2020.  Ebenfalls im Programm das YOSO*, Sarah Henke, in Andernach. Details folgen.

Oktober 2020: Tokio mit Thomas Bühner

2. GourmeTour 2020: Tokio mit Thomas Bühner! Die Reiseplanung wird wegen der Corona-Entwicklung derzeit überarbeitet

November 2020: Lafleur **

Andreas Krolik

November 2020: Lafleur**, Andreas Krolik, Frankfurt/Main, Club-Treffen am Freitag, den 13. November 2020, 19:00 Uhr.

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Aktuelle Restaurant-Kritiken aus unserem Forum

Baden-Württemberg

Restaurant Schwarzwaldstube temporaire, Baiersbronn

"Zusammenfassend gesagt war das aber eine absolute Top Leistung der Küche - und eine sensationelle Leistung des Serviceteams. Ich stellte es mit sehr schwierig vor wie die Kommunikation ohne erkennen der Mimik des Gegenübers so laufen würde,. Hier wurden wir total überzeugt. Alle die unterwegs waren versprühten eine Freude und ein Gefühl der Unbeschwertheit das den Abend zu einem der schönsten im den letzten Monaten machte." (Juli 2020)

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Restaurant Moriki, Baden Baden

"Ich mag die unverkrampfte und zugängliche Gastronomie von The Duc Ngo und vermisse sie, seit ich Berlin verlassen habe. Zum Glück gab es jetzt in Baden-Baden (wer hätte es gedacht) die Möglichkeit sie wieder zu erleben. In Summe bezahle ich vor Trinkgeld genau €100 für dieses Essen, dazu 2 Gläser Riesling und eine Litschi-Limonade." (Mai 2020)

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Gasthaus zum Raben, Horben (Take away-Angebot)

"Das Angebot des "Gasthauses zum Raben" in Horben haben meine Frau und ich bereits ausprobiert. Es war nur wenig an Eigenarbeit zu verrichten, sprich die Kalbsbäckchen und Beilagen musste man wärmen oder das Brioche zur Gänseleber toasten. So saßen wir recht vergnügt zu Hause und haben ein sehr anständiges viergängiges Menü genossen, begleitet von Weinen aus dem eigenen Keller. Auch mal eine Erfahrung."

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Bayern

Restaurant Waidwerk, Nürnberg

"Ein gelungener Abend mit einen hervorragenden Menü und exzellenten Weinen. Es hat Spaß gemacht bei Valentin Rottner zu speisen." (Juli 2020)

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Restaurant Essigbrätlein, Nürnberg

"Regional, saisonal und Nachhaltigkeit, sind die Schlagworte für die Küche von Andree Köthe und Yves Ollech. Sie zeigen, dass Spitzenküche auch ohne Luxusprodukte wie Kaviar oder Hummer serviert werden kann. Die unterschiedlichsten Aromen bei Gemüse, Fleisch und Fisch werden in eindrucksvollster Weise herausgearbeitet. Das Serviceteam um Ivan Jakir arbeitet ruhig und professionell. Die vorgeschlagenen Weine ergänzen eindrucksvoll die Menüfolge." (Juli 2020)

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Restaurant Tantris, München

"Der Lunch im Tantris wahr sehr vergnüglich. Die Küche von Hans Haas zeigt ihre Qualitäten: sie ist präzise gekocht, aber wirkt auf dem Teller und im Mund nicht technisch oder forciert, sondern im positiven Sinne einfach, direkt und unkompliziert. So kann Genuss nur Spaß machen." (Juli 2020)

