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Der Gastrosoph März 2018

Foto: QWERTZ / Restaurant De Leest, Niederlande

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

wie Sie sicher schon bemerkt haben, haben wir unser Portal erneuert. Technisch gesehen sind wir mit den Restaurant-Ranglisten nun auf der Höhe der Zeit und können nun viele zukünftigen Anforderungen umsetzen. Wir erhoffen uns von den Umstellungen vor allem Verbesserungen in der Schnelligkeit und Nutzbarkeit. Optisch haben wir kleinere Anpassungen vorgenommen und einige kleinere Neuerungen eingebaut, wie z.B.
die Hall of Fame. Hier können Sie alle großen Köche in einer Zusammenfassung finden.

Sollte irgendetwas nicht funktionieren, bitten wir Sie um Fehlermeldungen, denn wir sind auf konstruktive Kritik angewiesen. Natürlich freuen wir uns auch über positives Feedback.

Redaktionell sind neben der Arbeit an der Plattform noch andere Dinge passiert. Während wir noch an der umfassenden Frankreich-Rangliste arbeiten, sind bereits BENELUX, UK, Italien und Spanien auf dem Stand von 2018. Alle diese Länder sind im Moment frei zugänglich, trotzdem bitten wir Sie (falls noch nicht geschehen), sich einmal die Mitgliedschaft im Gourmet-Club näher anzuschauen. Mit einem Jahresbeitrag unterstützen Sie unsere Arbeit. Vielen Dank im Voraus.

Viel Spaß mit den neuen Ranglisten.
Hannes Buchner
Herausgeber

Gourmet News

Ursache des Feuers in der Schwarzwaldstube bleibt ungeklärt

Keine Hinweise auf vorsätzliche Brandstiftung, Behörden halten technischer Defekt für "denkbar"

Veröffentlicht am: 25.01.2020


Alfons Schuhbeck sucht nach neuem Konzept für das Alfons

Schließung des Sternerestaurants soll nicht endgültig sein

Veröffentlicht am: 24.01.2020


Frankreich: 72 neue Restaurants erhalten einen Bib Gourmand-Restaurant

Insgesamt sind 567 Restaurants für gute und preiswerte Küche ausgezeichnet worden

Veröffentlicht am: 23.01.2020


Schuhbecks Fine Dining-Restaurant geschlossen

MÜNCHEN. Das Sternerestaurant Alfons, das Fine Dining-Angebot von Alfons Schuhbeck, ist seit dem 1. Januar geschlossen. Dies wurde Restaurant-Ranglisten.de bestätigt. Eine Anfrage, ob die Schließung dauerhaft erfolgt ist oder vorübergehend sei und was dies für die Fine Dining-Ambitionen Schuhbecks bedeute, ließ das...

Veröffentlicht am: 22.01.2020


Neues Gourmet-Restaurant in München?

Laut Süddeutscher Zeitung soll Christian Schagerl Küchenchef werden

Veröffentlicht am: 22.01.2020


Die meistgeklickten News der vergangenen Wochen

Johannes Steingruber - Neuer Küchenchef im Saphir

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Künftig Küchenchef-Duo im Landhaus Stricker

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Nur noch ein Monat Sterneküche in Leer

Aus für das Perior in Leer

Restaurant des Monats Dezember

presentation

Seestern in Ulm

Das Gourmetrestaurant Seestern, das zum familiengeführten Vier Sterne Design Hotel Lago gehört, ist so etwas wie ein Geschenk an Chefkoch Klaus Buderath, der in in- und ausländischen Sterneküchen gearbeitet hat und an alle, die neben Alltagsstress und Messetrubel ausspannen wollen.

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Der Gourmet-Club

Vorschau Menü des Monats

März 2020: Aqua ***

März 2020: Aqua***, Sven Elverfeld, Ritz Carlton, Wolfsburg (Niedersachsen)
Club-Treffen am Donnerstag und Freitag den 5. bzw. 6. März 2020, 19:00 Uhr. 8-Gänge-Menü inkl. Aperitif, Weinbegleitung, Wasser und Kaffee für 360 € pro Person (260 € ohne Wein) am 5. März bzw. für 390 € pro Person (290 € ohne Wein) am 6. März statt regulär 450 €. Individuelle Reservierungen sind nur von Dienstag bis Donnerstag möglich.

April 2020: Ox & Klee ** und Bayleaf

April 2020: OX & KLEE**, Daniel Gottschlich, Köln (NRW)
Club-Treffen am Samstag! den 4. April 2020, 19:00 Uhr.
Außerdem besuchen wir (auf Wunsch) am Vorabend das Bayleaf, das ebenfalls unter der Leitung von Daniel Gottschlich steht.

Mai 2020: Intense * und Oben *

Mai 2020: Direktvergleich "Ungewöhnliche Konzepte" - Intense*, Benjamin Peifer, Kallstadt (RP) Club-Treffen am Freitag den 8. Mai 2020, 19:00 Uhr. und Oben*, Robert Rädel, Heidelberg (BW) Club-Treffen am Samstag den 9. Mai 2020, 19:00 Uhr. Mit Übernachtungs-Arrangement in Mannheim und Shuttle. Details folgen.

Juni 2020: Facil **

restaurant facil

Juni 2020:Facil ** Michael Kempf & Joachim Gerner, The Mandala, Berlin - Club-Treffen am Freitag, den 12. Juni 2020, 19:00 Uhr. Keine individuellen Termine möglich!

August 2020: Geranium *** und Frantzén ***

Restaurant Geranium
Restaurant Frantzen

Direktvergleich "Die besten in Skandinavien" : Geranium*** in Kopenhagen vs. Frantzén*** in Stockholm. Der Direktvergleich ist inkl. Zugfahrt zwischen Kopenhagen und Stockholm vom 04. August bis 08. August 2020.

