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CHEF-SACHE 2021

Best-of-the-Best-Wahl: Sascha Stemberg räumt ab

Anlässlich der CHEF-SACHE am 3. Oktober 2021 wurden auf der Hauptbühne die Best-of-the-Best Awards des Port Culinaire Magazins  zum neunten Mal verliehen. Zum sechsten Mal in Folge wurden auch die Top-Ten-Listen mit Ergebnissen veröffentlicht. Die Wahl ist eine Initiative von Port Culinaire und CHEF-SACHE. Die Preise wurden während der CHEF-SACHE auf der Bühne des Symposiums vergeben.
„Preise und Ehrungen werden in der Gastronomie Branche fast schon inflationär vergeben. Hinter vielen steht eine Jury, hinter anderen eine Redaktion. Leider wird oft taktisch gearbeitet oder sogar nach Gutdünken gechartet und Ehrungen zugeteilt. Wir haben mit dem Best-of-the-Best Award etwas anderes geschaffen. Eine mehrstufige Onlinewahl, in dem die Branche selbst die Besten unter sich nominiert und schließlich selektiert“, so Thomas Ruhl.  

Den Begriff Branchen-Oscar habe man gerne von den Nominierten übernommen , die online und auf Social Media Wahlwerbung betrieben. Tatsächlich sind es die Nominierten selbst, die durch ihre „Wählt uns“-Initiativen die Wahlplattform zum Glühen bringen. Während der heißen Phase treffen alle paar Sekunden Votings ein. Über 12.000 Stimmen wurden gewertet, gut 2.200 weitere für ungültig erklärt.

Viele unterschiedliche Persönlichkeiten und Unternehmen wurden bei der diesjährigen Verleihung der Port Culinaire Best-of-the-Best Awards geehrt. Unbestrittener Gewinner des Tages war dabei Chef Sascha Stemberg (vom bergischen Gourmet-Gasthaus Haus Stemberg). Er konnte sich mit großem Vorsprung gleich drei der begehrten Branchenauszeichnungen sichern, und so lautete die Antwort auf die Fragen Welches Restaurant hat durch Neuartigkeit und Modernität verblüfft? Wer ist derzeit der beste Koch/die beste Köchin in Deutschland? Wessen Menüs begeistern am meisten? Und welches Restaurant, welche Chefin oder welcher Chef hat die Corona-Krise durch intelligente Strategien bestens gemeistert? am Ende immer gleich: Sascha Stemberg (mit seinem bergischen Gourmet-Gasthaus Haus Stemberg).

Haus Stemberg gewann den Best-of-the-Best-Award in der Kategorie „Hot Spot 2021“ (mit 45 Prozent der Stimmen), Sascha Stemberg ist „Nationalheld 2021“ (47 Prozent) und wurde für die „Beste Shutdown-Strategie“ geehrt (42 Prozent).
Der agile und dynamische Chef stammt aus einer bergischen Gastronomendynastie. Das Haus Stemberg in Velbert führt Sascha Stemberg bereits in fünfter Generation. Schon sein Vater erfand das Konzept, „zwei Karten aus einer Küche“ zu kochen. Neben den seinerzeit begehrten internationalen Edelprodukten setzte er auf regionale Spezialitäten. Sascha ist in der Spitzengastronomie ausgebildet. Er schärfte und verfeinerte die regionale bergische Küche, entwickelte sie zu einer echten Symbiose von Koch und Produzent, Seit 2014 ist das von der Familie geführte Restaurant mit einem Michelinstern ausgezeichnet. Doch die Gastronomie ist bodenständig geblieben. Die Gerichte werden zu einem außerordentlich guten Preis-Leistungs-Verhältnis angeboten. Auch deswegen ist das Restaurant immer ausgebucht, und extrem beliebt. 
Die drei Auszeichnungen Nationalheld, Hot Spot und Beste Shutdown Strategie zeugen sowohl von der Beliebtheit des sympathischen Kochs als auch der seines Vaters Walter, der die Position des Maître im Restaurant übernommen hat. Sowohl Vater als auch Sohn sind Meister des Marketings und in Presse und sozialen Medien sehr aktiv.