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Berlin

Restaurant Tulus Lotrek, Berlin

"Die Küche des Tulus Lotrekt kennzeichnet Spaß und Action auf der Zunge: die Kombinationen sind gut und schnell nachvollziehbar und der beherzte Griff ins Gewürzregal gibt ihnen eine kräftige, geschmackvoll Note. Dass hier und da die Feinabstimmung etwas präziser sein könnte, verhindert gegenwärtig vielleicht höhere Noten in den Führern, womit das Tulus Lotrek in diversen Tippspielen anderer Plattformen ja immer wieder in Verbindung gebracht wird, aber es ist aus meiner Sicht fraglich, ob dies überhaupt das Ziel für dieses urgemütlich Restaurant ist bzw. sein sollte. Denn durch die lockere und freudvolle Atmosphäre, die der Service mit Ilona Scholl und ihren Kolleg*innen entfacht, geht es hier aus meiner Sicht um ein entspanntes Gesamterlebnis, dem es sehr zugutekommt, wenn hier und da von Bewertungen in den Guides übertroffen werden. Der Besuch des Restaurants macht einfach Freude und da ist es aus meiner Sicht passend, wenn die Gerichte so lässig (aber eben nicht nachlässig) gekocht sind – auch da möchte ich nicht unbedingt Anstrengung und Überambitioniertes spüren. So kommt man als Gast in eine entspannte Gute-Laune-Stimmung, was will man mehr?" (August 2020)

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Restaurant Rutz

Foto: QWERTZ im Rutz

"Worin besteht der Fortschritt, der dem Rutz den dritten Stern beschert hat? Marco Müller spricht von den leisen Gerichten, von Konzentration auf das Wesentlich, vom Weglassen. Das ist alles zutreffen, ich persönlich würde im Vergleich zu meinem vorherigen Besuch vor gut zwei Jahren sagen: die Gerichte sind nun so gestaltet, dass die Feinheiten deutlicher zutage treten, die es sicher auch vorher schon gab. Auch damals erschienen mir die Gerichte sehr durchdacht und im Detail sehr eigenständig ausgearbeitet, aber da waren auch noch große Rote Bete-Stücke oder Möhren auf dem Teller, die dann im Mund das Geschmacksbild mehr bestimmt haben, als die kleineren Elemente in den Kompositionen. Dies hat sich durch die kleinteiligere Gestaltung der Hauptkomponenten nun geändert. Kleinteilig bedeutet hier aber nicht verkünstelt, oder aufgerüstet in einer Vielzahl von Komponenten (s. Weglassen), sondern es bekommen die Feinheiten und Details eine hohe Präsenz. Dadurch wirkt alles deutlich komplexer und ausgefeilter. Dieses Menü war jedenfalls jede Höchstbewertung wert. Alle Gänge waren Highlights. Die Feinheit erfordert eine gewisse Aufmerksamkeit und Achtsamkeit, damit man das volle Spektrum des Geschmacks wahrnimmt. Dennoch kommt das entspannte Genusselment nicht zu kurz." (Juli 2020)

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Restaurant Bandol sur Mer, Berlin

"Herrausragend für uns war die Kombination mit dem Stör sowie der Havelzander. Auch das Dammkalb verdiente sich fast schon zwei Sterne. Die Portionen sind überschaubar und damit entsteht nie das Gefühl einer Sättigung. Durch die teilweise unkonventionellen Zusammenstellungen kann man ganz neue Gaumenerfahrungen machen, darüber auch angeregt sich unterhalten oder einfach nur geniessen. Fazit: gelungener Abend und nach wie vor schade, das wir nicht vor Ort wohnen, um regelmässiger Stammgast sein zu können." (Januar 2020)