Juli 2020: The Restaurant **, Zürich

Juli 2020: The Restaurant**, Heiko Nieder, The Dolder Grand, Zürich (CH)
Club-Treffen am Freitag den 3. Juli 2020, 19:00 Uhr. 8-Gänge-Menü inkl. Aperitif, Weinbegleitung, Wasser und Kaffee für CHF 478,00 pro Person (statt CHF 541). Übernachtungs-Arrangement für 2 Personen im DZ:
CHF 1.496,00 inkl. Frühstück, Menü und Getränke.

September 2020: Eisvogel *

September 2020:  Eisvogel*, Hubert Obendorfer, Birkenhof, Neunburg vorm Wald (BY). Club-Treffen am Freitag den 11. September 2020, 19:00 Uhr Mit Wellness-Arrangement für 2 Nächte, Details folgen.

Oktober 2020: Yoso * und PURS **

Oktober 2020: PURS**, Christian Eckardt, Andernach (RP) Club-Treffen am Wochenende vom 09. - 11. Oktober 2020.  Ebenfalls im Programm das YOSO*, Sarah Henke, in Andernach. Details folgen.

November 2020: Lafleur **

Andreas Krolik

November 2020: Lafleur**, Andreas Krolik, Frankfurt/Main, Club-Treffen am Freitag, den 13. November 2020, 19:00 Uhr.

Spannende Angebote

Ob im Drei-Sterne-Restaurant, bei arrivierten Meistern oder bei jungen, talentierten Köchen - als Mitglied unseres Gourmet-Clubs haben Sie regelmäßig die Möglichkeit, besondere Menüs zu attraktiven Konditionen zu genießen. Bei unseren "Menüs des Monats" können Sie an dem "Club-Abend" mit uns speisen und so nicht nur spannende Restaurants, sondern auch Gleichgesinnte kennen lernen. Sie können diese Menüs aber auch den ganzen Monat über uns - je nach Verfügbarkeit und Angebot des Restaurants - buchen. Außerdem bieten wir Ihnen regelmäßig die Gelegenheit zur Teilnahme an unseren Gourmetouren, die Sie zu kulinarisch besonders reizvollen Zielen ins Ausland führen. 

Der Gourmet-Club von Restaurant-Ranglisten.de

Gute Gründe für eine Mitgliedschaft im Gourmet-Club:
Eine Flasche Puremonde Rieslingsekt Grand Perles kostenlos

Außerdem: Vergünstigungen in Top-Restaurants & Hotels 

  • Exklusive Teilnahme an kulinarischen Verlosungen 
  • GourmeTour (z.B. Kopenhagen, San Sebastian, Paris, Sylt etc.) 
  • Menü des Monats bei hochdekorierten Köchen 
  • Treffen beim gemeinsamen Dinner 
  • Keine Einschränkungen bei Nutzung unserer Restaurant-Daten 
  • Vollen Zugriff auf unseren Content 
  • Suchen nach gerade geöffnetem Restaurant in Ihrer Nähe 
  • Erstellen einer eigenen Favoriten-Liste 
  • Bewerten von Restaurants 
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Gourmet Tour 2018

GourmeTour nach London im April 2018 mit Besuch bei Heston Blumenthal.
Die Reisezeit ist vom 10. April - 14. April 2018.

Folgende Restaurants sind eingeplant:

The Fat Duck***

Gordon Ramsay*** oder Dinner by Heston Blumenthal**

The Ledbury**


Als Hotel ist das zentral liegende Thistle Kensington Gardens  reserviert.

Der Gesamtpreis inkl. Flug ab Frankfurt, Shuttleservice, Hotel und drei Restaurantbesuche mit 6 Gang-Menü und Wasser beträgt €2.290,00 pro Person im Doppelzimmer ohne Frühstück. Einzelzimmer €2.590.

Weinbegleitung bzw. Weinauswahl ist individuell möglich und nicht im Preis enthalten. Flüge von anderen Städten gegen Aufpreis möglich.

Zur Reservierung brauchen wir eine schriftliche Zusage an club@restaurant-ranglisten.de und eine Anzahlung von 750,00 € p. Teilnehmer! Die Restzahlung ist ca. 5 Wochen vor Reiseantritt (Anfang März) fällig.

Die Plätze werden nach dem Prinzip „first come first serve“ vergeben. Die Mindestteilnehmerzahl ist 10 Personen.

Buchung und Fragen unter club@restaurant-ranglisten.de

Ich freue mich auf ein kulinarisch spannendes 2018.
Hannes Buchner
 

Von San Sebastian bis New York - Erinnerungen an die Reisen des Gourmet-Clubs

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Aktuelle Restaurant-Kritiken

Baden-Württemberg

Restaurant Eisenbahn, Schäwbisch Hall

"Ich möchte noch einmal die FAZ vom 21.06.2019 zitieren, dessen stellvertretender Feuilleton-Chef Jakob Strobel y Serra den bis vor Jahren berichtenden Jürgen Dollase mit seinen Formulierungskünsten noch zu übertreffen versucht: „Die Kochtechniken sind die altbewährten, das Tellerarrangement ist keine alchimistische Experimentalanordnung, die Balance aus Süße, Säure und Schärfe gehorcht der Harmonielehre der Haute Cuisine, und trotzdem haben wir nicht den Eindruck, diesen Teller schon hundertmal gegessen zu haben.“ Stimmt alles bis auf den letzten Halbsatz! Wir haben das in den letzten 40 Jahren alles schon zigmal gegessen! Und es wird nicht besser! Umgab diese Gerichte vor Jahren noch der Glanz der französischen Hochküche, so stellt man nunmehr leicht enttäuscht das Fehlen von Raffinesse, Eleganz und Leichtigkeit fest." (Januar 2020)