Shutdown Strategie – Sascha Stemberg gehörte zu den Köchen, die auf den Shutdown spontan und richtig reagierten. Nach dem Motto „Es muss ja weitergehen“ entwickelte er ein Lieferangebot, dessen Qualität den Transport von der Restaurantküche bis an den heimischen Esstisch unbeschadet übersteht. Teilweise wurden Temperaturen so gesteuert, dass Produkte während der Lieferfahrten auf den Punkt nachgarten. Das Angebot war originell und abwechslungsreich. Auch dieses Thema kommunizierte Sascha äußerst aktiv über Social Media.

Und dies sind die Gewinner in den weiteren sechs Kategorien:

Best-of-the-Best Awards – Persönlichkeiten und Branchenpartner

Grand Seigneur 2021  – Welche Unternehmerpersönlichkeit aus Handel, Produktion oder Dienstleistungsbereich unserer Branche hat durch ihre Leistungen als Innovator, Chef und Mensch diese Auszeichnung verdient? Ralf Bos, Bos Food gewinnt in der Kategorie „Grand Seigneur 2021“ mit 34 Prozent der Stimmen.  Ralf Bos wird diesjährig zum siebten Mal „Grand Seigneur 2021“ bei den Best-of-the-Best Awards von Port Culinaire. Der gebürtige Düsseldorfer hat ein bewegtes Leben geführt. Als gelernter Restaurantfachmann arbeitete er als Barkeeper, Sommelier, Tour Manager bei Rolf Siegel und gründete die BOS TV, ein Elektronik-Import-Unternehmen. Im Jahr 1990 dann startete er gemeinsam mit Ralf Borkowsky das Unternehmen Bos Food, seinerzeit noch mit einem bescheidenen Produktangebot – aber schon mit der bis heute geltenden kompromisslosen Dienstleistungsbereitschaft. Mit dem wachsenden Angebot wuchs auch Ralfs Produktwissen gewaltig. Es gibt wohl kaum eine Frage zu Lebensmitteln, die er nicht beantworten kann.  Sein Wissen gibt er in Vorträgen, redaktionellen Artikeln und Büchern weiter. Soziales Engagement beweist er unter anderem mit dem auf seine Initiative entstandenen Projekt „Spitzenköche für Afrika“. Sein Unternehmen ist heute in vielen Bereichen Marktführer und für viele ist Ralf Bos ihr Lieblingslieferant.

Ergebnis:
1. Ralf Bos, Bos Food: 34 %
2. Jörg Geiger, Manufaktur Jörg Geiger: 12 %
2. Bastian Jordan, Jordan Olivenöl: 12 %
3. Patrick von Vacano, Original Beans: 11 %
4. Wolfgang Otto, Otto Gourmet
5. Ingo Holland, Altes Gewürzamt
6. Gerhard Daumüller, Keltenhof
7. Frank Brömmelhaus, Caviar House & Prunier
8. Riederer Freiherr von Paar, Gutshof Polting
(Nominierung Thomas Ruhl wurde zurückgezogen)

Unternehmen 2021 – Welches produzierende oder handelnde Unternehmen ist das innovativste, zuverlässigste und fairste in Bezug auf Preis und Service? Pistole Hardcore Food von Torsten Pistol gewinnt in der Kategorie „Unternehmen 2021“ mit 27 Prozent der Stimmen. Torsten Pistol, genannt „Pistole“, ist der Prototyp des neuen Food Unternehmers und Pendant zur Tattoo Köche Szene. Geboren und aufgewachsen im niedersächsischen Artland wurde er zunächst Krankenpfleger und Rettungssanitäter, später wurde er Fischzüchter. Fette Welse für die Gastronomie. Den Startschuss für sein Unternehmen Pistole Hardcore Food setzte seinerzeit Thomas Imbusch, der 10 Kilo Hardcore Fisch für Mälzers Off-Club bestellte. Von nun an kreuzten mehr und mehr Top-Köche seinen Weg. Pistole wurde zum Food Scout, immer auf der Suche nach „Hardcore“ Produkten, Mittlerweile gehören Essige, Spirituosen oder auch Culatello zum Portfolio.