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Hamburg

Restaurant Lakeside, Hamburg

"Nach etwas verhaltenem Start mit den ersten beiden Gängen zeigt Julian Stowasser im weiteren Verlauf des Menüs, dass er es sehr gut versteht, mit kräftigen Aromenstrukturen umzugehen. Die besten Gerichte des Menüs überzeugen mich mit intensiven Geschmacksbildern, die aber nicht überladen sind. Obwohl die Aromen kräftig sind, bleiben die Gerichte präzise und sind nie schwer, sondern immer reizvoll. Die Gerichte wirken durchdacht und nicht verkopft. Die Geschmacksbilder sind eher harmonisch angelegt, ecken nicht unbedingt an, aber sind dennoch reizvoll, da sie bekannte Kombinationen erweitern oder verändern. Handwerklich ist das gesamte Menü auf hohem Niveau. Da kann man optimistisch sein, dass das Lakeside bald seine Position in der Hamburger Fine Dining Szene gefunden haben wird. Der professionell-entspannte und sehr souveräne Service und der Leitung von Michel Buder lässt mich wunderbar durch den Abend gleiten. Die von Stefanie Hehn gestaltete Weinkarte bietet eine ganze Reihe interessanter Flaschen, die durchaus angenehm kalkuliert sind." (Juli 2020)

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Restaurant 100/200

"Der Spaßfaktor leidet ein wenig an diesem Abend durch das leider schwach besetzte Restaurant und den Service mit Abstand. Da fehlt ein nicht unerheblicher Teil der Herzlichkeit und Leichtigkeit, die das 100/200 bislang ausgemacht hat. Aber das dürfte sich mit mehr Routine mit der jetzigen Situation bei Gast und Gastgebern sicher bald legen bzw. bereits gelegt haben. Auf dem Teller hat sich hingegen – zum Glück - wenig geändert. Natürlich ist ein weitgehend auf Rindfleisch basierendes Menü, zudem noch mit zwei Innereien-Gängen rustikaler, als das Fisch- und Seafood-Menü zum Jahresbeginn, aber vergleichen mit dem Rindfleisch-Menü im Vorjahr sind die Fortschritte in Bezug auf Feinheit und Fokussierung offenkundig. Mit dem extrem filigranen Carpaccio, der tollen Zunge und dem gut abgestimmten Onglet gibt es drei hervorragende Gänge rund um das Fleisch. Und die Desserts waren mal wieder top." (Juli 2020)

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Restaurant 100/200

" Egal welches Thema das 100/200 sich vornimmt, die von Thomas Imbusch entwickelte Handschrift zieht sich durch die Menüs: konzentriert auf die geschmackliche Wirkung des Produkts kommen dessen Qualität optimal zur Geltung – mal in filigraneren, mal in kräftigeren Kombinationen." (Juni 2020)

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Restaurant Carmelo Greco, Frankfurt / Main

"Carmelo Greco hebt sich durch seine Kreativität und die Präsentation seiner Gerichte vom klassischen italienischen Restaurant ab, doch sollte er es sich bei seiner Sonderstellung in Frankfurt (Michelin-Stern) hier und da nicht zu einfach machen und manches Ergebnis kreativen Übereifers noch einmal überdenken. Ansonsten bleibt es eine empfehlenswerte Wohlfühl-Adresse." (August 2020)

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Restaurant Gustav, Frankfurt am Main

" Die Küche von Jochim Busch wirkte zur Zeit des ersten Sterns für das Gustav inspirierter und spielerischer. Jetzt ist sie verhaltener, vielleicht etwas angestrengter. Und es schleichen sich Ungenauigkeiten und Beliebigkeiten ein, die wir bei unseren früheren Besuchen nicht feststellen konnten. Vielleicht „drückt“ der zweite Stern und die damit verbundene Erwartungshaltung doch ein wenig, zumal das Betreiberpaar Scheiber Jochim Busch auch die Verantwortung für das ebenfalls besternte „Weinsinn“ übertragen habt, nachdem Julian Stowasser das Restaurant überraschend verlassen hat. Dort kocht jetzt Buschs bisheriger Souschef. Das Gustav ist zweifellos eine beachtenswerte Adresse in Frankfurt, die ihr Potential aber hoffentlich noch nicht ausgespielt hat. Es schließt sich für uns jedenfalls der Kreis zu meinem in diesem Forum im Jahr 2016 gezogenen Fazit, als Jochim Busch gerade den ersten Stern erkocht hatte: „Für uns ist das Gustav neben dem Lafleur zurzeit die spannendste Adresse in Frankfurt, wenngleich Andreas Krolik mit seinen ** noch einmal in einer anderen Liga kocht.“ So haben wir es jedenfalls an diesem Sommerabend 2020 empfunden und hoffen, dass Jochim Busch im Laufe der Zeit wieder die richtige „Flughöhe“ erreicht." (Juli 2020)