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Restaurant Schwarzwaldstube, Baiersbronn

"Man isst ohne jeden Zweifel in der Schwarzwaldstube auf hohem Niveau, aber nach unserem Empfinden nicht auf diesem Spitzenniveau, das einen am Ende des Abends nur noch glückselig vom Tisch aufstehen lässt. Wir wünschten uns von Torsten Michel etwas mehr Mut, seinen ***-Thron zu nutzen, um Ausrufezeichen zu setzen und die Küche des nächsten Jahrzehnts mitzuprägen, und das auch gerne behutsam und auf klassischem Fundament. Ein Meisterkoch von 42 Jahren sollte sich unseres Erachtens nicht nur am Bewahren des Traditionellen orientieren, sondern auch Wege für die Küche der Zukunft aufzeigen, zumal sich die Rahmenbedingungen in der Natur, die globalen Einflüsse, die Einstellung der Gäste und deren Konsumverhalten erheblich verändert haben. Dem sollte man auch in einem deutschen Spitzen-Restaurant angemessen Rechnung tragen." (November 2019)

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Restaurant Le Cerf, Zweiflingen

Foto: QWERTZ im Le Cerf

"Boris Rommel steht für eindeutig für die klassische Küche. Ich habe hier keine kulinarischen Überraschungen erwartet – und damit wurde ich auch nicht überrascht. Umso wichtiger ist dann, dass die Präzision in den Gängen stimmt. Das war hier zu 100 Prozent der Fall. Alle Hauptprodukte zeigten optimale Qualität und waren handwerklich perfekt verarbeitet. Die begleitenden Komponenten waren genau dimensioniert. Wenn man überhaupt von einer klaren Modernisierung der Klassik sprechen kann, dann zeigt sich dies hier in der Leichtigkeit der Gerichte, denn das Menü liegt überhaupt nicht schwer im Magen. Insofern sind hier Freunde der klassischen Küche hier bestens aufgehoben – in dieser Kategorie würde ich das Le Cerf nur einen Hauch hinter den besten Adressen des Landes sehen." (November 2019)

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Restaurant Malathounis, Kernen-Stetten

"Griechische Küche mit Stern mitten in einem Wohngebiet in Kernen in familiärer Atmosphäre." (November 2019)

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Restaurant Opus V, Mannheim

"Das Opus V ist ein sehr gutes Restaurant mit hohem Entertain- und Sympathie-Faktor. Die Küche bewegt sich durchaus auf **-Niveau, wenn auch nicht unbedingt im oberen Bereich dieser Kategorie. Aus unserer Sicht würde eine klarere Fokussierung auf das jeweilige Hauptprodukt und eine präzisere Herausarbeitung und deutlichere Erkennbarkeit von Aromastrukturen sich weiter gewinnbringend auswirken." (November 2019)

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Bayern

Restaurant Tantris, München

"Ich kann nur an jeden, der sich unschlüssig ist, appellieren hier noch rechtzeitig vor dem Ruhestand einzukehren." (Januar 2020)

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Restaurant Sosein, Heroldsberg

"Das war ein sensationell gutes Menü im Sosein. Das Menü schlägt viele Brücken – von der Region nach Asien, von bodenständigen Produkten zu fein ziselierten Gerichten, von Purismus zur Komplexität. Trotz der durchdachten Struktur wirkt dies alles nicht zu gewollt, belehrend oder forciert. Alle Gerichte sind bei ihrer Mehrdimensionalität – auch einfach lecker. Dem Sosein gelingt es wunderbar, nicht nur regionale Produkte zu verwenden, sondern auch Geschmacksbilder der Region zu zeigen. Eine Kombination, dass es meines Erachtens vielen Restaurants der Nova Regio-Küche voraushat." (November 2019)

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Restaurant Dichterstub'n, Rottach-Egern

Dichterstub'n

"Die Dichterstub`n liegt nicht direkt im Hotel Egerner Höfe, sondern auf der anderen Straßenseite zwischen den sogenannten Höfen, in denen sich weitere Hotelzimmern befinden. Dieser Komplex ist unterirdisch mit dem Hotel verbunden. Das Restaurant ist schön heimelig, sogar mit einer mittig im Restaurant platzierten Feuerstelle.." (Oktober 2019)

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Berlin

Restaurant Bandol sur Mer, Berlin

"Herrausragend für uns war die Kombination mit dem Stör sowie der Havelzander. Auch das Dammkalb verdiente sich fast schon zwei Sterne. Die Portionen sind überschaubar und damit entsteht nie das Gefühl einer Sättigung. Durch die teilweise unkonventionellen Zusammenstellungen kann man ganz neue Gaumenerfahrungen machen, darüber auch angeregt sich unterhalten oder einfach nur geniessen. Fazit: gelungener Abend und nach wie vor schade, das wir nicht vor Ort wohnen, um regelmässiger Stammgast sein zu können." (Januar 2020)

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Restaurant Tulus Lotrek, Berlin

"Das Tulus Lotrek gehört zu der Reihe der unkomplizierten Sternerestaurants in Berlin. Dies gilt sowohl für den ungekünstelten, natürlichen und sympathischen Service als auch für die Küche. Die Gerichte sind meist relativ einfach konstruiert, überraschen aber mit aromatischem Pfiff und teilweise beherzter Würze, Schärfe oder Säure. Überzeugend fällt auch die Weinbegleitung aus, die die Gerichte gut erfasst und unterstützt. Für mich war das ein sehr erfreulicher Sommerabend." (Januar 2020)

