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Veste Wachsenburg

Gleich ist nicht gleich, wie uns ?Die drei Gleichen ? pittoresk beweisen. Der Legende nach brannten 1231 die drei Burgen in Thüringen nach einem Kugelblitz wie drei Fackeln. Gleich-Zeitig. Zwei davon sind romantische Ruinen. Die dritte, die Veste Wachsenburg darf sich einer sehr lebendigen Existenz rühmen. Nicht nur für abenteuerlustige Kinder empfiehlt es sich, dieses besondere Gasthaus aufzusuchen, Erwachsene reizt zudem die Nähe zu den Städten Weimar, Gotha und Erfurt. Von weitem behäbig wie die Behausung eines dicken Burgvogtes assoziiert man in der Nähe Raubrittersagen, so mächtig und kompakt steht die Veste. Drinnen ließ Johannes Georg Wagner, der Vater des jetzigen Besitzers, farbenprächtige Szenen aus der Burggeschichte malen, sich selbst mit einem Konterfei einbeziehend. Seit 2001 im Privatbesitz wird unter dem Regime von Junior Patrick Wagner ausgebaut und modernisiert, immer den historischen Kern respektierend. Palas und Kemenate beherbergen luxuriös Gäste aus aller Welt. Verteilt auf drei Etagen befinden sich die 15 eleganten Zimmer, darunter schlichte, historische und Suiten mit traumhaftem Blick über das südliche Thüringer Becken. Ein kleines Hotel, sagt bescheiden Manuela Wagner, die charmante Thüringerin. Ob das Brautpaar, das vor einiger Zeit in der stilgerechten Hochzeitssuite die Ehe begann (original Wiener Rokoko, im Dorotheum ersteigert), das auch so sieht? In dem großen Raum hätte leicht der ?zwieweibige? Graf Ludwig von Gleichen Platz gehabt, der, dem der Papst im 13. Jahrhundert die deutsche und morgenländische Gattin, die ihm das Leben aus der türkischen Gefangenschaft rettete, sondergenehmigt! Das junge Ehepaar besucht Monate später das Restaurant Patrick Wagner, das RPW und ist ungebrochen begeistert. Nach dem Motto des Restaurants ?Kein Genuss ist vorübergehend; denn der Eindruck, den er zurücklässt, ist bleibend?. Die Schreiberin vervollständigt die Textstelle aus Goethes Wilhelm Meister:?was man mit Fleiß und Anstrengung tut, teilt dem Zuschauer selbst eine verborgene Kraft mit, von der man nicht wissen kann, wie weit sie wirkt?. Eine Kraft, wie wahr! Fast erscheint es verrückt oder wahnsinnig, ein solches Unternehmen ganz privat ohne Hilfe einer kommerziellen Hotelvereinigung zu führen. Ein Projekt, bestehend aus einer Burg auf sechseinhalbtausend m² Gelände, zwei unterschiedlichen Gastronomiekonzepten, denen angeschlossen ein modern ausgestatteter Tagungsraum, einem Hotel, einem liebevoll bestückten Burgmuseum - und nicht zuletzt der wunderbaren Georgskapelle, in der der Bund fürs Leben kirchlich und zuvor standesamtlich besiegelt werden kann. Mutig sind sie und auf einem guten Weg, die Wagners. Beide Kneipenkinder, wie sie stolz sagen, kennen sie die Gastronomie. Patrick Wagner, 1979 in Hadamar geboren, zieht mit seinen Eltern 1991 nach Thüringen, denn der Traum des Vaters, eine Burg zu besitzen, verwirklicht sich langsam. Und der Traum des Jungen ist, Koch zu werden. So macht er seine Lehre auf der bewirtschafteten Burg, die damals noch im Grundbesitz des Freistaates ist, aber vom Vater 1999 gekauft wird. Bevor er am 1.1.2010 Inhaber der Veste Wachsenburg wird, kocht Patrick Wagner im Restaurant Anastasia in Weimar und bei Dieter Müller, seinem verehrten Meister und Mentor. Einzig dessen Geist weht auf der Wachsenburg, andere Geister sind längst in das Reich der Sage abgetaucht. Denn Müller hat ihn am meisten geformt, bekennt Patrick Wagner. Erfolgreich, ehrgeizig und gelassen zu sein, das sind die Tugenden, die er beherzigt. Seinen ganz eigenen Stil kocht er, euroasiatisch, leicht, mit den perfekten Zutaten, ohne die eine Gourmet Küche nie reüssieren könnte. Klöße und Thüringer Leibgerichte, die im Burgverlies und Rittersaal serviert werden, zeigen gleichwohl die Kreativität des vierköpfigen Teams um Patrick Wagner. Für die Schreiberin war es ein Aha-Erlebnis, aus dem alten Gemäuer, den geschichtsträchtigen Winkeln zum Gourmetdinner in das moderne, helle, sehr schöne RPW einzutreten: Weiß, fünf Tische mit schwarzen Ledersesseln, angenehme Beleuchtung, Blick in die Auen, kein nostalgischer Zierrat, einzige Reminiszenz an die klassisch-literarische Vergangenheit des Thüringer Landes eine Bücherwand mit bibliophilen Folianten. Und dann das Essen, ein feines Mahl, erlesen präsentiert. Zum Auftakt grüßt die Spargelzeit mit einem Trio. Ein Capuccino mit Curry und Zitronengras folgt als zarte Hommage an Dieter Müller. Die Gänseleber (verzeiht, verehrte Vegetarier!) bissfest, leicht krustig, selten besser gegessen. Minimalistisch empfiehlt die Karte Hühnerei, Couscous: Wenn alle Landeier so originell und köstlich gestockt würden, dann könnte man getrost den einen oder anderen Gang auslassen, was allerdings schade wäre um den bretonischen Steinbutt, um die Ochsenbäckchen, das Ibericoschwein oder um die Trüffel Espuma. Das Dessert, ebenfalls karg ausgewiesen als Schokoladenriegel, entpuppt sich - vor der komfortablen Nachtruhe - als eine Canache. Verführerisch, obwohl die Schreiberin sonst keine Bitterschokolade mag! Burgromantik ist heute! Auf der mittelalterlichen Veste Wachsenburg. Autorin: Margret Buchner Kontakt: Hotel & Restaurant
Veste Wachsenburg
Fon: +49 (3628) 74 24 0
Fax: +49 (3628) 74 24 61

www.wachsenburg.com
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