1. Pistole Hardcore Food, Torsten Pistol: 27 %
2. Bos Food, Ralf Bos: 19 %
3. Jordan Olivenöl, Bastian Jordan: 11 %
4. Weingut Franz Keller / Schwarzer Adler, Fritz Keller
5. FrischeParadies, John Matthew
6. Manufaktur Jörg Geiger, Jörg Geiger
7. Otto Gourmet, Wolfgang Otto
8. Original Beans, Patrick von Vacano
9. Keltenhof, Gerhard Daumüller
10. Gutshof Polting, Riederer Freiherr von Paar

Best of the Best Awards – Restaurants & Service

Hot Spot 2021 – Welches Restaurant, welches Konzept hat durch Neuartigkeit und Modernität verblüfft?

Ergebnis:
1. Haus Stemberg, Sascha Stemberg: 45 %
2. Gourmet “Restaurant Alexander Herrmann“ by Tobias Bätz: 18 %
3. Winzerhof Stahl, Christian Stahl: 16 %
4. Ox und Klee, Daniel Gottschlich
5. The Table, Kevin Fehling
6. Waldhotel Sonnora, Clemens Rambichler
7. Coda, René Frank
7. Rutz, Marco Müller
8. Einsunternull, Silvio Pfeufer
(Nominierung 100/200 wurde zurückgezogen)

Mr. oder Mrs. Feel Good 2021 – Die Kunst ein gutes Service-Team zu bilden, zu führen, zu motivieren und anzuleiten. Welche/r Service-Chef/in macht das im Moment am besten? Anna Schmaus, Storstad wird mit 21 Prozent der Stimmen „Mrs. Feel Good 2021“ Mit dieser Auszeichnung wird die gebürtige Schwedin von der Gastronomiebranche als beste Restaurantchefin und Gastgeberin geehrt. An der Namensgebung des Restaurants, das hoch über der pittoresken Altstadt Regensburgs liegt, ist Anna Schmaus nicht ganz unschuldig. Storstad ist schwedisch und bedeutet Großstadt. Über einen Lift erreichen die Gäste das Restaurant, dessen Räumlichkeiten liebevoll inszeniert sind. Licht, Materialien und großzügiges Ambiente verleihen tatsächlich ein Weltstadtflair. Anna versteht es, hier die Gäste mit einer Willkommensatmosphäre zu umgeben und glücklich zu machen. Ihr Mann Anton Schmaus, gebürtiger Bayer, bereitet eine weltoffene moderne Küche, die bereits kurz nach der Eröffnung des Storstad mit einem Michelinstern ausgezeichnet wurde.

Ergebnis:
1. Anna Schmaus, Storstad: 21 %
2. Anja Kirchpfening, Gourmet “Restaurant Alexander Herrmann“ by Tobias Bätz: 20 %
3. Armin Weisenberger, Hotel Restaurant Reuter: 16 %
4. Nicole Schmidthaler, Hotel & Restaurant „Alte Schule“
5. Ronja Morgenstern, Maximilian Lorenz
5. Bärbel Ring, Söl’ring Hof
6. Billy Wagner, Nobelhart & Schmutzig
7. Marcel Runge, aqua
8. Kay Busse, Hotel Schloss Hohenhaus
9. Heike Philipp, Restaurant Philipp

