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Gutshaus Stolpe bei Anklam

?Das ist alles Teamarbeit, ich koch nicht allein!? Freundlich und bescheiden wehrt André Münch unser Lob ab. Und ? Kochen ist wie Musik?, wenn einer nicht mitzieht, klappt es nicht. Unser Menu hat wunderbar geklappt. Die Grüße aus der Küche verhindern einen Leerlauf während der Prozession der einzelnen Gänge, à la minute zubereitet. Eine Kaskade an Grüßen. Nach einem anstrengenden Tag fühlen wir uns umsorgt wie im Schlaraffenland.       So haben wir uns ein Gutshaus vorgestellt. Ein Traum, verwandt mit den romantischen Konkurrenten in Frankreich und England. Die lange Alleenauffahrt zum denkmalgeschützten Gutshaus Stolpe, Neuschnee knirscht unter den Rädern, in der Lounge prasselt ein Kaminfeuer. Zwei sehr schöne Juniorsuiten im Haupthaus warten auf uns, edel, mit Antiquitäten ausgestattet. Die eine mit Balkon zum herrlichen Park, die andere blickt zum Gut. Rechts der ehemalige Pferdestall, großzügiger Rahmen für Feierlichkeiten, die Haferscheune als Konzertsaal, links die Remise und die Ruine des alten Kuhstalles. Raffiniert getarnt parken in ihr die Autos. Ganz hinten spitzt die Wartislawkirche hervor. Errichtet zur Erinnerung an den pommerschen Herzog Wartislaw, der im Hochmittelalter als christlicher Konvertit versucht haben soll, seine Landsleute von seinem Glauben zu überzeugen, dabei von einem wendischen Edelmann gemeuchelt und somit zum Märtyrer wurde. Der jetzige Bau ist aus dem Jahre 1893. Pommersche Geschichte ganz nebenbei, abzulesen an der Tafel, die auf das ehemalige Benediktinerkloster hinweist. Unser Rundgang führt weiter zur ruhig fließenden Peene, dem letzten unverbauten Fluss Europas, dem ?Amazonas des Nordens?. Die Natur ist dort in Ordnung, Reiher, Biber, Fischotter, Seeadler beleben sie. Angler schätzen den Fischreichtum. Meine Begleiterin schwärmt von potentiellem Fliegenfischen. ?Hol öwer?, die Fähre setzt im Sommer nach Stolpmühl.   Im dreihundert Jahre alten Fährkrug, ab April geöffnet, kommen bodenständige Spezialitäten aus der Region auf den Tisch. Ein hauseigener Steg bietet direkten Zugang zum Fluss, vergnüglich zum Schwimmen. Ein reizender Ort, dieses Stolpe, die friedliebenden Hobbits passen hierher. Es lohnt sich, einen Urlaub zu verbringen, wenn man Ruhe tanken will. Tennis, Wandern, Flussfahrten, Angeln, Jagd, Radfahren, Spielplätze, es gibt Boxen für mitgebrachte Pferde, Greenfee - Ermäßigung auf drei umliegenden Golfplätzen. Usedom, die zweitgrößte Insel Deutschlands, ist nicht weit, die Hanse- und Universitätsstadt Greifswald mit ihrem malerischen Hafen lockt. Uns lockt heute das Flair vergangener Zeiten, den das Gutshaus Stolpe mit seinem Ambiente ausstrahlt. Es wurde 1994 von Kurt Stürken (der Storch im Wappen zielt auf den Namen), dessen Eltern bis 1945 Gutsbesitzer waren, zurückerworben, zusammen mit 150 Hektar Wald und Wiesen, restauriert und liebevoll zum Hotel und Restaurant umgebaut, Mitglied im renommierten Relais & Chateaux. 33 Zimmer, sechs davon als Suiten, in der Remise sind sie mediterran angehaucht. Der kleine Sauna- und Fitnessbereich ist gerade im Hexenhaus fertig gestellt worden.  Wohltuende Entspannung im Gartensalon, und die holzgetäfelte Bar mit Bibliothek lädt ein zur individuellen Entdeckung der Langsamkeit. Ein glückliches Händchen haben die Eigentümer in der Wahl des maitre de cuisine bewiesen. André Münch, 1977 in Castrop- Rauxel geboren, kommt aus einer Unternehmerfamilie, wollte zunächst Fotograf werden, obwohl er bereits früh begeistert mit Mutter und Oma am Herd stand. Als "das Beste, was mir passieren konnte", bezeichnet er seine Lehre zum Koch. Gelernt hat er im Goldschmieding in Castrop-Rauxel, bei der Gastronomenfamilie Stromberg. Bernhard Stromberg war sein ?charismatischer und stolzer Chef, den ich manchmal vermisse?,  erzählt  Münch. Schon früh hat er sich ?anhexen? lassen von der Sterneküche, das beweisen seine weiteren Stationen quer durch Deutschland. Jean Claude Bourgueil vom Schiffchen in Düsseldorf prägte ihn. Die klassisch ? französische Küche mit mediterranem Einschlag ist sein Metier, das er auch in Kochkursen vermittelt. Kurz nach seinem Eintritt ins Gutshaus Stolpe wurde er 2008 mit einem Michelinstern gekrönt. Der sympathische Koch mit den zurückgebundenen Haaren, dem filigran ausrasierten Bart, der selbst gerne essen geht an seinen freien Tagen - da darf es durchaus einfach sein, auch die Currywurst ist lecker - hat 2009 mit seinem Jagd- und Angelschein einen neuen respektvollen Bezug zum ?Lebensmittel? bekommen. Dessen Zubereitung uns begeistert! In der familiären Atmosphäre des schönen Gourmetrestaurants fällt jegliche Steifheit ab, die Gäste lächeln sich zu im Privileg, hier essen zu dürfen. Die Kür beginnt mit dem ausgezeichneten selbstgebackenen Brot. Weiter präsentieren sich zierlich in kleinen Brique - Förmchen die verschiedenen Tatars, Gnocchis, Süppchen, die auf die gewählten Menugänge verweisen. Pure Gaumenlust. Jan Lederer, begeisterter Restaurantleiter und Sommelier, rät uns zu einem Chardonnay von Andreas Laible. Ein Dankeschön seiner Empfehlung. Allein das pommersche Landei auf Rahmspinat und Trüffeljus hat die Fahrt gelohnt. Danach gegrillter Atlantik-Steinbutt, die Peene ist noch vereist. Die Selektion vom pommerschen Kalbsfilet offenbart sich einmal im Brotmantel, im gratinierten Rücken, beide zart-knusprig, im geschmorten Bäckchen in Portweinjus, mit Kraut und Rüben.Die Variation von der Tahiti-Vanille ist eine Sünde wert, meine Begleiterin genießt verzückt das Soufflé, die Crema catalana und die Crème Brulée, garniert mit Eis. Einen Teller voll Glück hat uns André Münch gewünscht und zubereitet. Er ist wie im Märchen übergelaufen in einen rundum unbeschwerten Aufenthalt. Autorin: Margret Buchner Kontakt: Gutshaus Stolpe Hotel und Restaurant Peenstr. 33 - bei Anklam
17391 Stolpe Tel: +49 (39721) 5500
Fax: +49 (39721) 55099 info@gutshaus-stolpe.de www.gutshaus-stolpe.de
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