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Restaurant einsunternull

"Dieses Menü hat mich positiv überrascht. Selten habe ich einen jungen Küchenchef erlebt, der so filigran und präzise Aromen kombiniert. In keinem der Gänge war eine aromatische Unwucht und Disharmonie. Klar, erkennt man die vorherigen Stationen von Silvio Pfeufer. Die Optik erinnert an Jan Hartwig und das Aromenspiel auch etwas ans Facil, aber das ist am Anfang einer Küchenchef-Karriere auch nicht ungewöhnlich. Die aromatische Qualität und Klarheit der Konstruktionen sind aus meiner Sicht sehr vielversprechend. Die Speisefolge heißt „Berliner Menü“, soll die Aromen der Stadt aber in ihrer ganzen Weltläufigkeit zulassen und so gibt es Ausflüge in verschiedene Weltküchen – wenn die Gerichte derart schlüssig sind, ist es mir relativ egal, ob man diese Überschrift als treffend oder gekünstelt empfindet. Meine Überschrift wäre Feinheit, Filigranität und Präzision." (September 2019)

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Hamburg

Restaurant Haco

"Björn Juhnke hat sein nordisches Profil weiter geschärft. Aromatische Klarheit und Purismus zeichnet seine Gerichte aus. An ein, zwei Stellen wird es dann mit dem Purismus etwas übertrieben und aus Purismus wird Einfachheit. Aber mehrfach im Menü sind die Kombinationen sehr fokussiert, außergewöhnlich und spannend." (Januar 2020)

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Restaurant Wolfs Junge, Hamburg

"Handwerklich war das Gebotene überzeugend. Alle Gerichte waren in sich stimmig kombiniert und geschmacklich gut gestaltet. Was mir ein wenig fehlt, ist die stilistische Klarheit." (Januar 2020)

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Restaurant Jellyfish

"Der Wunsch, den zu beeindrucken, ist unverkennbar: Stefan Fäth klotzt, was Technik und Optik angeht. Da wird kein Aufwand gescheut. Alle Gerichte sind die Kombination der Aromen geprägt – und in den meisten Fällen wirkt das auch sehr stimmig. Ich bin aber der Meinung, dass an der ein oder anderen Stelle etwas weniger mehr wäre. Etwas mehr Purismus an der richtigen Stelle, so denke ich mir, ließe die aromatischen Grundstrukturen noch komplexer erscheinen. Das Jellyfish schwimmt aber weiter – aus meiner Sicht – im sicheren Sternegewässer." (Januar 2020)

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Restaurant 100/200

"Auch dieses Menü hat mich sehr überzeugt. Thomas Imbusch bedient sein Motto „In der Einfachheit steckt die Komplexität“ weiter mit großer Bestimmtheit: die Gerichte sind einfach gestaltet, aber präzise gekocht und so entsteht ein komplexer, natürlicher und einfach guter Geschmack. Wenn ich mal eine Jahresbilanz ziehen darf hat sich das 100/200 für meine Begriffe sehr gut entwickelt." (Dezember 2019)

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Nordrhein-Westfalen

Restaurant Zur Tant, Köln

"Dass es hier klassisch zugeht, wussten wir bereits. Aber wenn es so makellos und mit hervorragenden Zutaten gemacht ist wie hier, ist es zur Abwechslung mal eine wirkliche Freude. Wir sind ja viel unterwegs und für alle möglichen Küchenstile zu haben. Ob es dem Alter zuzuschreiben ist oder dem zeitweisen Wunsch nach etwas Vertrautem und Gewohnten, kann ich nicht sagen, aber unterschätze mir keiner die Klassik. Hier findet sich noch Handwerk und Harmonie ohne störende Dissonanzen." (Januar 2020)

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Restaurant Bembergs Häuschen, Euskirchen

"Das Köchetrio um Oliver Röder hat ein Menü präsentiert, dem sehr deutlich der jahreszeitliche Bezug anzumerken war, was mir gut gefallen hat. Dass man hier kreativ und mit vielen Ideen zu Werke geht, ist unübersehbar und macht sich in vielen Details bemerkbar. Nicht alles geht dabei für mich immer auf, aber Gänge wie das Wachteltatar, der Kabeljau und der Hirsch überzeugen mit klarem aromatischem Fokus.  Katharina Röder versieht den Service mit einer weiteren Mitarbeiterin umsichtig und schafft unaufdringlich, aber aufmerksam eine angenehme Atmosphäre, die dazu beiträgt, dass man sich als Gast wohlfühlt. Der Abend in „Bembergs Häuschen“ hat uns gefallen und ein wenig von dem trüben Herbstwetter vergessen lassen. Nach einer Nacht im geschmackvollen Hotelzimmer scheint dann am nächsten Tag auch wieder die Sonne. New York ist weit und Euskirchen ist doch auch gar nicht so übel." (Dezember 2019)

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Julia Komp - Driving Home for Christmas-Pop up Köln

"Für ihre Kreationen bedient sie sich nicht – wie man bei der Betitelung der Gerichte mit verschiedenen Ländern denken könnte – an der Landesküche, sondern bei typischen Zutaten für diese Länder. Sie integriert diese Zutaten in ihren Stil, so wie er aus Schloss Loersfeld beschrieben wurden, nämlich mit einem Einschlag aus der orientalischen bzw. maghrebinischen Küche. Wie es dieser Küche zu eigen ist, sind die Würzungen opulent, aber – und das finde ich bemerkenswert – nie zu kräfitg. Auch hat das Hauptprodukt immer noch genügend Raum, zur Geltung zu kommen. Da kann man also mehr als gespannt sein, wie sich dies unter den optimalen Arbeitsbedingungen mit einem festen Team im eigenen Restaurant entwickelt." (Dezember 2019)