Meister/in der Weine 2021 – Hauptparameter sind: den Geschmack der Gäste zu treffen, die Weine korrespondierend zu den Kreationen der Chefs auszuwählen und den Gast freundlich, kompetent und fair zu beraten. Ronny Schreiber, Restaurant Troyka wird mit 40 Prozent der Stimmen zum „Meister der Weine 2021“ gekürt. Beim Port Culinaire Best-of-the-Best Award 2021 wählte die Branche den jungen Sommelier zum Besten des Jahres. Schreiber ist ausgebildeter Restaurantfachmann und entdeckte früh seine Leidenschaft für Wein und das Pairing seiner Aromen mit guten Gerichten. Seine erste Station führte in eine niederländisches Sternerestaurant gefolgt vom legendären Quay in Sydney. Dort bediente er Stars wie Nicole Kidman oder Russel Crowe. Im Jahr 2021 holte ihn der Koch und spätere Geschäftspartner Alexander Wulf ins Heinsberger „St. Jaques“. Während dieser Zeit absolvierte Ronny die Sommelier Schule in Koblenz. Es folgten Stationen bei Hans Stefan Steinheuer und Christian Bau. 2016 bot sich die Chance, gemeinsam mit Wulf das St. Jaques zu übernehmen und umzugestalten. Aus ihm wurde die Burgstubenresidenz, nun ohne Tafelsilber und Sterne-Schnick-Schnack. Ein paar Jahre später stieß Sternekoch Marcel Kokot hinzu. Die Troyka war geboren und wollte neue Wege gehen. Das Dreigestirn baut nun sein erstes Restaurant in Erkelenz nahe Düsseldorf. Offene Küche, Weinkeller im Restaurant, Secret Dj Room – sehr smart. Die dreitägige Opening Rallye startet am 22. Oktober 2021.

Ergebnis:
1. Ronny Schreiber, Troyka: 40 %
2. Anna Rupprecht, Storstad: 14 %
3. Hauke Martin Hellbach, Bareiss: 10 %
4. Vincent Moissonnier, Le Moissonier
5. Natalie Lumpp, Sommeliére
6. Bärbel Ring, Söl’ring Hof
7. Ronja Morgenstern, Maximilian Lorenz
8. Billy Wagner, Nobelhart & Schmutzig:
9. Sebastian Höpfner, Français
10. Stefanie Hehn, Lakeside

Best of the Best Awards – Chefs 

Nationalheld 2021 – Wer ist derzeit der beste Koch/die beste Köchin in Deutschland? Wessen Menüs begeistern am meisten und wessen Küche liefert über alle Disziplinen hinweg die beste Gesamtleistung?

Ergebnis:
1. Sascha Stemberg, Haus Stemberg: 47 %
2. Tobias Bätz, Gourmet “Restaurant Alexander Herrmann“ by Tobias Bätz: 11 %
2. Alexander Herrmann, AH Alexander Herrmann: 11 %
3. Tim Raue, Restaurant Tim Raue: 6,5 %
4. Jan-Philipp Berner, Söl’ring Hof
5. Sven Elverfeld, aqua
6. Tim Mälzer, Bullerei
7. Marco Müller, Rutz
8. Jan Hartwig, ehemals Atelier
8. Clemens Rambichler, Waldhotel Sonnora

