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Hotel des Monats ? Obauer in Werfen (AT)

Ein Hotel des Monats zu beschreiben, muss aus einem persönlichen Aspekt erwachsen, unabhängig von Hochglanzpropaganda und Marketingzwang, es darf garniert sein mit Assoziationen und Emotionen. Hochgelobt, weil hoch gelebt. Unser Hotel des Sommermonats August besitzt eine Urlaubsadresse voll Ruhe, Genuss, Schönheit, einer spannenden Umgebung und vielen Möglichkeiten. Für alles ist gesorgt im Restaurant-Hotel Obauer in Werfen im Salzburger Land, im Tal der Salzach. Auch wenn Sie bedauern, keine Karten mehr für den Jedermann erhalten zu haben, hier sind Sie herzlich willkommen. Im besternten Gasthaus Obauer mit Zimmer, fast die Herberge von einst. Da haben Sie Kulisse, Inszenierung; denn bitte, was ist dramatischer als die Bergwelt rund um das Hochkönigsmassiv, angereichert durch die größte Eishöhle der Welt, durch die Erlebnisburg Hohenwerfen mit mittelalterlichem Treiben und Falknerei, in der Anlage vergleichbar der Festung Hohensalzburg? Sie haben Kultur in herrlicher Natur. Und Sie genießen eine Gourmetküche par excellence. Tage nach einem Besuch bei den Brüdern Obauer - Ein Obauer sind nicht die Obauers! - sehnt sich der beschreibende Gast danach zurückzufahren, sich in den Garten mit den alten Obstbäumen zu setzen und - wenn der Begriff nicht so unsinnig strapaziert wäre - die Seele baumeln zu lassen. Einfach da sein, durchatmen, in den waldigen Hochkönig staunen, lächeln, warten, was das freundliche Serviceteam auftischt. Jede Beschreibung hinterher muss unvollkommen ausfallen. Die Prozession der Menüfolge mit essbarer Kunst auf wunderschönem weißem Geschirr hat ihre eigene Choreographie. Schnörkellos, ohne dekorativ - originellen Zierrat: die Miniaturen des amuse geule schmecken nach ihren Ingredienzien wie Schinken, Ziegenkäse, Holler, Oliven, Algen, bedauernd schränkt man sich ein im köstlichen Brot, damit der Genuss entfacht bleibt im Procedere und probiert verzückt bei einem vegetarischen Gast in der Runde an der Karfiolcreme. Kalbsschinken auf glasiertem Fenchel, den man neu wahrnimmt, frischer Szechuan Pfeffer auf Zanderstreifen, Seeteufel auf knackigen Bohnen, heimlich am Fenchelsüppchen des fleischlosen Genießers naschen. Schier grenzenlos ist die Sehnsucht nach allen Genüssen. Jakobsmuscheln von fester Konsistenz neben körnigem, herbsüßen Blaubeerrisotto, ausgefallen und einfach zugleich, Milchkalb auf Artischockenboden, Fleischleiberl, man will nie wieder ein anderes essen, das Mandelmus in weißen Bohnen gekocht, mit Olivenöl perfekt abgerundet, beglückt die Schreiberin. Das Dessert eine Pfirsichkomposition mit Topfen, Eis aus gebrannten Mandeln, für den Nachtischverweigerer eine Unterlassungssünde. Dies alles mag dem Leser wie eine werbemäßige Überspitzung klingen, aber im Nachhinein erklärt sich die Euphorie. Die perfekten Zutaten, die wir in jeder Sterneküche erwarten können, werden ungeschönt ohne Chichi kredenzt, ganz in der Vision von Karl Obauer: Einfache Perfektion. Karl, der ältere Bruder, wollte immer Koch werden, nichts anderes konnte er sich vorstellen bei Wirtseltern. Gut hat er daran getan, den jüngeren Bruder mit ins Boot zu ziehen. Karls Lehrzeit von 1968 - 1971 im Bayrischen Hof in Salzburg, Stationen als Jungkoch in Österreich, Norwegen und der Schweiz, Praktika im Au Crocodile, Elsass, im Leon de Lyon, Frankreich. Rudolf lernt von 1976 - 1979 im Goldenen Hirsch, Salzburg, arbeitet im Zürser Hof, Arlberg, bei seinem Bruder, praktiziert bei den Brüdern Troigros in Roanne, ebenfalls bei Emile Jung im Elsass, verschiedene Stationen in Paris, Brüssel ergänzen die Laufbahn. Von der Pike auf mit dem Handwerk vertraut, durch den genialen Bocuse, der den Beruf des Koches durch seine Menschlichkeit hoffähig gemacht hat (so zitiert Karl oder war es Rudolf Obauer?), entwickeln sie ihren eigenen Stil, jeden Tag neu inspiriert, Kochen ist Lust und ihr Leben. Der militärische Umgangston früherer Ausbildungsepochen ist längst verschwunden. Wie ein Tormann braucht der Koch sein Team. Nachdenklich verweist Rudolf, den Karl als den toleranteren unter ihnen beschreibt, auf Naturvölker, die in ihrer Geradlinigkeit besser kochen als die hoch technisierten Nationen. Die Natur muss wieder in die Küche zurück. Ein Gespräch mit beiden, dem Patron und dem Koch, steigert den Après-Genuss des Mahles. Nur wer die guten einfachen Produkte liebt, kann die Perfektion eines Maitre de cuisine als besonderes Geschenk wert schätzen. Wunderbare Gastgeber sind die unterschiedlichen Brüder, die sich wie Yin und Yang ergänzen, symbolisiert durch den auf der Kochjacke eingestickten Januskopf. Die Gastfreundschaft führt soweit, dass der Patron seine eigenen Handwerker beim dringenden Umbau unterbrechen lässt, damit ein Gast nicht gestört wird. Das behäbige Haus aus dem 13. Jahrhundert bietet 14 komfortable Zimmer einschließlich der drei Suiten. Es wurde elegant und zeitgemäß ausgebaut und gestaltet mit Materialien aus der Region. Natursteine, Kiesel aus der Salzach für die Dusche, warme Hölzer, harmonisch in Erdfarben, an einigen Stellen ist der ehemalige Tuff freigelegt. Altes bewahren, mit Neuem verbinden, verantwortlich sein für die nächste Generation, ein Obauersches Credo. Überraschend entscheidet sich der 20jährige Junior Rudolf, beim Vater den Kochlöffel zu schwingen. Der Blick aus dem Fenster kann einen Stadtbewohner ehrfürchtig werden lassen, zur Straße hin das beeindruckende Massiv des Tennengebirges, die Burg wie eingebacken, andererseits die Beschaulichkeit des Gartens mit alten Obstbäumen, dahinter der Bühnenprospekt Hochkönig. Sportliche Ambitionen werden geweckt und gestillt, sei es in einer bescheidenen Gangart oder bei größeren Bergtouren, die braucht Rudolf Obauer regelmäßig zum Abschalten, sei es beim Schwimmen im herrlichen Freibad oder für die extremeren Urlauber eine Rafting-Tour auf der Salzach. Um danach glücklich ?heimkehren? zu dürfen in die geruhsame Obhut der Herberge, wie es dem Pilger im Werfener Wappen schon Jahrhunderte zuvor geziemte.  Autorin: Margret Buchner

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Fax +43 (6468) 521212
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