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Restaurant astrein, Köln

"Eric Werner ist mit dem „astrein“ ein blitzsauberer Start gelungen. Wilde, sperrige Kombinationen sind Werners Sache nicht, Regionalität ist kein Dogma und traditionelle Zubereitungen wie Crepinettes und Strudel dürfen hier ein willkommenes Comeback feiern. Harmonie und leichte Zugänglichkeit sind ihm wichtiger. Und damit hat er auch unseren Nerv getroffen." (Dezember 2019)

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Restaurant Haus Stemberg, Velbert

"Bei meinen bisherigen Besuchen im Haus Stemberg hatte ich immer eines der diversen Menüs gegessen. Dieses Mal stand ganz im Zeichen der anderen Karten (Klassiker und Tagesangebote), die ich bisher viel zu sehr vernachlässigte. Dass das ein großer Fehler war – denn sonst wären es ja keine Klassiker –, hat Sascha Stemberg mit seinem Team heute eindrucksvoll bewiesen. Ich freue mich schon auf den nächsten Besuch und die nächsten Klassiker…" (Dezember 2019)

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Restaurant maximilianlorenz, Köln

"Was ist Tradition, was ist Innovation? Treffen diese Begriffe überhaupt auf die Küche des Maximilian Lorenz zu? Ich denke nicht unbedingt. Kopf und Bauch würden wie Menüs vielleicht eher beschreiben, wobei ich mich eher für den Kopf entscheiden würde – die Gerichte aus dem Menü und vor allem die Menüs sind präziser im Detail gestaltet und einfach interessanter. So würde ich eine das maximilian lorenz auf verlässlich gutem Sterneniveau sehen." (Dezember 2019)

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Restaurant Haus Stemberg, Velbert

"Wieder einmal verlasse ich rundum glücklich die Familie Stemberg mitsamt einer kleinen Tafel Schokolade, die mit der Rechnung kam. Das Essen hatte, bis auf die meiner Meinung nach nicht mehr allerbesten Tomaten von Theo Frings, ein konstant hohes Niveau. Eine richtige Wohlfühlküche mit entsprechendem Service und äußerst fairer Weinbegleitung, die ich mir auch in meiner Heimstadt wünschen. Wer noch nie im Haus Stemberg war, sollte für 2020 auf jeden Fall einen Besuch einplanen (vorher ist das Restaurant nämlich komplett ausgebucht)!" (Dezember 2019)

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Rheinland-Pfalz

Restaurant Intense, Kallstadt

"Dieses Menü hat außergewöhnlich viel Spaß gemacht. Benjamin Peifer hat seinen Stil konsequent weiter entwickelt und mit der Neuinterpretation von Pfälzer Klassikern und der Einbeziehung von japanischen Zutaten etwas sehr Eigenständiges geschaffen. Das ist so regional verbunden wie gleichzeitig weltoffen. In jedem Fall war dies eine starke Performance. Eine ganz starke Performance." (Januar 2020)

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The Izakaya, Wachenheim

Foto: tischnotizen

"In der Pfalz hat sich ja in den letzten Jahren einiges getan. Aber das „The Izakaya“ ist schon eine Überraschung, denn so hip, so trendy, so cool würde man so etwas eher in einer Großstadt als hier erwarten. Das Konzept funktioniert exzellent. Ausgezeichnetes Essen mit dem gewissen Extra, eine fair kalkulierte Weinkarte mit spannenden Weinen, die sowohl die Tradition als auch Newcomer listet, eine relaxte Atmosphäre, ein super freundlicher und cooler Service – was will man mehr?" (November 2019)

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Restaurant Intense, Kallstadt

"Die Premiere ist gelungen – mein erstes rein vegetarisches Menü hat mir sehr gut gefallen. Benjamin Peifer hat hier gut komponierte Gerichte zu einem spannenden Menü geformt. Durch Grillaromen, Salzigkeit und markante Säuren haben die Gerichte eine angenehme Spannung. Filigran sind sie sicher nicht, sondern geschmacksintensiv - wie sollte es im Intense auch anders sein. Aber die Kombinationen sind doch präzise abgestimmt Die Gerichte konzentrieren sich auf die Tellermitte. Das heißt: alles auf die Gabel und der volle Genuss entfaltet sich." (September 2019)

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Saarland

Victor's Fine Dining by Christian Bau, Perl-Nennig

Victor's Fine Dining | Foto: Tischnotizen

"Was gibt es über Christian Baus Kochkunst noch zu sagen, was andere nicht schon in höchsten Tönen gelobt haben oder ich in meinen früheren Berichten geschrieben habe?
Eigentlich gibt es dem nichts hinzuzufügen. Ein Essen auf Schloss Berg gehört zum Besten, das man derzeit bekommen kann. Nicht nur in Deutschland oder Europa, vermutlich weltweit. Christian Bau hat einen Stil entwickelt, der eine so einzigartige Handschrift besitzt, dass man ein Gericht sofort als Bau-Teller identifizieren kann. Minimalismus ist seine Sache nicht. Jedes Gericht ist aufwändig konzipiert und besteht häufig aus zahllosen Komponenten, von denen aber nie eine überflüssig erscheint. In seinem letzten Kochbuch, das uns mal für den ambitionierten Hobbykoch angepriesen wurde, gibt es kaum ein Gericht, das weniger als acht Einzelzubereitungen enthält. Von der Anzahl der Zutaten mag ich da noch nicht mal reden. Das Buch ist wunderschön und ich bin froh, es zu besitzen, aber – pardon – für Normalsterbliche nicht nachkochbar. Also am besten gleich direkt dahin fahren, wo man all das in real erleben kann. Und wo sonst kommt man in den Genuss derartiger Produktqualitäten? In seiner Kompromisslosigkeit, was allerbeste Zutaten angeht, könnte Bau problemlos als Japaner durchgehen. In jedem Fall schafft er Gästen ein Schlaraffenland, wie es nur wenige geben dürfte. Ich jedenfalls bin glücklich, dass ich es in wenigen Stunden erreichen kann. Wenigstens und mindestens einmal pro Jahr." (Januar 2020)