Impulsgeber 2021 – Welche/r Küchenchef/in hat in Deutschland durch Innovationskraft Kollegen inspiriert und die Kochkunst auf neue Wege geleitet?  Ludwig Maurer, Stoi wird mit 46 Prozent der Stimmen „Impulsgeber des Jahres“.
„Lucki“, wie ihn alle nennen, ist Spross einer urbayerischen Wirtsfamilie. Als solcher war die Ausbildung zum Koch und Küchenmeister vorgegeben. Mit Stefan Marquards Jolly Roger Cooking Gang zog er über zehn Jahre als Caterer durch die Lande. Parallel gründete er als Frontmann die Heavy Metal Band „Seasons in Black“ und baute auf dem familieneigenen Hof Schergengrub im tiefen Bayerischen Wald eine Schafzucht auf. Deren Erfolg war mäßig, mit einer eigenen Wagyuzucht kam der Durchbruch, Lucki propagierte die Nose to Tail Philosophie, hielt Vorträge darüber und veröffentlichte Bücher wie z.B. „Fleisch“, „Rind Complete“ oder „Veredelung von Fleisch, Fisch und Gemüse“ gemeinsam mit Heiko Antoniewicz. Die Inhalte dieser Werke sind wegweisend. Mittlerweile ist auf seinem Hof das Restaurant Stoi entstanden wo er unter anderem mit Kochlegenden wie Harald Wohlfahrt arbeitet. Das Stoi wurde beim Port Culinaire Best-of-the-Best Award 2019 als Hot Spot ausgezeichnet.

Ergebnis:
1. Ludwig Maurer, Stoi: 46 %
2. Tobias Bätz, Gourmet “Restaurant Alexander Herrmann“ by Tobias Bätz: 14 %
3. Tim Raue, Restaurant Tim Raue: 11 %
4. Alexander Herrmann, AH Alexander Herrmann
5. Max Strohe, Tulus Lotrek
6. René Frank, Coda
7. Clemens Rambichler, Waldhotel Sonnora
8. Sebastian Frank, Horváth
9. Felix Schneider, ETZ
(Nominierung Heiko Antoniewicz wurde zurückgezogen)

Lebenswerk 2021 – Welche/r legendäre Chef/in soll für ihr/sein Lebenswerk geehrt werden? Hans Haas erhält mit 21 Prozent der Stimmen den Best-of-the-Best Award 2021 für sein Lebenswerk. Dieser schon legendäre Chef erhält diesen Preis unbestritten zu Recht“! Nicht nur in Deutschland, sondern weltweit hat er den besten Ruf und eine hohe Bekanntheit. Ebenso wie das Münchener Restaurant Tantris, in dem er beinahe drei Jahrzehnte lang wirkte und das er 2020 verließ. Haas wuchs als Bauernbub in Tirol auf. Als Koch arbeitete er sich zunächst zum Chef de Partie bei Paul Haeberlin hoch, dann holte ihn Eckart Witzigmann als Souschef in seine „Aubergine“. Im Brückenkeller Frankfurt wirkte er als Küchenchef. Im Jahr 1991 wurde dann als Nachfolger von Eckart Witzigmann und Heinz Winkler ins Tantris berufen. Zwei Michelin-Sterne hielt er dort über all die Jahre, für eine Küche die er als „einfach“ bezeichnete. Haas kochte immer produktkonzentriert, nie gab es Teller die von Produktdeklinationen überladen waren. Seine Gerichte waren klar und die Produkte perfekt. Haas selber blieb immer bescheiden, war nie ein Mensch der Show oder lauten Töne in den Medien. Auch der dritte Stern war nie sein Ziel, einzig der zufriedene Gast.

Ergebnis:
1. Hans Haas: 21 %
2. Dieter Müller: 15 %
3. Fritz Keller, Weingut Franz Keller / Schwarzer Adler: 12 %
4. Heinz Winkler, Residenz Heinz Winkler
5. Juan Amador, Restaurant Amador
6. Jean Claude Bourgueil, Im Schiffchen
7. Johanna Maier, „Das Maier“
8. Hans Stefan Steinheuer, Steinheuers Restaurant „Zur Alten Post“
9. Jörg Müller, Hotel & Restaurant Jörg Müller
10. Pierre Gagnaire, Restaurant Pierre Gagnaire

Best of the Best Awards – Special Award

Best Shutdown Strategy 2021 – Welches Restaurant / welche(r) Chef(in) hat die Corona-Krise durch intelligente Strategien bestens gemeistert (z.B. besondere Take-Away-Konzepte / Delivery oder (Neu-) Positionierung des Betriebes)?