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Weinschänke Schloss Groenesteyn, Kiedrich

"Die Weinschänke Schloss Groenesteyn bietet eine hervorragende Küche in einer gemütlich-rustikalen Atmosphäre, die sich nach Nils Henkels Weggang von Burg Schwarzenstein anschickt, die Nummer Eins im Rheingau zu werden. Der Service trägt zum entspannten Wohlgefühl tatkräftig bei und rundet so das genüssliche Gesamtbild freundlich zugewandt ab." (Juni 2020)

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Niedersachsen

Restaurant Das Alte Haus, Braunschweig

"Da wir unseren Zug erreichen müssen, reicht es nur noch für einen Espresso, jedoch nicht mehr für den ansonsten obligatorischen süßen Abschluss. Dennoch haben wir einen schönen Abend verbracht, der uns eine abwechslungsreiche, kreative Küche präsentierte, die stark in der Region verwurzelt ist, aber ohne Scheuklappen auch Elemente von weiter her aufnimmt. Handwerklich ist das sehr sauber gekocht und auf einem durchgehend hohen Niveau. Wenn man bedenkt, dass Enrico Dunkel das weitestgehend alleine stemmt, ist die Leistung wirklich bemerkenswert. Ganz offensichtlich wird „Das „Alte Haus“ auch auf absehbare Zeit die Pole Position in Braunschweig behalten." (August 2020)

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Restaurant Aqua, Wolfsburg

"Das Jubiläums-Menü ist nach meinem Eindruck eine tolle Zurschaustellung des Könnens von Sven Elverfeld und seiner Mannschaft, denn die verschiedenen Gänge sind sehr abwechslungsreich. Es gibt teilweise 'klassische' Geschmacksbilder, die mit hoher Präzision in der Ausführung dargeboten werden (Seezunge, Appetizer) oder ausgefallen angerichtet werden (Tafelspitz, Rochen). Auf der anderen Seite gibt es aber auch die etwas 'ausgefalleneren' Kombinationen, bei denen starke Aromen gekonnt miteinander kombiniert werden (Kaisergranat/Schweinebauch, Taube, Gänseleber). Gleichzeitig variieren die Gänge auch hervorragend in ihrer Intensität, so dass man zwischendurch mal etwas verschnaufen kann (z.B. beim Rochen und beim Tafelspitz), bevor es zum nächsten Geschmackshöhepunkt gehen kann." (Juli 2020)

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Bistro Schweizerhof, Hannover

"Das Menü hat unseren guten Eindruck vom Vorjahr bestätigt. Die Küche ist sehr solide und leistet sich ein paar kreative und gelungene Schlenker. Angesichts des moderaten Preisniveaus bleibt das „Bistro Schweizerhof“ eine empfehlenswerte Adresse in Hannover." (Juni 2020)