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Restaurant Esplanade, Saarbrücken

Foto: Tischnotizen im Restaurant Esplanade, Saarbrücken

"In der Tat wurden wir nicht enttäuscht. Silio Del Fabros Schule ist deutlich erkennbar und sein Stil vielleicht am ehesten mit moderner Klassik umschrieben. Das Niveau, auf dem er die allerdings präsentiert, ist schon beeindruckend. Handwerklich perfekt, mit ganz klarem Fokus auf die ausgezeichneten Produkte und ein harmonisches Geschmacksbild ausgerichtet, werden diese auch elegant präsentiert. Das bewegt sich für mich schon sehr weit am oberen Rand eines Sternes und ich würde mich nicht wundern, wenn auch der zweite nicht lange auf sich warten ließe. Was soll man zum Service sagen? Das Wiedersehen mit Jérôme Pourchère war eine echte Freude" (November 2019)

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Victor's Fine Dining by Christian Bau, Perl-Nennig

Foto: QWERTZ im Victor's Fine Dining

"Christian Bau hat inzwischen auch Bitterstoffe in sein Menü markanter integriert. Dies erhöht die Bekömmlichkeit seiner ja bekannt üppigen Speisefolgen. So ist das große Menü zwar immer noch eine Herausforderung, aber inzwischen ein machbare – und das sogar, wenn man wie ich eineinhalb Scheiben des wunderbaren Brots isst… Und die Bitterstoffe erhöhen nicht nur die Bekömmlichkeit, sondern meines Erachtens auch die Tiefe der Geschmacksbilder, wie sich vor allem beim Gamberoni zeigt. Christian Bau hat also insofern die Genussqualität seiner Speisen weiter gesteigert. Auch gefällt mir die Menüdramaturgie sehr gut. Am Anfang ist es klarer japanisch geprägt. Inzwischen haben japanische Zutaten auch stärker in die Gerichte Einzug gehalten, die von ihrer grundsätzlichen Anlage eher „europäisch“ sind. Ein wirklich klassisch französisches Gericht kann ich in dem Menü eigentlich nicht entdecken und so, dass wenn überhaupt die Reise aus der japanischen Hauptstadt in Gefilde führt, die man heute als modernisierte Klassik bezeichnet und das ist wahrlich kein Nachteil." (August 2019)

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Benelux

Restaurant Hof van Cleve, Kruishoutem

"Das Menü im Hof van Cleve hat mich schwer beeindruckt. Peter Goosens Küche hat klare klassische Wurzeln. Dies zeigt sich im Handwerk, aber vor allem in der Filigranität und Feinheit seiner Kreationen. Er kombiniert gern mit asiatischen Produkten und Aromen. A aber diese sind so gezügelt eingesetzt, dass der Umami-Aromendruck der asiatischen Welt komplett fehlt. So ist das ein sehr elegantes und wunderbares Menü – und dank der sehr leichten Desserts ist es für mich auch bei der Menge eine Punktlandung. Ich habe alles bis zum letzten Krümel genossen." (Dezember 2019)

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Restaurant The Jane, Antwerpen

"Das The Jane lebt ein Stück weit von seiner quirligen Atmosphäre. Der Raum der Kirche, der Blick in die verglaste Küche und der Service führen dazu, dass ich viel hin und her schaue – und bei unserem Menü spielt die interessante Weinbegleitung auch eine wichtige Rolle. Sie setzt doch dem ein oder andere Gericht ein Krönchen auf, dass die Gerichte spannender macht. All das ergibt einen gewissen Sog, dass mich gar nicht so intensiv über die Qualität der Gerichte nachdenken lässt, wie in einer gesetzteren Umgebung. Dabei sind einige Gerichte richtig interessant und die übrigen sind makellos und entsprechen der Zwei-Sterne-Bewertung des Restaurants. Ein sehr gutes Menü ist die Grundlage, warum das The Jane offensichtlich so anziehend ist, aber das Essen allein würde ich nicht als so „outstanding“ bezeichnen, dass es den Zuspruch allein erklären würde. Es ist vielmehr das funktionierende Mosaik aus einer stimmigen, interessanten Küche, einer lebendigen Atmosphäre, einer einmaligen Location und einem professionellen, angenehmen und gut eingespielten Service, der den Besuch des The Jane zu einem Erlebnis macht." (Dezember 2019)

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Restaurant 't Zilte, Antwerpen

"Insgesamt war das ein Menü auf sehr zufriedenstellendem Niveau. Die Gänge hatten ein konstantes Qualitätsniveau, mal waren sie stärker auf Kontrast, mal auf Harmonie angelegt. Dies alles lief in eher feinen Bahnen, trotzdem rutscht keine Kombination ins Beliebige ab. Die Küche wirkt schlüssig und kann aufgrund ihrer Präzision in der Feinabstimmung auf Spielereien verzichten, um einen guten Gesamteindruck zu hinterlassen.
Der Ausblick auf dem Restaurant ist zwar sehr schön, aber insgesamt ist die Atmosphäre nicht nur von Raumarchitektur, sondern auch vom Service sachlich. Über etwas mehr Emotion – auf Teller und im Service hätte ich mich schon gefreut." (Dezember 2019)