Ergebnis:
1. Sascha Stemberg, Haus Stemberg: 42 %
2. Alexander Herrmann, StarchefBox: 17 %
3. Tim Mälzer, BämBox, Bullerei: 9 %
4. Andreas Widmann, Widmanns Alb.leben
5. Vincent Moissonnier, Le Moissonier
6. Bini Lee, Kochu Karu, Nimm Mahl!
7. Jens Rittmeyer, Rittmeyers Restaurant No 4
8. Tim Raue, Fuh Kin Great, Restaurant Tim Raue
9. Nelson Müller, Genussbox, Schote
10. Wolfgang Pade, Pades Restaurant

Rückblick: Aufbruchstimmung und Inspiration für die Kulinarik von morgen

Die 12. Auflage der CHEF-SACHE am 3. und 4. Oktober 2021 in Düsseldorf bewerten Teilnehmende und Veranstalter als vollen Erfolg. Mit insgesamt rund 2.000 Expert:innen und Entscheidungsträger:innen aus der Gastronomie und Hotellerie, hochkarätigen Gästen aus der internationalen Chef-Szene, 126 Aussteller:innen, informativen Masterclasses und jeder Menge Raum zum Fachsimpeln, Verkosten und Networken – die CHEF-SACHE hat ihren Stellenwert als Leit-Event für die Gastronomiebranche im deutschsprachigen Raum einmal mehr unter Beweis gestellt. Die Veranstaltung endete eindeutig positiv - mit diesen drei Botschaften: Es herrscht Aufbruchstimmung, die deutsche Gastronomiebranche ist wieder auf Kurs und Veranstaltungen finden wieder statt. 

Als eines der ersten Live-Formate nach dem Lockdown hatte die CHEF-SACHE am 3. und 4. Oktober 2021 in Düsseldorf ihre Hallen für die Top-Entscheider:innen aus der gehobenen Gastronomie und Hotellerie geöffnet – und damit bewusst auch ein Signal gesetzt: „Wir wollten mit der Veranstaltung zum jetzigen Zeitpunkt vor allem zwei Dinge erreichen: Der spürbaren Aufbruchstimmung eine Plattform, eine Heimat geben – auch wenn wir uns bewusst sind, dass viele Bereiche der Gastronomie noch den Weg zurück zur Normalität vor sich haben. Und gleichzeitig beweisen: Mit großartigen Partnern und auch ein wenig Mut aller Beteiligten ist es schon jetzt möglich, auch unter noch nicht ganz einfachen Rahmenbedingungen eine Präsenz-Veranstaltung mit internationaler Strahlkraft auf die Beine zu stellen“, erklärt Christoph Rénevier, Geschäftsführer der CE Chefs Events GmbH, die gemeinsam mit der Messe Stuttgart, CE Chefs Events und Thomas Ruhl/Port Culinaire Veranstalter des etablierten Branchentreffs ist.