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Nordrhein-Westfalen

Restaurant Setzkasten, Düsseldorf

"Das ursprüngliche Konzept sah einen »Setzkasten« für zwölf Gerichte vor, darunter je drei kalte sowie warme Vorspeisen, drei Hauptgänge und drei Desserts. Dieses Variante hat man allerdings sehr schnell verworfen. Den von mir bestellten kleinen »Setzkasten« finde ich hingegen ideal, um während eines Einkaufs im Supermarkt schnell ein kleines Essen einzunehmen. Zum damaligen Zeitpunkt wechselte die Karte sogar wöchentlich, sodass man eigentlich bei jedem Besuch ein neues Miniaturmenü probieren konnte. Selten gebe ich den Preis an, aber hier ist es unvermeidlich (halten Sie sich fest): 21 Euro, mittags sogar nur 19 Euro! Mittlerweile sind die Preise zwar gestiegen, aber nur moderat. Der nächste Bericht folgt, denn was ich an dem Abend erlebt habe, ist eine Küche in der Selbstfindung und sie auf Ihrem offensichtlich angestrebten Weg zum ersten Michelin-Stern zu begleiten, reizt mich sehr." (August 2020)

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Brasserie Marie, Köln

"Fabelhaftes Essen, das nicht nur Frankophile begeistert, ein unprätentiöses, gemütliches Ambiente und ein aufmerksamer, freundlicher Service. Was will man mehr? La vie est belle!" (Juli 2020)

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Halbedels Gasthaus, Bonn

"Was macht denn nun die Küche von Rainer Maria Halbedel aus, dass man an einem Abend in seinem Restaurant kulinarische Glücksmomente erlebt, obwohl man weder bei einem lupenreinen „Klassiker“ noch bei einem ausgewiesenen Avantgardisten gegessen hat? Es ist die Kombination von beidem, der stete Drang des Küchenchefs, bewährte Geschmackskombinationen noch einmal neu zu arrangieren und überraschend darzubieten. Es ist die Neugier auf seinen kulinarischen Reisen, um Neues mit nach Hause zu bringen, das in seine Küche passt. Es ist die Erkenntnis, nur das machen zu wollen, was man kann, und nicht das können zu wollen, was man nicht kann. Es ist das Harmoniebedürfnis des Kochs, das jede Provokation auf dem Teller ausschließt. Es ist die spürbare Leidenschaft des Kochs, für jeden Gang alles aus seinem Garten zusammen zu tragen, was seinem Hauptprodukt zuträglich ist. Es ist die Erfahrung Halbedels, die ihn gelassen und verantwortungsbewusst mit seinen Produkten umgehen lässt und dabei seinen sicheren Instinkt für neue harmonische Kreationen ausspielen lässt." (Juni 2020)

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Rheinland-Pfalz

Bistro 1718, Deidesheim

"Unterm Strich war das Menü trotz einiger Kleinigkeiten, die meiner Meinung nach noch klarer hätten herausgearbeitet werden können, aber kreativ und köstlich. Zu dem angenehmen Abend hat aber auch der überaus herzliche Service beigetragen, dem man auch unter der Maske das Lächeln ansehen konnte. Die Weinkarte im „1718“ ist deutlich reduzierter als beim großen Bruder gegenüber, bietet aber auch eine schöne Auswahl ausschließlich Pfälzer Bouteillen, und diese nicht nur aus den eigenen Weingütern. Alles in allem eine empfehlenswerte Adresse, wenn es einen nicht nach den klassischen Pfälzer Deftigkeiten gelüstet und es aber auch nicht das große Gourmet-Programm sein soll." (Juli 2020)

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Restaurant L.A. Jordan, Deidesheim

"Unser letzter Besuch hier liegt tatsächlich schon drei Jahre zurück. Auch seinerzeit gefiel uns die von kräftigen Aromen geprägte Küche von Daniel Schimkowitsch ausgezeichnet. Dieses Mal ist das nicht anders. Die asiatischen Einflüsse wirken noch pointierter, die Gerichte noch stärker auf den Punkt fokussiert. Das Menü zeigte eine schöne Dramaturgie, in der auf aromenstarke Gänge auch mal ruhigere, aber deshalb nicht weniger ausdrucksvolle Gerichte, folgten. Handwerklich war das ohnehin ganz weit vorne. Seit Jahren wird Daniel Schimkowitsch als Kandidat für den zweiten Stern gehandelt. Ich wüsste jetzt keinen Grund, warum der hier nicht tatsächlich endlich strahlen sollte." (Juli 2020)

