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Hotel des Monats ? Villa am See, Tegernsee

Am Ende der Straße steht es nicht, sein Haus am See. Und ob er es im Traum gesehen hat, wie Peter Fox singt, ist unbekannt, aber viele kommen vorbei, und er braucht nicht rauszugehen.
Michael Fell, der Patron und Maitre, Jahrgang 1963, hat vor einem Jahr noch einmal durchgestartet, er etabliert sich mit einem kleinen feinen Hotel am Ostufer des Tegernsees. Als exquisiter Koch ist er längst bekannt, der Wahlbayer aus dem schwäbischen Bad Cannstadt. Fast will er zwar während seiner aufreibenden Lehrzeit in Fellbach das Handtuch  werfen, ihn belastet das ständige Spülen und Putzen; ihn, der schon mit zehn Jahren von den Meriten des Koches träumte, er hat zu wenig Zeit für Sport und Freunde, aber er beisst sich durch.

Denn der Duft der haute cuisine umweht ihn. Im berühmten Kurhaus von Baden-Baden. Ohne Fleiß kein Preis, ohne handwerkliche Basis keine Krönung. Er muss seine Leidenschaft für die französische Küche vertiefen und bewirbt sich bei Alain Chapel in Frankreich.  Unerwartet, noch vor dem Vorstellungsgespräch verstirbt der Meister. Ein Schock.  Wundersam bietet sich da die Bundeswehr als Auszeit an. Er leistet sie statt im Offizierskasino in der Feldartillerie ab, trotz streng geregeltem Kasernendienst und endlich wiederbelebtem Sport kommt er zum Nachdenken über seine berufliche Zukunft. Er entscheidet sich weiter am Herd zu stehen, die Begeisterung fürs Kochen überwiegt. Er zieht nach Bayern und arbeitet als Commis im Königshof in München. Stetig sein Aufstieg, die Großmeister seiner Zunft ziehen ihn in den Bann. Im Aubergine bei Witzigmann als Saucier, bei Otto Koch im Le Gourmet. Ehrgeizig und voller Wissbegier saugt Fell Erfahrung und Tricks der berühmten cuisiniers auf, ihre Genialität und handwerkliche Perfektion, ihre Hochachtung vor natürlichen Grundprodukten und vor allem Otto Kochs souveräne Menschlichkeit beeindrucken und prägen ihn. Sein ganz persönlicher Weg kann beginnen. Er führt ihn 1988 an den Tegernsee, und dieser  lässt ihn offensichtlich nicht mehr los. Trotz wirtschaftlicher Nackenschläge gibt er nicht auf, alle Gäste sind begeistert von seiner Kunst, ein Michelinstern erstrahlt, Ehrenpreise, Punkte, Kochlöffel rühmen seine Kreativität. Als ihm das ehemalige Bischoff am See, völlig umgestaltet mit neuem Konzept, angeboten wird, greift er zu und wird zum Hausherrn über ein mediterran inspiriertes Hotel. Eine Villa, nach italienischem Vorbild steht Pate, mit 12 elegant eingerichteten Zimmern, z. T. mit integrierter Sauna und Whirlpool, einem großzügig geschmackvollen Sternelokal, der Brasserie mit regionalen Schmankerl (sein Tegernseer Schnitzel ein Renner), Pianobar, Seepavillon am hauseigenen Steg. Last not least gebietet er als Kapitän über die fest angedockte wunderschöne MS Bad Wiessee, Bühne für Feiern und Events. Ein vielseitig einsetzbarer Tagungsraum lässt erahnen, dass Gäste das Schöne mit dem Beruf genüsslich verbinden. Der Wellnessbereich rekrutiert sich in erfrischender Weise aus Gebirge, Wald und See. Ein Smaragd im Tegernseer Tal, eines der saubersten Gewässer Bayerns, die Ufer fast vollständig öffentlich zugänglich trotz der wohlhabenden Anwesen. Gemäßigte Ausflüge im Waldgebiet, Wanderungen in die blauen Berge hinein lassen Seele und Körper im Einklang sein. Nach den Sternstunden für den Gaumen. Im Panoramarestaurant oder an einem Frühlingstag auf der Terrasse - atemberaubender Ausblick - wartet der Gast fast andächtig auf die Küchenmysterien. Man möge dem Schreiber das Pathos verzeihen, wenn er auf dem goldenen Platzteller - einer liturgischen Patene gleich  mit weißer Stoffoblate - den Gruß aus der Küche serviert bekommt: Fenchel karamellisiert mit lauwarmem Lachs sagt nichts über das Entzücken aus, das sich von Gang zu Gang steigert. Saiblingsfilet mit roter Rübe und Krautsalat, gefüllte Morchelnudeln mit Krebsen, geschmorte Powerade (Babyartischocke)mit Gnocchetti, Tomaten im Rucolafond, Trüffelschmand mit Ochsenschwanz und Blumenkohl (die winzigsten Knöspchen, die man köstlich erschmecken kann). Die Komposition der Zubereitung von altvertrauten regionalen Grundprodukten mit feinen Accessoires ist Hochgenuss, überrascht selbst den Kenner, der ungeübte Genießer erlebt eine Offenbarung. Himbeertarte mit gefülltem Schokoladencaramel und Sauerrahmeis, Erdbeeren mit Rhabarber, katalanische Creme auf Fruchtsalat. Michael Fell betont bescheiden die hochwertige Handwerkerkunst anstatt des spektakulären Hype allüberall, er sieht sich als Gastgeber, Mitbegründer der Jeunes Restaurateurs. Und er geht eine großartige Alliance zwischen höchster Professionalität und erlesener Tafelkultur ein. Unterstützt und getragen von der  Einsatzfreude seiner 20köpfigen Hotel- und Herdbrigade, von seiner Frau und den Kindern. Die Qualität der wenigen freien Zeit gibt Kraft. Abends am Bootssteg in den Sonnenuntergang schauen bei einem Glas Champagner.
Die Art zu leben ist die Art zu genießen, so ähnlich bescheiden formuliert er sein Motto. Man möchte bleiben in seiner Villa am See - wie im Song ?und feiern eine Woche jede Nacht?.

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Schwaighofstr. 53
83684 Tegernsee +49 (8022) 187700
www.villa-am-see-tegernsee.de
info@villa-am-see-tegernsee.de
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