Patrick von Vacano von JRE Origins nutzte die Veranstaltung als ‚Wiedergeburt‘ seines Manufakturen Netzwerks, sorgte für Atmosphäre und fügt ergänzend hierzu „Die CHEF-SACHE war für uns immer schon der wichtigste Branchentreff, wir gehören gefühlt inzwischen zur Familie. Hier treffen wir gezielt unsere bestehenden Kunden und gewinnen neue, hier können wir uns mit Partner:innen austauschen und auch einmal persönlich Danke sagen für die Zusammenarbeit. Denn es ist der persönliche Austausch, der dieses Event ausmacht, und wir sind sehr dankbar, dass das nach all den schwierigen Monaten wieder möglich war.“ Die Teilnehmenden der CHEF-SACHE 2021 konnten aus einem thematisch vielseitigen, inspirierenden Programm wählen. Auf der Hauptbühne, dem kulinarischen Herzstück der Veranstaltung, gaben sich einige der besten nationalen und internationalen AvantgardeChefs der Welt ein Stelldichein: In Talks und Liveshows präsentierten Chef-Größen wie Manoella Buffara, Dan Barber, Rasmus Munk, Heinz Reitbauer, Josef Floh, Maria Groß, Felix Schneider und Tobias Bätz ihre Visionen von der Kulinarik von morgen. Durch den Einfluss der Pandemie konzentrierte sich das Programm vor allem auf Chefs aus Europa – was aber der Qualität der Präsentationen keinen Abbruch tat. Die Moderation der Veranstaltung lag auch in diesem Jahr in den prominenten Händen von 2-Sterne- und TV-Koch Alexander Herrmann. Er zeigte sich vom Event begeistert: „Die CHEF-SACHE ist in den letzten Jahren zu unserem wichtigsten Branchentreff geworden. Neben dem Angebot der ausstellenden Unternehmen und den inspirierenden Präsentationen der nationalen und internationalen Chefs hat die Veranstaltung in diesem Jahr vor allem eines erreicht: Die Branche konnte sich endlich wieder live PRESSEMITTEILUNG austauschen und ein Gefühl von ‚Normalität‘ genießen. Es ist genau dieser Austausch, der die Gastronomie schon immer weitergebracht hat – und der ist jetzt wichtiger denn je.“

Innovationen, Trends und Tastings

Auf der Ausstellungsfläche präsentierten 126 etablierte Produzenten, Hersteller und Partner aus der Spitzengastronomie ihre Neuheiten im kulinarischen und technischen Bereich. In den Masterclasses auf der Zweitbühne konnten die Besucher:innen bei Produktpräsentationen, Workshops, Verkostungen und Vorträgen ihr kulinarisches Wissen erweitern. Die School of Wine hosted by Sommelier Union und moderiert durch Claudia Stern, Brand Ambassodorin Laurent Perrier hatte sich die hochklassige Weiterbildung für Sommeliers und Weinexperten auf die Fahne geschrieben, während sich im Coffee College hosted by Coffee Consulate alles um das beliebteste Getränk der Deutschen drehte: den Kaffee. Auch die ausstellenden Partner:innen sind mit ihrem nach Monaten ersten Auftritt auf einer Live-Veranstaltung höchst zufrieden. Dass die Zahl der Teilnehmenden mit rund 2.000 etwas geringer ausfiel als in den Vorjahren, war eingeplant und tat der Freude, auf der Messe dabei zu sein, keinen Abbruch: „Für uns als Gastro-Lieferant ist die CHEF-SACHE das wichtigste Event für Gastronomie und Hotellerie in Deutschland, und wir sind von Anfang an dabei“, erklärt Ralf Bos vom Aussteller BOS Food. „Wir haben auch in diesem Jahr wieder qualitativ hochwertige Kontakte knüpfen und mit den für uns relevanten Entscheidungsträger:innen sprechen können.“ Nachhaltigkeit, Nachwuchsförderung und neue Konzepte Bei der CHEF-SACHE 2021 ging es um noch mehr. Mit dem hochaktuellen Motto „Re-birth – the post shutdown gastronomy“ wollten die Veranstalter die „Wiedergeburt“ der Gastronomie nach dem Lockdown unter Beweis stellen und gemeinsam mit den teilnehmenden Chefs, Unternehmen und Marken Visionen für die Zukunft der Branche entwickeln. „Corona hat die Welt, die Menschen und unsere Branche verändert“, erläutert Thomas Ruhl von Port Culinaire. „Pandemie und Lockdown stellten die größte Herausforderung für die Gastronomie und das Beherbergungsgewerbe seit dem zweiten Weltkrieg dar. Deshalb wollten wir zusammen mit den Teilnehmer:innen des Events Wege und Ideen aufzeigen, wie die Branche gemeinsam die gastronomische Zukunft gestalten kann. Das ist uns gelungen.“ Neben den Auswirkungen der Pandemie auf die Branche stand für die Veranstalter insbesondere auch das Thema Nachhaltigkeit im Fokus. Die Lebensmittelproduktion für Restaurants und private Haushalte trägt mit einem Drittel zum weltweiten CO2 -Ausstoß bei. Daher kann gerade die Gastronomie- und Hotelleriebranche einen großen Beitrag zur Verbesserung der Ökobilanz beitragen, so die Überzeugung der Veranstalter. Und so hielt das Thema Nachhaltigkeit konsequent Einzug in viele Programminhalte: Innovative nachhaltige Marken präsentierten ihre Produkte und Dienstleistungen, die Avantgarde Chefs teilten ihre NachhaltigkeitsKonzepte – und selbst die After-Show-Party am Abend des ersten Eventtages war klimapositiv. Christoph Rénevier, Geschäftsführer CE Chefs Events: „Der Austausch der Branchenvertreter hat gezeigt, dass Nachhaltigkeit in Gastronomie und Hotellerie von der Branche als Chance für die Zukunft begriffen wird. Dazu gehören die Wertschätzung von Lebensmitteln und Konzepte für den Klimaschutz genauso wie eine regional-saisonale Küche oder soziales Engagement. Wenn alle – Gastronom:innen, Köch:innen, Produzent:innen und Gäste – an einem Strang ziehen, kann der Weg zu einem nachhaltigen Lebensstil gelingen.“