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Steinheuers Restaurant, Bad Neuenahr-Ahrweiler

"Mein persönliches Fazit fällt etwas gemischt aus. Klar, insgesamt war alles sehr gut, wenngleich mir einige Gänge besser gefielen als andere. Aber für ein Restaurant, das sich selbst zu den 10 besten Deutschlands zählt, hätte ich etwas mehr erwartet." (Juli 2020)

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Saarland

Restaurant Esplanade, Saarbrücken

"Silio Del Fabro geht seinen Weg im „Esplanade“ konsequent weiter und präsentiert uns auch bei unserem zweiten Besuch eine Küche, die ihre traditionellen Wurzeln nicht verleugnet, sich aber trotzdem sehr zeitgemäß präsentiert. Das ist durchweg harmonisch und alles andere als langweilig, von ausgezeichnetem Handwerk geprägt und nach meinem Eindruck derzeit deutlich unterbewertet. Es gab in Saarbrücken auch schon Zweisterner, die uns weniger überzeugt hatten. Jérôme Pourchère führt dazu einen Service, der gewohnt souverän und locker agiert. Da wir Pourchère schon viele Jahre kennen, macht jedes Wiedersehen Freude. Dieses wird mit Sicherheit nicht das Letzte gewesen sein." (Juli 2020)

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Restaurant GästeHaus Klaus Erfort Saarbrücken

"Ich fühle mich eigentlich den ganzen Abend bereits ziemlich gestresst von dem sehr sportlichen Timing. Mein Mann empfindet das nicht so. Aber mich befremdet das schon etwas, zumal bis zur offiziellen Schließzeit noch mehr als eine halbe Stunde Zeit ist und ich nicht recht verstehe, warum man so durch den Abend gehetzt wurde. Ebenso wie ich nicht verstehe, warum man nicht wenigstens eine halbe oder gar eine Stunde früher öffnet, um den Abend gelassener gestalten zu können. Am Essen gab es nicht viel auszusetzen. Wir waren einige Jahre nicht bei Klaus Erfort. Aber er bleibt seiner Linie der ausgesprochen klassischen Grundlage sehr treu. Das mag manchmal etwas spannungsarm wirken, ist aber durchweg harmonisch und handwerklich perfekt." (Juni 2020)

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Victor's Fine Dining by Christian Bau, Perl-Nennig

Victor's Fine Dining | Foto: Tischnotizen

"Was gibt es über Christian Baus Kochkunst noch zu sagen, was andere nicht schon in höchsten Tönen gelobt haben oder ich in meinen früheren Berichten geschrieben habe?
Eigentlich gibt es dem nichts hinzuzufügen. Ein Essen auf Schloss Berg gehört zum Besten, das man derzeit bekommen kann. Nicht nur in Deutschland oder Europa, vermutlich weltweit. Christian Bau hat einen Stil entwickelt, der eine so einzigartige Handschrift besitzt, dass man ein Gericht sofort als Bau-Teller identifizieren kann. Minimalismus ist seine Sache nicht. Jedes Gericht ist aufwändig konzipiert und besteht häufig aus zahllosen Komponenten, von denen aber nie eine überflüssig erscheint. In seinem letzten Kochbuch, das uns mal für den ambitionierten Hobbykoch angepriesen wurde, gibt es kaum ein Gericht, das weniger als acht Einzelzubereitungen enthält. Von der Anzahl der Zutaten mag ich da noch nicht mal reden. Das Buch ist wunderschön und ich bin froh, es zu besitzen, aber – pardon – für Normalsterbliche nicht nachkochbar. Also am besten gleich direkt dahin fahren, wo man all das in real erleben kann. Und wo sonst kommt man in den Genuss derartiger Produktqualitäten? In seiner Kompromisslosigkeit, was allerbeste Zutaten angeht, könnte Bau problemlos als Japaner durchgehen. In jedem Fall schafft er Gästen ein Schlaraffenland, wie es nur wenige geben dürfte. Ich jedenfalls bin glücklich, dass ich es in wenigen Stunden erreichen kann. Wenigstens und mindestens einmal pro Jahr." (Januar 2020)