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Restaurant De Librije, Zwolle

Foto: Tischnotizen im De Librije

"Was für ein Abend! Jonnie Boer und sein Team haben erneut bewiesen, dass Stillstand hier scheinbar keine Option ist. Bis auf das Kaviarei und das Kalbstatar auf dem Freundschaftsring, die nicht ohne Grund zu den Klassikern im „De Librije“ gehören, konnten sämtliche Gerichte mit einem ganz eigenständigen Charakter und großer Originalität punkten. Aber ungewöhnliche Kombinationen sind hier nie nur Selbstzweck, sondern müssen immer auch Sinn machen. Ich habe viele Gerichte sogar als ausgesprochen souverän empfunden und überhaupt nicht forciert. Man merkt, dass hier niemand mehr etwas beweisen muss. An der Gesamtinszenierung hat man indes noch ein wenig mehr gefeilt und so fügen sich kleine Unterhaltungsmomente, wie die Küchenführung oder der Ice Cream Man ganz selbstverständlich ein. Und eher plakative Aktionen, wie das Anrichten des Tatars auf dem Handrücken, haben mit der Zeit weichen müssen. Der überwiegend junge Service agiert wie bisher mit viel Charme und Natürlichkeit. Man stellt sich, so gut wie möglich, auf die Sprache der Gäste ein, ohne dass man darum extra gebeten hätte. Aber natürlich macht es das noch ein wenig bequemer." (Oktober 2019)

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Frankreich

Restaurant Le Duc, Paris

"Die Produktqualität ist hervorragend was mir persönlich aber ebenso gefällt ist, dass viele Produkte durch die Küche noch einmal gezielt unterstützt werden. „Escalope de Saint-Pierre“ profitieren ungemein durch eine „Vodka-Butter“. In der Pfanne gebratener Kaisergranat mit Ingwer trumpft durch Butter und den Ingwer nochmal ätherisch auf." (Januar 2020)

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Restaurant JY's, Colmar

Foto: Tischnotizen

"Ich kann also guten Gewissens empfehlen, dieses Mittagsangebot im schönen Colmar zu wählen, sofern man die kulinarischen Erwartungen am Menüpreis und nicht an den beiden Macarons orientiert." (September 2019)

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Restaurant Les Ombres, Paris

Foto: Frab im Les Ombres, Paris

"In Summe war das ein sehr entspannter und sehr schöner Mittag, der uns große Freude bereitet hat. Die Küche arbeitet ambitioniert und unterstreicht das hohe Niveau, das man in Paris anfinden kann. Dazu bereitet die Aussicht auf Paris wichtigstes und schönstes Wahrzeichen (man darf auch auf das Dach des Nachbargebäudes gehen, um näher dran zu sein) zusätzliche Freude. Ich könnte mir aber vorstellen, dass dieses Restaurant abends andere Gästetypen anzieht (Afterwork? Verliebte Pärchen?)." (Juli 2019)

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Portugal

Restaurant Alma, Lissabon

"Henrique Sá Pessoas Küche lässt sich für mich nicht recht einordnen. Ich hatte mir eine sehr aromatische Stilistik vorgestellt, die mir im besten Fall vielleicht etwas von der portugiesischen Küche in moderner Interpretation nahebringen würde. Dies wurde nur zum Teil eingelöst. Viele Gerichte, vor allem bei den Grüßen, blieben seltsam verhalten. Da hätte ich mir an manchen Stellen durchaus beherzteres Würzen gewünscht. Toll aber Gerichte wie die Interpretation vom Bacalhau, der Reis mit Carabinero, die Seezunge, das Spanferkel und auch die sehr puristische Fischsuppe. Vor allem die Klassiker-Gerichte des „Alma“-Menüs wirkten auf mich häufig etwas aus der Zeit gefallen mit den austauschbaren Straßen voller Texturen. Das ist sicher hübsch anzuschauen, schlecht schmeckt es auch nicht, aber es bleibt eben auch beliebig und nicht sonderlich in Erinnerung. Bezeichnend vielleicht, dass dies oft die Gerichte waren, die einen deutlich internationaleren Charakter hatten. Moderner und zeitgemäßer gefiel mir da in jedem Fall das „Costa a Costa“-Menü, das auch deutlicher in Portugal verhaftet war." (Dezember 2019)

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Restaurant BouBou's, Lissabon

"Louise Bourrat pflegt eine Küche, die so international ist wie ihre eigene Geschichte. Natürlich finden sich hier portugiesische Wurzeln, aber die werden mit allem kombiniert, was sich in der Welt findet. Daher haben hier auch asiatische und südamerikanische Einflüsse ganz klar ihren Platz. Und dass sie auch ihre französische Basis nicht vergisst, macht sie spätestens damit deutlich, dass im Eingangsbereich das große Standardwerk „Le Grand Livre de Cuisine“ ihres Lehrherrn Alain Ducasse steht." (Dezember 2019)

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Restaurant Minibar, Lissabon

"José Avillez lässt es in der „Mini Bar“ recht verspielt zugehen. Die Kleinigkeiten, die mitunter gar nicht so klein sind, werden auf unterhaltsame Art präsentiert, ohne dabei die seriöse Zubereitung zu überdecken. Natürlich wirkt dennoch manches aufregender als es sich dann tatsächlich ausmacht, aber wer einen munteren Ritt durch diverse Weltregionen unternehmen will, ohne gleich kulinarische Offenbarungen zu erwarten, wird seinen Spaß haben." (Dezember 2019)