Positives Fazit und Ausblick auf 2022

Die Veranstalter zeigen sich äußerst zufrieden mit dem diesjährigen Event: „Die zwölfte Ausgabe der CHEF-SACHE wurde von der Branche hervorragend und dankbar angenommen“, so Stefan Lohnert, Geschäftsführer der Messe Stuttgart. „Das zeigt, dass wir mit dem neuen, hybriden Format und dem hochaktuellen Motto des Events die Bedürfnisse und den Nerv der Branche getroffen haben und dass sich auch unter Hygienevorschriften ein inspirierendes und erfolgreiches Netzwerk-Event realisieren lässt.“ „Wir haben einmal mehr unseren Stellenwert als Avantgarde Cuisine Festival in Deutschland untermauert und die Relevanz der Gastronomie hierzulande unter Beweis gestellt“, lautet auch das abschließende Fazit von CE Chefs Events Geschäftsführer Christoph Rénevier. „Was wir in diesen zwei Tagen auf der CHEF-SACHE gesehen und gehört haben, macht Mut. Das Event hat eindrucksvoll gezeigt: Auch wenn bei vielen der Schock des Lockdowns noch tief sitzt – die Branche ist wieder da. Sie ist gestärkt und mit neuen Ideen und Konzepten aus dieser Krise hervorgegangen. Wir sind stolz, dass wir mit unserer Veranstaltung zu dieser Aufbruchstimmung beitragen konnten. Nun blicken wir nach Wien und freuen uns auf die Weiterentwicklung unseres Konzepts in Österreich.“ Gleich zwei CHEF-SACHE-Events erwarten die Branche im kommenden Jahr: Am 2. und 3. Mai 2022 findet erstmalig die HGX powered by CHEF-SACHE in der Marx Halle in Wien statt. Hier trifft sich das Who is Who der Chefs, Hoteliers, Gastronom:innen, Patissiers & Pâtissières und Sommeliers & Sommelières. Die bekannten Themenbereiche der CHEF-SACHE ziehen mit nach Österreich: Hauptbühne, Masterclasses, School of Wine, Coffee College und Ausstellungsfläche. Neu sind die Themenbereiche High Convenience und Hoteleinkauf. Die nächste deutsche CHEF-SACHE öffnet auch 2022 wieder in Düsseldorf ihre Tore für die Branche: am 25./26. September 2022 in der Alten Schmiedehalle auf dem Areal Böhler in Düsseldorf.

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