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Het Koetshuis, Bennekom

"Unumwunden muss ich gestehen: Das Menü in sieben Gängen (ohne den Käse) hat nur 59,99 € über Groupon gekostet. Zu dem Preis hätte ich nicht gedacht ein solches Menü serviert zu bekommen. Nachdem Gründer und Küchenchef Wicher Löhr 2017 verstorben ist, hat sein Schwiegersohn die Leitung der Küche übernommen. Da mir ein Vergleich fehlt, kann ich zu seiner Entwicklung nichts schreiben. Das Restaurant war jedoch gut besucht und mit vielen, so nehme ich an, Stammgästen hat sich der Service intensiv unterhalten, sodass ein stilistischer Bruch nicht angenommen wird. Insgesamt war das Niveau gut bis sehr gut, wenngleich man sich etwas mehr Konstanz wünschen würde. Trotzdem und auch ohne dieses sehr günstige Angebot werde ich sicherlich bald wieder für ein lockeres Essen im Het Koetshuis einkehren." (Juni 2020)

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Restaurant Rijks, Amsterdam

"Auch ansonsten geht das „Casual-Fine-Dining-Konzept“ hier allenthalben auf (freundlich-lockeres Personal, lebhafte Stimmung an den Tischen, Besteck wird von einem selbst – das „Relae“ in Kopenhagen hat es vorgemacht - aus einer in den Tisch integrierten Schublade entnommen, ausgezeichnetes Preis-Leistungsverhältnis…), und wem (wie uns…) das Barocke bzw. Opulente auf den Tellern vielleicht ein wenig fehlt, der geht vor oder nach dem Essen einfach noch ins benachbarte „Rijksmuseum“ und gibt sich den niederländischen Meistern wie Rubens oder Rembrandt hin…" (April 2020)

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Restaurant Hof van Cleve, Kruishoutem

"Das Menü im Hof van Cleve hat mich schwer beeindruckt. Peter Goosens Küche hat klare klassische Wurzeln. Dies zeigt sich im Handwerk, aber vor allem in der Filigranität und Feinheit seiner Kreationen. Er kombiniert gern mit asiatischen Produkten und Aromen. A aber diese sind so gezügelt eingesetzt, dass der Umami-Aromendruck der asiatischen Welt komplett fehlt. So ist das ein sehr elegantes und wunderbares Menü – und dank der sehr leichten Desserts ist es für mich auch bei der Menge eine Punktlandung. Ich habe alles bis zum letzten Krümel genossen." (Dezember 2019)

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Frankreich

Restaurant Cheval Blanc by Peter Knogl, Basel

"Zusammenfassend ein tolles Menü, das der aktuellen Bewertung würdig ist." (August 2020)

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The Restaurant, Zürich

Foto: QWERTZ im The Restaurant Zürich

" Der Lunch im Dolder überzeugt mit handwerklich sehr guter Arbeit. Die kleinen Gerichte zeigen bekannte Grundstrukturen von Aromen, die meist durch Gewürze oder Kräuter einen mal mehr, mal als weniger überraschenden und eigenständigen Touch bekommen. Manchmal gelingt die Miniaturisierung großer Teller sehr gut, bei einigen merkt man schon, dass es nicht so einfach ist, die Gewürze zu dosieren. Sie sollen ja wahrnehmbar sein, aber die Miniatur auch nicht dominieren. Für den Preis dieses Amuse Boche-Menüs lohnt sich der Besuch des The Restaurants allemal, zumal wenn man, wie ich, einen schönen Fensterplatz hat." (Februar 2019)

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Australien

China