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Australien

Restaurant Dinner by Heston Blumenthal, Melbourne

"Das Schwesterrestaurant in Melbourne muss sich hinter London gewiss nicht verstecken. Dass es dasselbe Konzept zweimal gibt, ist fast schon beruhigend. Gäbe es den Guide Michelin in Melbourne sähe ich die 2 Sterne genauso hell leuchten, wenn nicht sogar etwas mehr. Aber die Diskussion hatten wir zum Londoner Pendant ja schon einmal." (Januar 2020)

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China

Restaurant HAKU, Hongkong

"Ich habe einige der Gerichte einfach nicht mehr so auf der Zunge. Das ist eigentlich kein gutes Zeichen. Aber hier würde ich es nicht so sehen. Es hat richtig Spaß gemacht im HAKU zu speisen. Durch den Platz an der Theke und die teilweise offene Küche gibt es immer was zu sehen. Außerdem werden die Gerichte zügig, aber nicht zu schnell serviert. Dadurch ergibt sich ein Geschmacks-Flow. Alles ist sehr stimmig und entspricht der angestrebten Mischung aus japanischen und mediterranen bzw. spanischen Elementen. Zudem sind die begleitenden Weine durchweg interessant. Das alles hat bei mir zu einer positiven Überforderung geführt, die stark das Gesamterlebnis und weniger einzelne Gerichte in meinem Gedächtnis verankert hat. All das gibt es zu einem für Hongkong äußerst fairen Preis – ein richtig positives Erlebnis. Wenn ich sehe, welche Restaurants in Hongkong einen oder gar zwei Sterne (Ta Vie) erhalten, ist es nicht nachvollziehbar, warum der Guide Michelin hier nicht mindestens einen vergibt." (Januar 2020)

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Restaurant Arbor, Hongkong

"Eric Räty mag offenbar relativ kleine Portionen. Damit dann daraus richtige Gänge werden, bestehen die Gerichte häufig aus zwei Tellern. Das eröffnet verschiedene Möglichkeiten, diese zu Essen. Mal abwechselnd, mal hintereinander. Das muss man sich jeweils erschließen. Die Kombinationen sind fast immer stimmig, aber nicht unbedingt zwingend, dass der eine Teller ohne den anderen keinen Sinn ergäbe. Es ergibt sich so aber interessante Mischung aus Purismus und Komplexität. Die einzelnen Teller sind durchaus filigran-puristisch, die Kombination dann komplexer. Jeder kleine Teller ist für ich präzise und stimmig gestaltet. Bei der Feinheit der Gestaltung macht sich aus meiner Sicht die Vergangenheit als Patissier bemerkbar. Dies zeigt sich natürlich auch auf die Qualität der Desserts aus, die ich ganz besonders mag. Immer wieder sind in die Gerichte einige wenige Salzflakes eingebaut, die punktuell den vom Eigengeschmack Grundgeschmack intensivieren. Ungewöhnlich in Hongkong, ich glaube es sind die einzigen klar salzigen Momente auf der Hongkong-Reise, wenn ich einen Bissen mit Salzflake auf der Zunge habe. Im Entwurf des Berichts hatte ich geschrieben: "Einen zweiten Stern halte ich für gut vorstellbar". Inzwischen ist der zweite Stern da - und er ist absolut verdient." (Januar 2020)

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Restaurant L'Envol, Hongkong

"In Summe sehe ich das Restaurant auf einem guten Weg zu 2 Sternen und würde gerne wiederkommen, mein einziger Kritikpunkt wäre der Preis – für 2 Personen, 2 Gläsern Egly-Ouriet zum Aperitif, der Weinbegleitung und großzügigerem Trinkgeld kommen wir bei 6,800 HKD (ca. €780) raus was verhältnismäßig natürlich nicht wenig ist. Wer aber auf der Suche nach guten Produkten oder einen höchst entspannten Abend in moderner französischer Küche ist, für den ist die Adresse hier genau richtig." (Januar 2020)

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Restaurant Ta Vie, Hongkong

"Das Menü im Ta Vie soll – so steht es oben auf der Speisekarte – asiatische Zutaten „featuren“. Das ist leider nur an einzelnen Stellen der Fall. Wenn die Produkte wirklich mal im Mittelpunkt stehen, ist der Geschmack schon überzeugend, aber auch nicht so glänzend, dass man hier von hervorstechenden Produktinszenierungen sprechen könnte. Das ginge bei dem Bewertungs- und Preisniveau alles noch gerade in Ordnung, wenn nicht die misslungenen Ausflüge in europäische Aromenwelt gewesen wären, wie im Haupthgang und im ersten Dessert ist das Menü. Nach deutschem Maßstab würde ich hier einen mittelmäßigen Stern sehen – bei einem Preislevel auf dem man nicht nur in Deutschland, sondern in Europa insgesamt gut und gerne ein großes Menü in einem Drei-Sterne-Restaurant genießen könnte. Preis und Leistung stehen im Ta Vie also in keinem Verhältnis." (Januar 2020)

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Restaurant Lung King Heen, Hongkong

"Nach meinem Besuch würde ich sagen, dass es 2 Sterne im Schnitt auch tun würden. Zumindest die Konstanz klassisch französischer oder deutscher 3-Sterner hat das Lung King Heen nicht. Es ist aber auch nicht darauf ausgelegt eine klassische Menüerfahrung zu bieten, sondern eher darauf in einer großen Gruppe zu kommen und möglichst viele Gerichte zu probieren. Handwerk und Produktqualität ist aber ohne Zweifel in einer hohen Liga, weswegen ich über die 3 Sterne nicht meckern kann, Preis-Leistung ist dazu natürlich hervorragend." (Januar 2020)

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